Zoo Rostock: Marabus sind in die Afrika-WG eingezogen

Geflügelte Untermieter auf der Historischen Huftieranlage haben sich unter Pferdeantilopen, Litschi-Moorantilopen und Thomsongazellen gut eingelebt

8. Oktober 2013
Marabus auf der Historischen Huftieranlage im Zoo Rostock
Marabus auf der Historischen Huftieranlage im Zoo Rostock

Da staunten die Pferdeantilopen und Litschi-Moorantilopen sowie die Thomsongazellen – wer sind denn die beiden Neuen in ihrem Revier? Seit kurzem stolzieren zwei langbeinige Vögel mit markantem Aussehen über ihr Gelände. Dabei handelt es sich um zwei Marabus aus Tansania. „Die Marabus haben sich hervorragend eingelebt und kommen mit allen Bewohnern gut klar“, sagte Kuratorin Antje Zimmermann. „Die weiträumige Anlage bietet auch ausreichend Ausweichmöglichkeiten, falls es einmal zu Meinungsverschiedenheiten kommen sollte.“

Damit hält der Rostocker Zoo erstmals Marabus. Der Zuwachs kam am 12. September aus dem Stadtpark Mannheim. Das genaue Alter der männlichen Vögel ist unbekannt, da sie bereits 1993 als junge erwachsene Tiere aus Tansania nach Deutschland kamen. Der natürliche Lebensraum der Aasfresser sind die Savannen und Sümpfe südlich der Sahara. Marabus gehören zur Familie der Störche und weisen mit bis zu drei Metern eine beachtliche Flügelspannweite auf. Mit ihrem 35 cm langen Schnabel können sie verendete Tiere bearbeiten und auffressen. Neben toten Tieren stehen auch Insekten, Fische oder kleine Wirbeltiere und Vögel auf ihrer Speisekarte. „In Rostock erhalten sie vorwiegend Süßwasserfische, zurzeit hauptsächlich Rotfedern, pro Tier fünf bis acht Fische täglich“, so Antje Zimmermann. Marabus können im Zoo bis zu 40 Jahre alt werden.

Zur Afrika-WG auf der Historischen Huftieranlage gehören jetzt sechs Pferdeantilopen, sechs Litschi-Moorantilopen und zwei Thomsongazellen. Durch die Vergesellschaftung von mehreren Tierarten in einem Gehege sollen natürliche Verhaltensweisen gefördert werden. Die 7.000 Quadratmeter große Huftieranlage wurde 2010 umfassend modernisiert.

Quelle: Zoo Rostock, Foto: Joachim Kloock

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