Jakobiplatz bald ohne Graffiti?

Das Grünamt will den Jakobiplatz ab nächstem Frühjahr komplett von Graffitis befreien

17. September 2012, von
Jakobiplatz in Rostock
Jakobiplatz in Rostock

Intensiv will das Rostocker Grünamt ab nächstem Frühjahr gegen die Graffitis auf dem Jakobiplatz vorgehen. „Wir wollten es dieses Jahr eigentlich schon in Angriff nehmen, aber das Geld reicht nicht“, sagt Jan Eisenberg, Abteilungsleiter für Grünanlagenunterhaltung.

Nun soll eine Firma im nächsten Frühjahr den ganzen Jakobiplatz von innen und außen komplett von Graffitis befreien. Knapp 10.000 Euro soll es kosten.

Aber sind die Sprayereien denn nicht ruckzuck wieder da? Nicht zuletzt wegen dieser Befürchtung habe auch das Grünamt diese Arbeit in den letzten Jahren immer wieder vor sich hergeschoben, so Eisenberg.

Graffiti auf dem Jakobiplatz
Graffiti auf dem Jakobiplatz

Doch nun möchte das Grünamt für 1.700 Euro pro Jahr einen Pflegevertrag mit dieser Firma eingehen. Dadurch sollen auf Zuruf das ganze Jahr über, wochennah die Graffitis beseitigt werden. „Wir haben die Hoffnung, dass, wenn es immer wieder abgemacht wird, es doch nachlässt“, ist Jan Eisenberg optimistisch.

Hoffnung hat auch der Grünamtsleiter Dr. Stefan Neubauer angesichts des Ärztehauses, das gerade in unmittelbarer Nachbarschaft gebaut wird. „Soziale Kontrolle entsteht, wenn jemand mal aus dem Fenster schaut. Aber damit ist es nicht gelöst. Dann sind sie auf einen anderen Platz“, blickt er auf die Wanderbewegung der Sprayer, die sich zuvor auf dem Universitätsplatz ausgetobt hätten.

Jakobiplatz mit Graffiti
Jakobiplatz mit Graffiti

Seit Jahrzehnten kämpfe das Amt auch gemeinsam mit dem Sozialamt. Doch ob Polizei oder Streetworker – eine erfolgreiche Strategie, um auf die Sprayer einzugehen, habe sich noch nicht gefunden.

„Man müsste sich dazu durchringen, dass man bewusst für sie einen Aufenthaltsraum baut, vielleicht sogar mit ihnen gemeinsam“, hegt Stefan Neubauer eine schwache Hoffnung. Immerhin seien in anderen Stadtteilen auf diese Weise schon kleine Erfolge erzielt worden.

Der Jakobiplatz zwischen Apostel- und Pädagogienstraße wurde 2003 neu gestaltet. Seine Form und Elemente sollen an die Architektur und Ausstattung der Jakobikirche erinnern, die hier einst gestanden hat und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

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