Hansa Rostock will wieder vor Fans spielen

Trotz Corona-Pandemie möchte Fußball-Drittligist Hansa Rostock im heimischen Ostseestadion wieder vor Fans spielen – die ersten 777 Fans sollen im Ost-Derby gegen Halle dabei sein

12. März 2021, von
Hansa Rostock will wieder vor Fans spielen (Foto: Archiv)
Hansa Rostock will wieder vor Fans spielen (Foto: Archiv)

Hansa Rostock möchte wieder vor Fans spielen. Bereits am Samstag, dem 20. März, sollen im Ost-Derby gegen den Halleschen FC wieder 777 Zuschauer ins Ostseestadion dürfen, wie der Vorstandsvorsitzende Robert Marien heute Nachmittag bekanntgab.

Okay vom Gesundheitsamt, Landesregierung muss entscheiden

Im Rahmen des „Pilot Rostock“ haben sich neben Hansa Rostock die Basketballer der Rostock Seawolves sowie die Handballer vom HC Empor gestern mit Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) und dem Gesundheitsamt getroffen.

Das Rostocker Gesundheitsamt habe bereits mitgeteilt, dass das vom Verein vorgelegte Konzept positiv beschieden wird, erklärt Marien. Heute wurde der Antrag an die Landesregierung gestellt, die voraussichtlich in ihrer Kabinettssitzung am Dienstag darüber entscheidet.

Drei Personengruppen mit verschiedenen Teststrategien

Um Erkenntnisse zu sammeln, werden die Fans in drei verschiedene Gruppen eingeteilt, für die es unterschiedliche Teststrategien gibt.

Für die Besucher der Nordtribüne sollen Teststraßen auf dem Nordvorplatz gebaut werden. Ab zwei Stunden vor dem Spiel sollen sie dort in Timeslots getestet werden.

Fans der Westtribüne sollen bereits am Vormittag in eigenen Abstrichzentren in der Breiten Straße, im KTC sowie am Stadion getestet werden. Man möchte wissen, ob sich die Fans lieber vor dem Spiel im Abstrichzentrum oder direkt am Stadion testen lassen möchten, begründet Marien die verschieden Strategien.

Für die VIPs gibt es Drive-In-Tests. Sie werden im Auto getestet und verbleiben bis zum Ergebnis in ihrem Fahrzeug.

Alle Dauerkartenbesitzer aus Rostock dürfen ins Stadion

Zum Ost-Derby gegen Halle dürfen alle Dauerkartenbesitzer ins Ostseestadion, die in Rostock wohnen. Eine Verlosung soll es nicht geben. Daraus resultiert auch die Zahl von etwa 777 Fans.

Kosten für Corona-Schnelltests trägt der Verein

Die Kosten für die Corona-Schnelltests werden bei diesem ersten Feldversuch von Hansa Rostock getragen. „Wir werden diese Kosten nicht an unsere Dauerkartenbesitzer weitergeben“, so Marien.

Möglicherweise könnten eigene Tests später durch die vom Bund angekündigten kostenlosen Schnelltests ersetzt werden, hofft der Hansa-Chef.

Langfristig deutlich mehr Zuschauer ins Stadion

Die gegen Halle geplanten 777 Zuschauer sollen „nur der erste Aufschlag“ sein, so Marien. „Unser Ziel ist natürlich, deutlich mehr Leute ins Stadion zu holen.“ Dass es erstmal weniger sind als die 3.000 Fans, die im Raum standen, liege einerseits an den noch fehlenden Schnelltestzentren.

Andererseits wolle man auch nicht riskieren, dass die Inzidenz durch das Hansa-Spiel so stark steigt, dass Rostock andere Lockerungen wieder zurücknehmen muss. „Das hat auch was mit Verantwortung zu tun“, so Marien. Man wisse nicht, wie viele positive Tests es bei 3.000 Zuschauern geben wird. „Wir möchten nicht“, sagt der Hansa-Chef, „dass die ganze Kröpeliner Straße und alle Friseurläden wieder dicht machen müssen, bloß weil der FC Hansa bzw. die Rostock Seawolves jeweils eine Veranstaltung abgehalten haben.“

Luca-App wird empfohlen, ist aber nicht verpflichtend

Hansa Rostock empfiehlt den Fans die Luca-App zu benutzen, verpflichtend ist sie jedoch nicht. In den einzelnen Sektoren sollen QR-Codes ausgelegt werden. Auch in diesem Bereich wolle man Erfahrungen sammeln, sagt Marien. „Wie viele Fans nutzen dann wirklich diese Luca-App?“

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3 Kommentare

  • Michel B. sagt:

    Wenn nur 777 Fans ins Ostssestadion dürfen, wie kann man hier in den Artikel schreiben all dürfen ins Stadion die eine Jahreskarte haben.

    7500 Jahreskarten wurden für die Saison 2020/2021 verkauft.

    Zitat..: Alle Dauerkartenbesitzer aus Rostock dürfen ins Stadion…!

    Wenn nur 777 Fans in Stadion dürfen. 6723 Fans bleiben den draußen.?

    Der Artikel ist mehr als irreführend, ist ja nicht das erstmal in den Medien.

  • Rostock-Heute sagt:

    Es düften ja auch sehr viele Nicht-Rostocker Dauerkarten gekauft haben.

    Es dürfen alle *aus Rostock* rein, also alle Dauerkartenbesitzer, die in Rostock wohnen/gemeldet sind – so wurde es gesagt und so steht es auch oben im Artikel.

  • Basti sagt:

    ich wohne in rostock und habe eine e-mail bekoimmen, mein bruder aus dem landkreis nicht.

    könnte also tatsächlich genauso sein, wie es im artikel steht, keine ahnung wie viele dauerkarteninhaber direkt in rostock wohnen

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