Preisträger des 18. FiSH Filmfestivals 2021 gekürt

Nach vier Festivaltagen auf vier Streamingkanälen wurden beim 18. Filmfestival im Stadthafen, das Corona-bedingt als Hybridfestival stattfand, die Preisträger gekürt

2. Mai 2021
Amechi Oji, Jakob Bey, Paul Scheufler und Lilith Jörg (beide online, v.l.n.r.:) bei der Verleihung der GoldFiSHe mit Festivalleiter Arne Papenhagen (Foto: Patrick Hinz, FiSH Filmfestival)
Amechi Oji, Jakob Bey, Paul Scheufler und Lilith Jörg (beide online, v.l.n.r.:) bei der Verleihung der GoldFiSHe mit Festivalleiter Arne Papenhagen (Foto: Patrick Hinz, FiSH Filmfestival)

Das 18. FiSH – Filmfestival im Rostocker Stadthafen fand vom 29. April bis 2. Mai als Hybridveranstaltung in Rostock und im Internet statt. Normalerweise zieht das Kurzfilmprogramm ca. 3.500 Gäste in die Spielstätten entlang der Warnow, doch in diesem Jahr haben die Veranstalter die Beteiligung auf Juroren, wenige Filmschaffende sowie einem Technikteam beschränkt. In insgesamt zwei Kurzfilmwettbewerben wurden 43 Filme von jungen Talenten aus Deutschland und dem Ostseeraum präsentiert. Zu nahezu jedem Film konnten Gespräche mit den Akteur*innen für das Publikum live aus dem Rostocker M.A.U. Club übertragen werden. Die Jurydiskussion mit anschließender Preisverleihung fand als Livestream am 2. Mai um 13 Uhr statt.

Film des Jahres | Hauptpreis im bundesweiten Wettbewerb Junger Film

In diesem Wettbewerb wurden 2021 insgesamt 30 Filme in sechs Blöcken gezeigt. Den mit 7.000 € dotierten Hauptpreis Film des Jahres gewannen Luna Jordan und Frida Lindenau mit dem Film „Furor“. Der poetische Film der 19- und 17-jährigen jungen Filmschaffenden aus Berlin beschäftigt sich mit Wut, die jungen Frauen beim Erwachsenwerden begegnen kann. Das Preisgeld wird gestiftet von der Hansestadt Rostock sowie der MV Filmförderung GmbH des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

GoldFiSHe | Geldpreise im bundesweiten Wettbewerb Junger Film

Im Wettbewerb JUNGER FILM wurden außerdem drei GoldFiSHe vergeben, die mit je 1.000 € dotiert sind. Die Preisträger sind Amedi Oji (14) und Jakob Bey (16) aus Münster mit dem Film „Alone“, Jameela Mearajdin (17) aus Berlin mit dem Film „Meine Stadt in Berlin“ sowie Paul Scheufler (22) aus Berlin mit dem Dokumentarfilm „Ein Ozean“. Die GoldFiSHe wurden gestiftet vom Land Mecklenburg-Vorpommern.

Sputnik | Auszeichnung für einen Film abseits des Mainstreams

Die Kino-Crew des Kulturkosmos e. V. hat außerdem den mit 500 € dotierten Sputnik-Preis an Ferdinand Ehrhardt und Elisabeth Weinberger aus Ludwigsburg für den AnimationsfIlm „OBERVOGELGESANG“ vergeben. Der Film beschreibt den Alltag einer jungen Frau, die sich mit rechtsextremen Vorurteilen ihrer sächsischen Heimat auseinandersetzt. Der Sputnik zeichnet junge Filmschaffende abseits des Mainstreams aus.

Young Baltic Cinema Award | Hauptpreis im Ostseeraum-Wettbewerb OFFshorts

Zum 18. FiSH wurden 13 Kurzfilme im Ostseeraum-Wettbewerb OFFshorts präsentiert. Den mit 1.000 € dotierten Hauptpreis Young Baltic Cinema Award gewannen Julius Lagoutte Larsen und Kir Siegumfeldt aus Kopenhagen mit dem Film „Half a Year“. Der Film erzählt die Geschichte zwei junger Frauen, die eine polyamoröse Beziehung führen. Das Preisgeld wurde gestiftet von der Stadt Rostock sowie dem Land Mecklenburg-Vorpommern.

OstseeFiSH | Sonderpreis mit dem Schwerpunkt Nachhaltigkeit

In diesem Jahr stiftete die Ostseestiftung in der Kategorie OFFshorts den Sonderpreis „OstseeFiSH“ für einen Film der sich mit dem aktuellen Zustand unserer Welt auseinandersetzt und wichtige Zukunftsfragen aufwirft. Den mit 1.000 € dotieren Preis gewann Anita Kremm aus Tallin in Estland für ihren Experimentalfilm „Daysteps“.

Der Wettbewerbsübergreifende Publikumspreis

Alle Wettbewerbsfilme hatten außerdem die Chance, den Publikumspreis zu gewinnen. Das Preisgeld hierfür setzt sich aus Spenden sowie den Erlösen aus den Onlinetickets zusammen. Über eine Onlineabstimmung konnte Zuschauende über die Preisvergabe abstimmen. Gewinnerinnen des Publikumspreises sind Carina Krause, Carla Mietzner und Anna Schorpp aus Wasungen mit dem Animationsfilm „Contagious Loneliness“. Das Preisgeld beträgt 933,30 €.

Vier Festivaltage – vier Streamingkanäle

Unter dem Motto FiSH strahlt aus konnte das Festivalprogramm mit Unterstützung von dive in. Programm für digitale Interaktion der Kulturstiftung des Bundes neue Möglichkeiten der Online-Festivaldurchführung umsetzen. Hierzu wurden insgesamt vier Streamingkanäle mit dem gesamten Wettbewerbsprogramm und mehr als 130 Einzelbeiträge bestehend aus Kurzfilmen, Musikvideos, Konzertmitschnitten, Talk Show, Quiz-Formaten und Morningshows angeboten. Insgesamt wurden mehr als 6.000 Streams gezählt.

Quelle: FiSH Filmfestival, Foto: Patrick Hinz

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