Montagsbalkon in der KTV

Eine freie Initiative von Studenten lockt mit kulturellen Beiträgen Schaulustige unter ihrem Balkon in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt

24. Juli 2012, von
Montagsbalkon in der KTV
Montagsbalkon in der KTV

Ein Balkon wird zur Bühne – 10 Mal fand diese geheimnisvolle Verwandlung in den letzten Monaten in der Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) statt. Montags um 21:50 Uhr, also kurz vor der Nachtruhe, brachten künstlerisch ambitionierte Studenten von einem Balkon etwas abendliches Kulturleben auf die Straße. Mit Gedichtrezitationen, Trompetensoli, barocken Arien und Popsongs begeisterten sie unverstärkt zehn Minuten lang ein von Mal zu Mal größer werdendes Publikum.

Denn der Geheimtipp machte bald die Runde. So versammelten sich gestern fast 200 Zuschauer zum „Montagsbalkon“ vor dem Haus, als Florian und Johannes eine selbst komponierte Ballade mit Piano und Gesang präsentierten. Mit Wunderkerzen reagierte das verzückte Publikum, das die sommerliche Atmosphäre der Serenade genoss. Zum Abschluss bedankte sich die Moderatorin, die den Beitrag mit einem sympathischen holländischen Akzent in eine heitere Mini-Playback-Show einbettete, beim Publikum, bei den Künstlern und bei den Nachbarn, die für das große Finale sogar ihre Balkone zur Verfügung gestellt hatten. Um 22 Uhr wurde schließlich das blaue Banner, das auf den Montagsbalkon hinweist, zum letzten Mal eingerollt und der angefallene Müll eingesammelt.

Schlagwörter: Kröpeliner-Tor-Vorstadt (211)Kultur (39)Studenten (141)

Das könnte dich auch interessieren:

2 Kommentare

  • C.B. sagt:

    Meint ihr wirklich wir als Anwohner werden das dieses Jahr wieder dulden?????

    Wir haben schulpflichtige Kinder die ihren Schlaf brauchen….
    Dieses Jahr soll das ganze ja schon 21:40 uhr stattfinden….

    Eine Genehmigung werden diese Studenten (gekürzt, Red.) ja wohl nicht haben….

  • Patrick sagt:

    Liebe/r C.B.
    Nun halte aber mal die Luft an. WIR Anwohner fanden es eine ganz tolle Initiative und können es nur schwer nachvollziehen, dass einige wenige Stänkerer auf dem bisschen Kultur herumtrampeln, das Rostock zu bieten hat.

    WIR Anwohner ertragen ja auch die Horden von Hansa-Fans, die zu den Spielen grölend durch die Ulmenstraße ziehen und murren nicht. Also immer schön den Ball flach halten…

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.