
9.700 Zuschauer sehen beim Flutlichtspiel in der DKB-Arena eine im Vergleich zur Duisburg-Partie auf lediglich einer Position veränderte Rostocker Startelf. Für Julian Jakobs steht erstmals Manfred Starke von Beginn an auf dem Platz.
Arge Personalprobleme plagen auch die Gäste. Wie Cheftrainer Milan Sasic nach der Begegnung erklärte, habe er 40 Minuten vor Spielbeginn nicht gewusst, ob sein Team mit nomineller Sturmspitze ins Spiel gehen könne. Nach dem Ausfall von Markus Hayer, Maurice Deville und Marcel Ziemer muss sich der mit Knöchelverletzung fit-gespritzte Thomas Rathgeber als letzter Etat-mäßiger Stürmer zum Spielende zunehmend durch die Partie quälen.
So verwundert es wenig, dass die Gäste von Beginn an tief stehen und auf Konterchancen lauern. Hansa kann sich schnell eine optische Überlegenheit erarbeiten, doch schönen Kombinationsfußball gibt es nur selten zu sehen. So ist das Spiel der Rostocker wie so oft von vielen hohen, weiten Bällen geprägt und wirklich torgefährlich wird es nur selten.
Ein schneller Konter der Gäste markiert in der 18. Minute deren erste und einzige Möglichkeit. Nach einem Pass von Christian Eggert kommt Raffael Korte zum Schuss - Hansa-Keeper Johannes Brinkies kann jedoch zur Ecke klären. Auf der Gegenseite scheitert Halil Savran nach einer Flanke von Nikolaos Ioannidis an Gäste-Keeper Timo Ochs (23. Minute). Ein Eckball von Manfred Starke leitet in der 39. Minute die nächste Chance ein, Steven Ruprecht köpft jedoch knapp am Pfosten vorbei. Das Hansa-Spiel wirkt insgesamt wenig gefällig, wenig zwingend und so geht es trotz deutlicher Überlegenheit torlos zum Pausentee.

In der 67. Minute ist es erneut Saarbrückens Schlussmann, der die Gäste vor dem Rückstand bewahrt, als er einen Distanzschuss von Noёl Alexandre Mendy über den Querbalken zur Ecke lenken kann. Fünf Minuten später kommt Ioannidis am Elfmeterpunkt an den Ball. Völlig frei stehend scheitert jedoch auch er an Gäste-Keeper Ochs.

„Ich bin in erster Linie erstmal froh, dass wir kein Gegentor bekommen haben, dass wir in beiden Halbzeiten so gut wie gar nichts zugelassen haben“, resümiert Hansa-Trainer Andreas Bergmann nach dem Spiel. „Wir hatten drei, vier wirklich interessante Möglichkeiten“, so Bergmann, „dementsprechend ist man unzufrieden, dass man den Sieg nicht eingefahren hat.“ Zumindest mit der Einstellung seiner Spieler zeigte sich der Coach jedoch zufrieden.
Mit 15 Punkten steht Hansa Rostock vor den restlichen Begegnungen des Spieltages auf dem 13. Tabellenplatz. Am Sonntag muss das Bergmann-Team im Landespokal beim FSV Kühlungsborn antreten. In der 3. Liga geht es für die Hansa-Kogge am 19. Oktober bei den Stuttgarter Kickers weiter.

keine
Aufstellung, FC Hansa Rostock:
Johannes Brinkies (Torwart)
Noёl Alexandre Mendy, Steven Ruprecht, Sebastian Pelzer, Shervin Radjabali-Fardi
Leonhard Haas, Tommy Grupe
Julian Jakobs (David Blacha, ab 79. Minute), Manfred Starke
Halil Savran, Nikolaos Ioannidis
Fotos: Joachim Kloock