FISH 2015 – Rostocker Filmfestival im Stadthafen
Der junge deutsche Film und andere cineastische Entdeckungen beim Rostocker Filmfestival im Stadthafen vom 23. bis 26. April 2015
21. April 2015, von Stefanie
„Spannung, Verrat, Erotik, Spezialeffekte – der Film, den Sie schon immer sehen wollten.“ Das verspricht der Trailer zum Film „Angriff der bluthungrigen Killerkraken“ von Paul Dorloff. Doch leider gibt es den Film (noch) nicht. Es handelt sich um einen Fake-Trailer, der Lust auf FISH 2015 machen soll. Vom 23. bis 26. April trifft sich nämlich wieder die junge deutsche Filmszene in Rostock.
Am Donnerstag geht es los mit der Verleihung des Medienkompetenzpreises, dem offiziellen FISH Empfang und vier Filmpremieren der „Rostocker Schule“ im Fantasiazelt im Stadthafen. Erst am Wochenende haben die Filmemacher um Karsten Kranzusch beim Filmfest Dresden den Publikumspreis abgeräumt.
Das Herzstück des Festivals ist jedoch der bundesweite Kurzfilmwettbewerb „Junger Film“. „Fast 500 Filme aus ganz Deutschland wurden eingereicht. Die Jury hat eine Woche gebraucht, um davon 35 auszuwählen“, berichtet Patrick Hinz vom Organisationsteam. „Die Besonderheit sind die offenen Filmgespräche der Jury in Anwesenheit der Filmemacher und des Publikums.“ Kurzspielfilme, Experimentalfilme und Dokumentationen haben die fünf- bis 27-jährigen Filmemacher produziert und sich dabei in diesem Jahr insbesondere mit Themen wie Asylpolitik, Migration, aber auch Abschied und Tod befasst, gibt Patrick Hinz einen Programmeinblick. Die Filme laufen ab Freitag 14:30 Uhr im MAU in mehreren Blöcken bis Samstagnachmittag. Am Abend findet dann die Preisverleihung mit Mecklenburg-Vorpommerns Kultusminister Mathias Brodkorb statt.
Als weiterer hochrangiger Gast wird die finnische Botschafterin Päivi Luostarinen erwartet. Finnland ist in diesem Jahr Gastland des FISH und hat beinahe 30 Filme eingereicht. Neun Filme werden im Gastlandfenster Off Suomi gezeigt und bei den Sehsternen – ein Programmblock, der sich hauptsächlich Filmen aus und über Mecklenburg-Vorpommern widmet, erläutert Festivalleiterin Henrike Hübner. Aber auch Musikdokumentationen und der Oscar prämierte Film „Ida“ des polnischen Regisseurs Paweł Pawlikowski flimmern über die Leinwand im LiWu, in der Frieda 23 oder im Fantasiazelt.
Mecklenburg-Vorpommerns Musikvideowettbewerb und drei Workshops rund um Musik im Film sowie Filmpartys und ein Frühstücksbuffet runden das diesjährige FISH-Programm ab, das am Sonntag mit der Matineevorstellung „Als wir träumten“ von Andreas Dresen enden wird.
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