500-Kilometer-Navi-Irrfahrt von Polen nach Rostock

Ein 80-jähriger Pole hat sich auf dem Weg zum Zahnarzt total verirrt – statt ins nahe gelegene Breslau führte ihn sein Navi ins 520 km entfernte Rostock

25. Juni 2015
500-Kilometer-Navi-Irrfahrt nach Rostock
500-Kilometer-Navi-Irrfahrt nach Rostock

Auf dem Weg zum Zahnarzt hat sich ein 80-jähriger Pole total verirrt. Der Mann wollte eigentlich von seinem Heimatort ins nahe gelegene Breslau fahren. „Gestrandet“ ist er allerdings im 520 km entfernten Rostock.

Erst als der Tank seines Ford Fiestas leer war, stoppte der 80-Jährige und parkte in Strandnähe vor einem Hotel in Diedrichshagen. Mit einem Kanister machte sich der Rentner auf den Weg zur Tankstelle, wobei er allerdings wiederum die Orientierung verlor. Völlig erschöpft und offensichtlich verwirrt wurde er letztendlich in einer Kleingartenanlage im fünf Kilometer entfernten Ostseebad Nienhagen aufgefunden und der Polizei übergeben.

Die Ermittlungen ergaben, dass der Rentner von den polnischen Behörden bereits als vermisst zur Fahndung ausgeschrieben wurde.

Es stellte sich heraus, dass der 80-Jährige in seiner Heimatstadt am 23.06.2015 um 12:30 Uhr einen Termin beim Zahnarzt hatte, dort jedoch nie angekommen und von seiner Familie bereits verzweifelt gesucht worden war. Irgendwie muss ihn sein Navigationsgerät ins 520 km entfernte Rostock geleitet haben, wo ihn erst der leere Tank seines Kleinwagens stoppte.

Das glückliche Ende der Geschichte: Der Rentner wurde von seinen Söhnen gestern Vormittag im Polizeihauptrevier Bad Doberan abgeholt und sicher wieder nach Hause gefahren. Auch der Ford Fiesta, von dem der 80-jährige nicht mehr wusste, wo er ihn abgestellt hatte, konnte gestern Nachmittag wieder aufgefunden werden. Der Wagen, der die Zufahrt zum Hotel blockierte, musste von einem Abschleppdienst umgesetzt werden. Heute wird auch der Fiesta von den Söhnen zurück nach Breslau gefahren.

Aufgrund der besonderen Umstände in diesem Fall wollen weder das Abschleppunternehmen noch die Polizei dem 80-Jährigen die entstandenen Kosten in Rechnung stellen.

Quelle: Polizeiinspektion Rostock

Schlagwörter: Polizei (3878)

Das könnte dich auch interessieren:

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.