Intensivüberwachung im Klinikum Südstadt wird ausgebaut

Gesundheitsministerin Manuela Schwesig übergibt Fördermittelbescheid für insgesamt 26 neue Betten

12. Dezember 2012, von
Übergabe des Fördermittelbescheides für die Erweiterung der Intensivmedizin im Klinikum Südstadt: Sylvia Waterstradt (Pflegedienstdirektorin), Julian Warlen (Mitglied des Landtages), PD Dr. med. Hans-Christof Schober (Ärztlicher Direktor) Manuela Schwesig (Ministerin), Renate Fieber (Verwaltungsdirektorin), Kerstin Bockholdt (Leitende Schwester Intensivstation) und PD Dr. med. Klaus Wagner (Chefarzt Intensivmedizin)
Übergabe des Fördermittelbescheides für die Erweiterung der Intensivmedizin im Klinikum Südstadt: Sylvia Waterstradt (Pflegedienstdirektorin), Julian Warlen (Mitglied des Landtages), PD Dr. med. Hans-Christof Schober (Ärztlicher Direktor) Manuela Schwesig (Ministerin), Renate Fieber (Verwaltungsdirektorin), Kerstin Bockholdt (Leitende Schwester Intensivstation) und PD Dr. med. Klaus Wagner (Chefarzt Intensivmedizin)

12000 operative Eingriffe werden pro Jahr im Rostocker Klinikum Südstadt durchgeführt. Das sind 4000 Operationen mehr als noch vor fünf Jahren. Mit dem erhöhten Patientenaufkommen steigt natürlich auch der Anspruch an die Krankenhäuser. Ein Bereich, der dabei immer wichtiger wird, ist die intensivmedizinische Behandlung. Um dort zukünftig besser gewappnet zu sein, bekommt die Klinik im kommenden Jahr einen Erweiterungsbau, der Platz für 26 spezielle Betten bietet.

PD Dr. med. Klaus Wagner
PD Dr. med. Klaus Wagner

Bisher gibt es in dem Krankenhaus zwölf spezielle Aufwachbetten im Bereich Intensivstation (ITS). Bis Ende 2014, wenn das Projekt abgeschlossen sein soll, werden 14 neue hinzukommen. Hier werden besonders Patienten mit schweren Erkrankungen oder Komplikationen betreut. „Besonders im Alter kommt es häufig zu Begleiterkrankungen, die dazu führen, dass die eigentliche Krankheit aus dem Ruder läuft“, erklärt PD Dr. med. Klaus Wagner, Chefarzt für den Bereich Anästhesie und Intensivmedizin.

Neben einer Verbesserung der internen Arbeitsabläufe sollen die neuen Räume auch den hohen Ansprüchen im Bereich der Intensivmedizin entsprechen. Auch der Gesellschaftsentwicklung soll entsprochen werden. So wird es spezielle Betten und OP-Tische für übergewichtige Patienten geben. Bisher müssen entsprechende Anlagen von anderen Kliniken gemietet werden.

Visualisierung der Klinikerweiterung für die Intensivmedizin (Bild: Andreas Nülle, pbr Planungsbüro Rohling AG)
Visualisierung der Klinikerweiterung für die Intensivmedizin (Bild: Andreas Nülle, pbr Planungsbüro Rohling AG)

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Hygiene auf der Intensivstation. „Oft müssen Kranke isoliert werden, damit sich multiresistente Keime nicht auf andere Menschen übertragen“, sagt Dr. Wagner. In diesem Bereich entstehen mehrere Ein-Bett-Zimmer, die über spezielle Luftschleusen verfügen.

Von der Erweiterung profitiert auch der Bereich Intermediate Care (IMC). Diese Station ist ein Zwischenschritt zwischen Intensivpflege und normalem Klinikbetrieb. Auch hier werden die Patienten noch sehr individuell betreut, doch ist die Gefahr nicht mehr akut. Bisher gibt es hier nur vier provisorisch separierte Betten aus den normalen Aufwachräumen, doch schon bald soll die IMC über zwölf eigene Plätze verfügen.

Dass die Erweiterung nötig ist, bestätigt auch Dr. Wagner: „Wir sind im Moment 30 Ärzte, 30 Intensivschwestern und 30 Anästhesieschwestern und stoßen trotzdem schon an unsere Grenzen.“

So ähnlich soll es bald bei der Intermediate Care aussehen (Bild: Andreas Nülle, pbr Planungsbüro Rohling AG)
So ähnlich soll es bald bei der Intermediate Care aussehen (Bild: Andreas Nülle, pbr Planungsbüro Rohling AG)

9,5 Millionen Euro kostet die Erweiterung, die Architekt Andreas Nülle nach einem Bewerbungsverfahren gestaltet hat. Sie besteht aus einer kompletten Etage, die auf den sieben Jahre alten Krankenhausneubau aufgesetzt wird. „Kliniken sind die Hohe Schule der Planung, besonders durch die erhöhten Ansprüche an die haustechnische Ausstattung“, bestätigt der Architekt.

Mit 5,4 Millionen Euro trägt die Landesregierung mehr als die Hälfte der Kosten für die Erweiterung. Ein entsprechender Förderbescheid wurde Verwaltungsdirektorin Renate Fieber heute von der Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, Manuela Schwesig, übergeben. „Mir ist es wichtig, dass wir eine moderne Krankenhauslandschaft im Land haben, die unsere Bevölkerung mit modernster Medizin versorgen kann“, unterstrich die Politikerin.

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