Nachwuchs bei den Litschi-Moorantilopen im Rostocker Zoo

Das am 19. April 2013 geborene Litschi-Moorantilopenmädchen ist bereits mit ihrer Mutter im Außenbereich unterwegs, in ein paar Tagen bereichern drei Thomsongazellen aus dem Leipziger Zoo die Historische Huftieranlage

9. Mai 2013
Gut behütet  wächst die kleine Litschi-Moorantilope auf der Historischen Huftieranlage auf
Gut behütet wächst die kleine Litschi-Moorantilope auf der Historischen Huftieranlage auf

Drei Thomsongazellen aus dem Leipziger Zoo werden bald auf der Historischen Huftieranlage zu beobachten sein. Der vierjährige Bock und seine sechs Monate alten Söhne gewöhnen sich gegenwärtig noch in der Stallanlage an ihr neues Umfeld und sollen in Kürze mit den Pferdeantilopen und Litschi-Moorantilopen zusammengeführt werden. Schon jetzt kann das am 19. April 2013 geborene Litschi-Moorantilopenmädchen im Außenbereich beobachtet werden.

Die Kleine läuft inzwischen mit der Moorantilopen-Gruppe mit und folgt aufmerksam ihrer Mutter. Sie hält sich gern in der Nähe des Wassers rund um den Besucherbereich auf. Sie wiegt etwa 12 kg und die Entwicklung verläuft altersgemäß völlig normal. Die Gruppe besteht jetzt insgesamt aus einem männlichen und vier weiblichen Tieren sowie dem Jungtier. Auch bei den Pferdeantilopen gab es am 15. Februar nach vier Jahren Pause Nachwuchs, der nun auf den Namen Kibibi getauft worden ist.

11 Antilopen, drei Gazellen und ein Paar Grauhalskronenkraniche

Zu den fünf Pferdeantilopen und sechs Litschi-Moorantilopen werden in ein paar Tagen die drei Thomsongazellen stoßen. Die Gazellen sind von Natur aus eher schreckhafte Tiere. Sobald ihnen der Stall vertraut vorkommt, können sie in einer nächsten Etappe das Vorgehege sowie dann die Außenanlage kennenlernen. Die nach dem schottischen Afrikaforscher Joseph Thomson benannte bekannteste Gazellenart lebt vor allem in den in den ostafrikanischen Staaten Kenia und Tansania.

Litschi Mooerantilpen Gruppe mit Nachwuchs im Rostocker Zoo
Litschi Mooerantilpen Gruppe mit Nachwuchs im Rostocker Zoo

Somit wird es künftig drei Arten von Hornträgern auf der Historischen Huftieranlage zu sehen geben. „Durch das Halten von mehreren Tierarten in einem Gehege werden natürliche Verhaltensweisen gefördert“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Gleichzeitig kann dem Besucher die Vielfalt des Lebens in naturnahen Lebensräumen vermittelt werden. Insbesondere in der Fortpflanzungszeit kann es dabei auch schon mal zu Revierstreitigkeiten oder Problemen unter den Böcken verschiedener Arten kommen. Das ist auch im Freiland so und gehört zum natürlichen Verhaltensspektrum“, so Zimmermann. Die Huftieranlage, auf der noch ein Paar Grauhalskronenkraniche lebt, ist jedoch großflächig konzipiert, so dass es Möglichkeiten zum Rückzug gibt.

Im Oktober 2010 wurde die neu gestaltete und 7.000 Quadratmeter große Huftieranlage im Rostocker Zoo wieder eröffnet. Die Rekonstruktion erfolgte unter Berücksichtigung des geschichtlich gewachsenen Umfeldes von Eichenallee, Dahlienquartier und Rhododendrenhain. Dabei wurde die Form des Tiergeheges und des historischen „Hirschhauses“ erhalten, die Zäune entfernt und eine Besucherplattform errichtet. Gräben bilden heute eine natürliche Abgrenzung und vermitteln den Zoogästen das Gefühl, durch den Hirschgarten zu spazieren. Mit diesen Maßnahmen verbessert der Zoo Rostock kontinuierlich die Bedingungen für die Haltung der Tiere und bietet dem Publikum eine natur- und erlebnisnahe Atmosphäre.

Quelle: Zoo Rostock, Fotos: Mario Schilling

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