Kunstsammlung des NDR in der Kunsthalle Rostock

Ausstellung „Weite und Licht“ lädt zu einem künstlerischen Rundgang durch norddeutsche Landschaften ein

10. Juni 2012, von
Norddeutsche Landschaften in verschiedenen Formen
Norddeutsche Landschaften in verschiedenen Formen

Dass die Begriffe Rundfunk und bildende Kunst nur scheinbar nicht zusammenpassen, zeigt zurzeit die Rostocker Kunsthalle. Dort kann man seit gestern neben der Ausstellung „Out of Control“ ungefähr 50 Bilder aus der Kunstsammlung des NDR sehen. Unter dem Motto „Weite und Licht“ werden verschiedenste norddeutsche Landschaftsdarstellung aus dem vergangenen Jahrhundert gezeigt.

Die Idee einer Kunstsammlung kam in den 60er Jahren auf. Es befanden sich bereits Bilder in den Büros und Funkhäusern und man beschloss, diese in eine gemeinsame Sammlung zusammenzuführen. Über die Zeit sind so mehr als 150 Bilder gesammelt und angekauft worden, die regelmäßig im Sendegebiet gezeigt werden.

"Weite und Licht" in der Kunsthalle Rostock
"Weite und Licht" in der Kunsthalle Rostock

Aber, wie kann, in Zeiten von Rundfunkgebührenerhöhung und knapper Kassen, überhaupt Kunst gekauft werden? „Heute ist das nicht mehr möglich, die Sammlung in dieser Form besteht seit mehreren Jahren und wurde zuletzt nur durch Dauerleihgaben erweitert“, erzählt Elke Haferburg, die Direktorin des NDR Landesfunkhauses Mecklenburg-Vorpommern, gestern bei der Eröffnung. Trotzdem sei es wichtig, die Bilder zu zeigen und so auch als Förderer der Kultur präsent zu sein.

„Es ist uns nicht möglich, Einrichtungen finanziell zu unterstützen. Wir sehen unsere Hauptaufgabe eher darin, über kulturelles Leben in verschiedenen Facetten zu berichten“, erklärt Elke Haferburg. Zwar seien durch den Ankauf der Bilder früher Künstler und Einrichtungen gefördert worden, doch heute beschränkt sich die Kulturförderung nur noch auf Berichterstattung und Medienpartnerschaften. „Wir sind Medienpartner der Kunsthalle und hoffen durch die aktuelle Ausstellung viele Gäste in das Haus zu locken.“

Elke Haferburg
Elke Haferburg

Ehrenamtlich zuständig für die gesammelten Gemälde ist Dr. Rudolf Großkopff. Er konzipierte auch diese Ausstellung gemeinsam mit dem Team der Kunsthalle. Den Besuchern wird ein Spaziergang durch die Kunstgeschichte geboten, sogar im doppelten Sinne. Beim Gang durch die Kunsthalle begegnen einem Strände und Flüsse, Alleen und Wiesen und nur ganz vereinzelt Tiere und Menschen. Die vielfältigen Farbenspiele und Eindrücke der Landschaften des nördlichen Deutschlands stehen im Mittelpunkt der Darstellung.

Landschaftsvariationen von Peter Redeker
Landschaftsvariationen von Peter Redeker

„Ich bin stolz, so viele bekannte Maler auf einmal in unserem Haus zu haben“, sagte Dr. Jörg-Uwe Neumann von der Kunsthalle. So treffen Mitglieder der Künstlerkolonie Worpswede auf Erich Heckel, Günter Grass, Otto Niemeyer-Holstein und den Rostocker Kunstpreisträger Matthias Wegehaupt. Ebenso vielfältig wie die Landschaften und die darstellenden Künstler ist die Form, in der sie dargeboten werden. Am häufigsten sind Ölbilder und Aquarelle vertreten, aber es gibt auch Linolschnitte, Radierungen und Arbeiten mit Bleistift und Tuschfeder.

Wer jetzt Lust hat, die vielfältigen norddeutschen Landschaften zu erkunden, hat bis zum 15. Juli in der Kunsthalle die Möglichkeit dazu. Der Eintritt ist frei, auch für Besucher, die keine Rundfunkgebühren zahlen. Man kann aber natürlich auch weiterhin die reichhaltige Natur selbst erforschen.

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