Rostock Seawolves unterliegen Solarto Eagles Magdeburg 68:79

Die Siegesserie der Seawolves reißt im Heimspiel gegen Magdeburg

3. März 2013
Die EBC Rostock Seawolves unterliegen den Solarto Eagles Magdeburg mit 68:79
Die EBC Rostock Seawolves unterliegen den Solarto Eagles Magdeburg mit 68:79

Die EBC Rostock Seawolves gingen zuletzt drei Mal in Folge als Sieger vom Parkett und waren – nicht nur wegen der deutlichen 86:56-Hinspielniederlage – heiß auf das Rückspiel in der Rostocker Ospa-Arena gegen den Tabellenzweiten Solarto Eagles Magdeburg. Die Gastgeber kämpften sich mehrfach zurück ins Spiel, vier Minuten vor Schluss verloren sie aber den Faden und kassierten 14 Gäste-Punkte in Folge. Am Ende unterlagen die Hanseaten nach einer umkämpften Partie mit 68:79. US-Spieler Kwame Morgan erzielte 23 Punkte für die Seawolves, die nun auf dem fünften Tabellenplatz stehen. Bei den Gästen zeigte Martin Volf mit 19 Zählern eine starke Vorstellung für den Aufstiegskandidaten aus Sachsen-Anhalt.

Riesenstimmung in der Ospa-Arena Rostock. Der Spieltag stand im Zeichen der Techniker Krankenkasse, Studenten hatten freien Eintritt und die Zuschauerränge waren prall gefüllt. Niemand wollte das Spitzenspiel zwischen den EBC Rostock Seawolves und den Solarto Eagles Magdeburg verpassen.

Coach Sebastian Wild brachte zu Beginn Eric Bill, Sven Hellmann, Kwame Morgan, Eric Lehmann und Jens Hakanowitz aufs Feld. Den Auftakt machten aber die Gäste. Der nur 1,78 Meter große Aufbauspieler Michael Canty sorgte mit einem Dreipunktewurf für die 0:3-Führung der Magdeburger. Rostock fand schleppend ins Spiel und musste sich die ersten Zähler an der Freiwurflinie erarbeiten. Bereits zu Beginn war zu erkennen, dass die Gäste mit besonderer Härte zu Werke gingen und keine einfachen Zähler der Seawolves zuließen. Rostock wollte aber auch keine Geschenke verteilen und konzentrierte sich auf eine Zonenverteidigung, die die Eagles zu zahlreichen Würfen von außen zwang. Als Kapitän Jens Hakanowitz nach knapp drei Minuten bereits sein zweites Foul kassierte, stand es 4:5. Anschließend nahm Martin Volf bei den Gästen zweimal Maß von jenseits der Dreipunktelinie und sorgte dafür, dass sich Magdeburg mit 5:11 absetzte. Durch die Einwechslung von Norman Holl gelangen den Seawolves wenig später zwei Ballgewinne, die postwendend in Zählbares umgemünzt wurden: So brachte zunächst Sven Hellmann mit einem eleganten Zug zum Korb den Ball im selbigen unter, einen Angriff später ließ Kwame Morgan seinen ersten von vier Dreiern durch die Maschen zischen. Plötzlich lagen die Seawolves mit 14:13 in Front. Doch es sollte die einzige Führung an diesem Abend für die Hausherren bleiben. Prompt verwandelte der treffsichere Gäste-Forward Volf seinen dritten Dreier und brachte seine Farben wieder in Front. Nach zehn Minuten stand es nach einem Buzzerbeater der Gäste durch Kamil Piechucki 14:20 aus Rostocker Sicht.

Im zweiten Viertel waren es vor allem Hellmann und Morgan, die die Seawolves mit zwölf der insgesamt 17 Viertelpunkte in Schlagdistanz hielten. Aber Magdeburg wusste auf jeden Angriff der Hanseaten eine Antwort und ließ sich trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs durch Dominik Breitschuh (31:31, 19. Min) nicht beeindrucken: Zur Pause führte Magdeburg mit 31:35.

