Nach Germania-Pleite trifft BMI-Aus den Flughafen Rostock-Laage erneut
Nach der Germania-Pleite stellt nun auch die britische Fluggesellschaft Fly BMI ihren Betrieb ein – damit entfällt die letzte Linienverbindung von Rostock nach München
16. Februar 2019, von Olaf
Nachdem die Berliner Fluggesellschaft Germania vor knapp zwei Wochen Insolvenz beantragt und ihren Flugbetrieb eingestellt hat, trifft es nun die britische Regional-Airline Fly BMI (vormals BMI Regional). Wie am Abend bekannt wurde, hat die Fluggesellschaft ihren Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt und wird Insolvenz beantragen.
„Schweren Herzens haben wir diesen unvermeidbaren Schritt heute gemacht“, erklärte ein Sprecher von British Midland Regional Limited auf der Website und führte neben gestiegenen Kerosinkosten auch die Unsicherheiten durch den bevorstehenden Brexit an.
Für den Flughafen Rostock-Laage ist dies nach der Germania-Pleite die nächste Hiobsbotschaft. Zum Jahreswechsel hatte Flybmi bereits die Verbindung Rostock-Stuttgart eingestellt. Nun trifft es auch die Strecke nach München, die bislang zweimal täglich bedient wurde. Damit entfällt die letzte verbliebene Linienverbindung von und nach Rostock-Laage. 38.439 Passagiere hat die Airline im Jahr 2018 lt. Flughafen von und nach München befördert.
Dies dürfte auch auf die Flughafen-Mitarbeiter weitere Auswirkungen haben. Bereits nach der Insolvenz von Germania, die fast jeden zweiten Passagier am Rostocker Airport beförderte, wurde für einen Großteil der Beschäftigten rückwirkend zum 1. Februar Kurzarbeit angeordnet.
„Der Flugbetrieb am Flughafen Rostock-Laage ist weiterhin sichergestellt“, heißt es in einer Stellungnahme der Flughafen Rostock-Laage-Güstrow GmbH vom Sonntagnachmittag: „Der Flughafen ist und bleibt betriebsbereit und ist damit wichtigster Standort für Flüge nach Mecklenburg-Vorpommern. Für Schulungsflüge, Flüge der allgemeinen Luftfahrt, Charter Flüge von Reiseveranstaltern und für Ad-hoc–Charter für Wirtschaft oder Tourismus ist der Flughafen täglich geöffnet.“
„Wir gehen zum jetzigen Zeitpunkt davon aus, dass mittelfristig die erfolgreiche Strecke von Rostock nach München durch eine andere Airline ersetzt werden kann und damit der Geschäftsreisebetrieb für die Unternehmen der Region wieder sichergestellt wird“, erklärt Dörthe Hausmann, Geschäftsführerin des Flughafens Rostock-Laage.
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