Entwürfe für nördlichen Stadteingang im Petriviertel prämiert

Für das 2.500 m² große Grundstück im Petriviertel, unmittelbar am nördlichen Stadteingang, gegenüber der Holzhalbinsel, wurden die Gestaltungsvorschläge prämiert

6. April 2016
Entwurf für nördlichen Stadteingang im Petriviertel (Praeger Richter Architekten GmbH, Berlin)
Entwurf für nördlichen Stadteingang im Petriviertel (Praeger Richter Architekten GmbH, Berlin)

Damit das Petriviertel ein architektonisch, ökologisch und energetisch beispielhaftes Wohngebiet wird, fanden bisher zehn Architekturwettbewerbe sowohl für Hochbau-, aber auch für Kunst- und Freianlagen statt. Der aktuelle elfte Planungswettbewerb befasste sich mit einem rund 2.500 m² großen Grundstück, dass aufgrund seiner Lage besondere Aufmerksamkeit erhält. Unmittelbar am nördlichen Stadteingang, gegenüber der Holzhalbinsel gelegen, sind dort sowohl gewerbliche Nutzung, aber auch Wohnen möglich. Zusammen mit der Bauherrin, der Artrium Haus GmbH, wurden durch die Hansestadt Rostock acht Planungsbüros aus 39 Bewerbungen für eine Teilnahme an dem Realisierungswettbewerb ausgewählt. Zwei weitere Büros konnten durch die Bauherrin gesetzt werden. „Wir haben uns um das Grundstück beworben, weil die Lage für unseren neuen Firmensitz sehr interessant ist und freuen uns, mit dem Planungswettbewerb attraktive Realisierungsvorschläge zu erhalten“, betont Bernd Meier, Geschäftsführer der Gesellschaft.

Das siebenköpfige fachkundige Preisgericht unter dem Vorsitz von Prof. Claus Anderhalten, freischaffender Architekt aus Berlin und Mitglied des Gestaltungsbeirates der Hansestadt Rostock, bewertete insgesamt neun Wettbewerbsbeiträge von Architekturbüros aus Rostock, Köln, Oldenburg, Weimar, Hamburg und Berlin. „Das Preisgericht hat in mehrstündiger konstruktiver Diskussion die drei besten Entwürfe prämiert und für einen Entwurf eine Anerkennung ausgesprochen, welche dadurch überzeugten, dass sie die stringenten städtebaulichen Vorgaben im Petriviertel mit den Nutzungsanforderungen der Bauherrin in Einklang brachten und konsequent umsetzen“, schätzt Claus Anderhalten ein. Neben der städtebaulichen und architektonischen Qualität spielte die Beachtung der durch B-Plan und Gestaltungshandbuch gesetzten Rahmenbedingungen ebenso eine zentrale Rolle wie die Funktionalität und Nutzbarkeit der Grundrisse und der Freiflächen unter den Anforderungen der geforderten Wohn- und Gewerbenutzung.

Nördlicher Stadteingang des Rostocker Petriviertels - Visualisierung der möglichen Bebauung, die den 1. Preis erhalten hat (Praeger Richter Architekten GmbH, Berlin)
Nördlicher Stadteingang des Rostocker Petriviertels - Visualisierung der möglichen Bebauung, die den 1. Preis erhalten hat (Praeger Richter Architekten GmbH, Berlin)

Den ersten Preis erhielt mit einstimmigen Ergebnis der Entwurf von Praeger Richter Architekten GmbH aus Berlin. Er überzeugte vor allem durch regional zurückhaltende, aber interessante Architektur sowie Grundrissangeboten für die Wohnungen, die alle die gute Lage zum Wasser einbeziehen.

Dem zweiten Preisträger, dem Rostocker Architekten André Keipke, gelang mit einer stark differenzierten Architektur und sehr guten Grundrissen eine gute Alternative. Beim 3. Preis vom Boris Enning Architekten, Köln besticht die wohltuende Maßstäblichkeit und Materialität. Die Wohngrundrisse waren aber für den Bauherrn nicht ideal. Die Anerkennung erhielt der Entwurf von Angelis & Partner Architekten mdB aus Oldenburg. Hier wurde der interessante Ansatz der Grundstückausnutzung gewürdigt. Alle Arbeiten werden, einschließlich der Auszüge aus dem Preisgerichtsprotokoll, in den Geschäftsräumen der Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH, Am Vögenteich 26 ausgestellt.

Quelle: Rostocker Gesellschaft für Stadterneuerung, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mbH

Schlagwörter: Bauvorhaben (28)Petriviertel (16)RGS (24)

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2 Kommentare

  • Thomas sagt:

    Das nenne ich mal inspriationsfreie langweilige Architektur … es ist eine Schande! Als wenn Rostock nicht genug Betonklötze hätte. Die Bürger sollte über so etwas entscheiden und nicht irgendwelche selbstverliebten Architekten.

  • Fred sagt:

    Boring architecture may take an emotional toll on the people forced to live in and around it

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