99 neue Fahrradbügel in der City

Rostock will fahrradfreundlicher werden – neue Abstellmöglichkeiten für den Drahtesel auf dem Neuen Markt, in der Kröpeliner und der Langen Straße

5. März 2012
Bald sollen auf dem Neuen Markt noch mehr Fahrradständer stehen
Bald sollen auf dem Neuen Markt noch mehr Fahrradständer stehen

Ab heute werden am Neuen Markt, in der Kröpeliner Straße und im Bereich Lange Straße Fahrradabstellmöglichkeiten ergänzt. Insgesamt stehen dann weitere 99 Fahrradbügel zur Verfügung. Im Rahmen einer Begehung hatten sich verschiedene Standorte herauskristallisiert, an denen sich ein höherer Bedarf an Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gezeigt hat. Bau- und Umweltsenator Holger Matthäus ist sich sicher: „Wenn wir den Bürgern und Besuchern Rostocks gute Bedingungen für den Fahrradverkehr bieten, werden noch weit aus mehr Menschen auch kurze Wege mit dem Fahrrad erledigen.“

Rund um den Neuen Markt können 24 Fahrradanlehnbügel passend zu den vorhandenen Anlagen ergänzt werden. Entlang der Kröpeliner Straße werden insgesamt 27 neue Fahrradbügel, im Bereich der Seitenstraßen, in der Langen Straße und am Universitätsplatz werden noch 48 Bügel in den nächsten Wochen installiert. Der Hinweis des City-Kreises e. V., die neuen Fahrradbügel hauptsächlich in den Randbereichen der Fußgängerzone zu positionieren, wurde berücksichtigt. Die Gesamtkosten der Maßnahme betragen 55.000 Euro.

Fahrräder an der Hauswand in einer Seitenstraße der Kröpi
Fahrräder an der Hauswand in einer Seitenstraße der Kröpi

Die Bürgerschaft der Hansestadt Rostock hat im Juni 2006 ein Programm zur Förderung des Radverkehrs beschlossen. Neben einer Vielzahl von Maßnahmen für die Verbesserung der baulich-verkehrlichen Infrastruktur sind dort Ziele festgeschrieben, um das Nutzerverhalten zu ändern. Der Umstieg vom Pkw aufs Fahrrad gelingt nur dann, wenn jeder sein Ziel bequem erreichen und dort auch sein Fahrrad sicher abstellen kann. Nachdem bereits das Tief-und Hafenbauamt vor dem Kröpeliner-Tor-Center provisorische „Parkplätze“ für Fahrräder bis zur Umsetzung der Gestaltung der Vorfläche Kröpeliner Tor aufgebaut hat, wird nun das Fahrradabstellkonzept für das Stadtzentrum (von 2007) weiter umgesetzt. In Abstimmung mit dem Bausenator, der Großmarkt GmbH, dem Tiefbauamt und dem Amt für Stadtplanung wurden die Standorte im gesamten Fußgängerbereich ausgewählt, um Angebote zu schaffen, damit das „wilde Parken“ vor den Schaufenstern und in den Laufzonen nicht mehr notwendig ist. Im Rahmen eines regelmäßigen Monitoring (alle zwei Jahre) werden die Ergebnisse der Radverkehrsförderung überprüft. Im Radverkehrsbericht 2010 wurde ein Anstieg des individuellen Radverkehrs um 100 % festgestellt. Der Radverkehrsanteil stieg von 1998 bis 2008 von 8,7 % auf 20,2 % (im Gesamtverkehr). Neben einer Vielzahl von weiteren Einflussfaktoren ist dieses Ergebnis auch auf die Maßnahmen zugunsten der Fahrradfahrer der vergangenen Jahre zurückzuführen.

Quelle: Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH

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