Orang-Utan-Baby im Zoo Rostock geboren

Orang-Utan-Dame Dinda (11) hat am Montagmorgen ihr erstes Jungtier im Rostocker Zoo zur Welt gebracht und kümmert sich von der ersten Sekunde an rührend um ihr Baby

10. Februar 2018
Orang-Utan-Dame Dinda mit ihrem noch namenlosen Baby nach der Geburt (Foto: Zoo Rostock/Kerstin Genilke)
Orang-Utan-Dame Dinda mit ihrem noch namenlosen Baby nach der Geburt (Foto: Zoo Rostock/Kerstin Genilke)

Montag früh (5.02.) um 8.15 Uhr war das Glück perfekt. Orang-Utan-Dame Dinda (11) brachte ihr erstes Jungtier zur Welt und kümmerte sich wie ihre ältere Schwester Hsiao-Ning (14) von der ersten Sekunde an rührend um ihr Baby. Großes Aufatmen dann nochmal um 17.45 Uhr, als die Tierpfleger im Darwineum das erste Mal deutliche Sauggeräusche an der Brust der Mutter vernahmen.

„Mutter und Kind sind wohlauf. Die Geburt verlief ohne Probleme. Das Baby hat die Welt mit lautem Geschrei begrüßt“, zeigte sich Kuratorin Antje Zimmermann erfreut und auch erleichtert. „Inzwischen können wir beobachten, dass das kleine Mädchen regelmäßig und gut trinkt. Somit können wir davon ausgehen, dass sich die Mutter-Kind-Beziehung optimal entwickelt. Das Baby könnte ungefähr 1.000 g wiegen, es ist ein sehr kräftiges Baby.“ Vater ist der gebürtige Rostocker Orang-Utan-Mann Sabas (14). „Wann sich Dinda auf der Anlage zeigt und den Besuchern ihr Baby präsentiert, überlassen wir ganz allein der jungen Mutter“, so Antje Zimmermann.

Die Eltern: Neumutter Dinda und Vater Sabas

Dinda kam am 10. Dezember 2015 auf Empfehlung des Koordinators des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) für Orang-Utans aus England in den Rostocker Zoo. Sie wurde am 6. Juli 2006 im Primatenrettungszentrum Monkey World in Wareham/Dorset geboren. Ihr Vater ist Tuan und ihre Mutter RoRo. Dinda ist wie auch ihre Vollschwester Hsiao-Ning eine Handaufzucht. Beide wuchsen zunächst im Orang-Utan-Kindergarten in Monkey World auf, Während Dinda sehr zurückhaltend und scheu ist, hat sich ihre ältere Schwester inzwischen zu einer selbstbewussten Orang-Utan-Dame entwickelt.

Das kleine Orang-Utan-Mädchen schmiegt sich ganz fest an seine Mama (Foto: Zoo Rostock/Kerstin Genilke)
Das kleine Orang-Utan-Mädchen schmiegt sich ganz fest an seine Mama (Foto: Zoo Rostock/Kerstin Genilke)

Die beiden teilen sich nun auch den Vater für ihre Kinder: Ihr Partner Sabas ist der am 24. September 2003 in Rostock geborene Sohn von Sunda und Ejde. Sabas ist auch der Vater von Hsiao-Nings kleiner Niah, die am 24. Juli 2017 im Rostocker Zoo geboren wurde. So konnte Dinda das vergangene halbe Jahr bei ihrer Schwester authentischen „Mutterunterricht“ genießen. Für Sabas als Vater ist es das zweite Jungtier. Die kleine harmonische Gruppe um Jungchef Sabas mit seinen Weibchen Dinda und Hsiao-Ning sowie den Nesthäkchen Niah und Dindas Baby ist somit auf fünf Familienmitglieder angewachsen.

Im Nachbargehege leben Sabas Eltern Sunda (41) und Ejde (37) sowie ihr Kind Surya (4) und Miri (13), die im Frühjahr Nachwuchs von Ejde erwartet. Die Zoobesucher können dann insgesamt vier Jungtiere bei der Aufzucht in der Tropenhalle hautnah erleben.

Zoofreunde können beim Namen mitentscheiden

Surya, Niah und wie soll das dritte Orang-Utan-Mädchen heißen? Die Tierpfleger des Darwineum haben sich dazu schon ausgiebig Gedanken gemacht. Die Entscheidung soll wie schon bei den ersten beiden Jungtieren letztendlich bei den Zoofreunden liegen. Die können in Kürze über die fünf indonesischen Namen aus dem ursprünglichen Herkunftsgebiet der roten „Waldmenschen“ auf der Internetseite www.zoo-rostock.de abstimmen. Zur Auswahl stehen Minah (ehrlich), LinTang (Stern), Santi (zum Wohl), Luh (kleines Mädchen) oder Tanah (Name einer Stadt). Anschließend findet die Verkündigung des gewählten Namens für die jüngste Bewohnerin des Darwineum statt.

Quelle: Zoo Rostock, Foto: Kerstin Genilke

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