Koggenspringen auf der Hanse Sail 2014

Wasserspringer des WSC Rostock begeistern mit kunstvollen Sprüngen von Bord eines Kraweels im Rostocker Stadthafen

7. August 2014, von
Koggenspringen auf der Hanse Sail 2014
Koggenspringen auf der Hanse Sail 2014

Wasserspringen mal anders. Zur 24. Hanse Sail haben die Mitglieder des Wasserspringerclubs ihre Badehosen und -anzüge eingepackt und sind in den Rostocker Stadthafen gekommen. Neun ausgewählte Sportler des WSC wagten den mutigen Sprung vom Schiff in das blaue Nass der Warnow – nicht wie traditionell vom Sprungturm im Schwimmbad.

Bereits das neunte Mal sind die Wasserspringer des WSC Rostock bei der Hanse Sail mit dabei. Entstanden ist die Idee 2003. Die Fryderyc Chopin war das erste Schiff, von dem die Sportler springen durften. Dieses Jahr konnten sie auf der Lisa von Lübeck (ein Nachbau eines Kraweels, das wie die Kogge zur Zeit der Hanse die Meere befuhr) ihr Talent unter Beweis stellen.

Koggenspringen von der Lisa von Lübeck, ein Kraweelnachbau
Koggenspringen von der Lisa von Lübeck, ein Kraweelnachbau

Mehrmals in der Woche trainieren die Wasserspringer im Springerbecken der Neptun-Schwimmhalle, um Auftritte wie den heutigen meistern zu können.

Das wollten sich auch zahlreiche Besucher der Hanse Sail nicht entgehen lassen. Trotz kleiner Regenschauer haben sich viele wasserfeste Schaulustige bei der Silo-Halbinsel versammelt, um die Koggenspringer mit Klatschen und Jubelrufen anzufeuern.

Die leichte Brise und der Regen konnten die mutigen Wasserspringer nicht davon abhalten, ins kühle Wasser der Warnow zu springen. „Wasserspringer werden immer nass, Regen stört da also gar nicht“, scherzte der Moderator am Anfang der Veranstaltung.

Wasserspringer vom WSC Rostock trotzen dem Regen im Rostocker Stadthafen
Wasserspringer vom WSC Rostock trotzen dem Regen im Rostocker Stadthafen

Nach einer kurzen Vorstellung und ein paar letzten Aufwärmübungen ging es um 18 Uhr dann auch endlich los. Die kleinsten Teilnehmer zeigten keine Scheu und sprangen als Erste gekonnt ins Wasser. Es folgten weitere abwechslungsreiche Kunststücke. Von Vorwärtssprüngen, Rückwärtssprüngen, Saltodrehungen bis hin zu Synchronsprüngen war alles dabei. Drei bis vier Meter kann es bei einem Sprung dieser Art in die Tiefe gehen. „Alles sicher“, garantiert Andreas Kriehn, Vorsitzender des WSC Rostock. „Das Gebiet wurde vor der Veranstaltung abgetaucht.“

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