Mehr Komfort: Universitätsmedizin tauscht Betten aus

1000 Betten der Universitätsmedizin Rostock werden gegen neue mit mehr Komfort für die Patienten ausgetauscht – die alten Betten werden gespendet

1. Oktober 2015
Stationsschwester Ines Kruse mit Patient Karl-Werner Zießnitz. „Wunderbar geschlafen“ hat er in der ersten Nacht im neuen Bett. (Foto: Unimedizin)
Stationsschwester Ines Kruse mit Patient Karl-Werner Zießnitz. „Wunderbar geschlafen“ hat er in der ersten Nacht im neuen Bett. (Foto: Unimedizin)

Die Universitätsmedizin Rostock erhöht den Komfort für ihre Patienten und erneuert dieser Tage in einem ersten Schwung ihre Betten. 400 von insgesamt 1000 Stück, darunter 70 für den Intensiv-Betrieb, werden samt Matratzen und Beistelltischen bis Ende des Jahres gegen neue ausgetauscht, im kommenden Jahr folgt der Rest.

„Unsere alten Betten haben ausgedient“, sagt Pflegevorstand Annett Laban. „Viele Funktionen fehlten, manche Betten waren nicht in der Höhe verstellbar. Jetzt sind wir auf dem neuesten Stand der Technik: Die Neuzugänge sind echte Alleskönner.“ Das Haus sei die große Investition daher mit Freude angegangen.

Keine Stürze im Dunkeln und noch schnellere Hilfe im Notfall: Jedes der neuen Betten verfügt zur Orientierung über eine Nachtbeleuchtung und kann per Knopfdruck in die für die Behandlung notwendige Position gebracht werden. Nicht nur die Kopflehne, sondern auch die Bereiche für Knie und Hüfte sind einzeln verstellbar. Das neue Mobiliar dient aber nicht nur der Behaglichkeit der Kranken. Es erleichtert auch dem Pflegepersonal die Arbeit. „Technisch sehr ausgefeilt“, lautet das Urteil von Ines Kruse, Stationsschwester der Urologie. Durch eine fünfte Lenkrolle könne sie die Betten nun zum Beispiel auch ohne Probleme allein verschieben und auf kleinstem Raum drehen. „Schön, dass die komplette Station neu bestückt wurde.“ Die Urologie erhielt insgesamt 47 Betten.

Alle Funktionen wie Höhenverstellung, Schocklagerung oder Abklappen der Seitenlehnen laufen vollautomatisiert. An den Flanken zeigen eingelassene Wasserwaagen die genauen Neigungswinkel an. Jedes Bett verfügt über eine eigene Fernbedienung für das Pflegepersonal. „Kein langes Bücken und Heben mehr“, lobt Ines Kruse. „Das schont den Rücken.“ Patient Karl-Werner Zießnitz hat schon die erste Nacht in einem der neuen Betten verbracht – „und wunderbar darin geschlafen“, sagt er. Richtig futuristisch gestaltet seien sie. „Aber das Wichtigste ist, dass die Betten auf die Bedürfnisse der Patienten und des Personals abgestimmt sind.“

Nicht nur die Erwachsenen-Betten werden ersetzt. Auch Säuglings- und Krabbelkinder-Betten sind bestellt und werden noch in diesem Jahr geliefert.

Nachdem am Mittwochvormittag der Startschuss für den Bettenwechsel gefallen ist, werden nach der Urologie in den kommenden Monaten noch weitere Stationen versorgt. Die ausrangierten Betten möchte die Universitätsmedizin an Flüchtlingsunterkünfte und wohltätige Einrichtungen spenden.

Quelle & Foto: Universitätsmedizin Rostock

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