Nach dem Seitenwechsel kamen die Eagles wacher aus der Kabine und erzielten 13 der ersten 15 Zähler in der zweiten Hälfte, um sich mit 33:48 (23. Min) abzusetzen. Noch ließen sich die Seawolves aber nicht endgültig abschütteln: Sie erzielten acht Punkte in Folge, um den Unterschied auf 41:48 (25. Min) einzuschmelzen. Hoffnung keimte in der Ospa-Arena auf, die auch nicht durch einen weiteren Volf-Dreier (51:41) gedämpft werden konnte. Plötzlich waren die Seawolves hungrig auf mehr und witterten ihre Chance. Sie bissen sich zurück in die Partie, erzwangen Ballverluste und erzielten einfache Punkte, gewillt, ihr Revier nicht kampflos aufzugeben. Nach einem weiteren 8:0-Lauf, bei dem Hakanowitz ein starkes Dreipunktespiel vollendete, trennten beide Teams nur noch drei Zähler (48:51, 27. Min). Mit dieser Differenz gingen beide Teams beim Stand von 53:56 in das letzte Viertel.

In den verbleibenden zehn Spielminuten suchten die Seawolves immer wieder ihre Möglichkeiten, um sich weiter heranzukämpfen. Immer wieder brachten sie den Ball in Korbnähe, um einfache Punkte zu erzielen bzw. von der Freiwurflinie zu punkten. Leider blieben insgesamt 13 Punkte an der Linie liegen; die Seawolves verwandelten in der gesamten Partie 17 von 30 Freiwürfen. In der 36. Minute stand das Spiel auf Messers Schneide und es war deutlich zu spüren, dass das Spiel in jedem Moment zugunsten der Hausherren hätte kippen können. Nur ein Punkt (60:61) lag zwischen beiden Teams, als Jens Hakanowitz den Ball in den Händen hielt und versuchte, mittels Hakenwurf die Führung zu erzielen. Doch wie aus dem Nichts schnellte der 2,04 Meter große Magdeburger Spieler Mietshi Anzuluni hoch und blockte den potenziellen Ausgleich des Seawolves-Kapitäns. Den Ballgewinn vollendete Lars Meyer auf der Gegenseite mit einem Korbleger, bei dem Hakanowitz sein fünftes Foul kassierte. 3:45 Minuten vor Schluss stand es somit 60:64 aus Sicht der Rostocker, die fortan nicht mehr zurück ins Spiel fanden. Magdeburg nutzte jeden Ballgewinn, um mit einem 14:0-Lauf das Spiel endgültig außer Reichweite zu bringen und bleibt nach dem 68:79-Auswärtssieg in Rostock weiterhin seit dem 8. Dezember 2012 in der 1. Regionalliga Nord ungeschlagen.

Für die Seawolves erzielte Kwame Morgan 23 Punkte, fünf Rebounds und fünf Assists. Jens Hakanowitz sammelte 14 Zähler und zehn Rebounds. Sven Hellmann beendete das Spiel mit zehn Punkten. Bei den Gästen kam Martin Volf auf 19 Punkte, darunter fünf verwandelte Dreipunktewürfe. Mietshi Anzulini produzierte ein Triple-Double mit 13 Punkten, elf Rebounds, zehn Assists und fünf Steals. Fünf weitere Magdeburger markierten mindestens acht Punkte.

Das nächste Heimspiel der EBC Rostock Seawolves findet am 9. März um 19:15 Uhr statt. Dann wird der ASC 46 Göttingen zu Gast sein. Am 1. Dezember kassierten die Rostocker beim Hinspiel in Südniedersachsen eine 86:78-Niederlage. Das schreit nach einer Revanche in der Wolfshöhle an der Ostseeküste.

Viertelstände:
14:20, 17:15, 22:21, 15:23

Für den EBC Rostock spielten:
Eric Bill (7 Punkte), Jörn Boghöfer (1), Dominik Breitschuh (5), Jens Hakanowitz (14 Punkte, 10 Rebounds), Sven Hellmann (10), Norman Holl (1), Eric Lehmann (-), Kwame Morgan (23), Axel Stüdemann (7)

Quelle: EBC Rostock Seawolves, Foto: Katharina Süß

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