Polizei 2.0: Rostocker Polizeiinspektion jetzt bei Twitter

Am Samstag twittert die Rostocker Polizei Einsatz begleitend zum Fußballspiel des FC Hansa Rostock gegen Rot-Weiß Erfurt

13. Mai 2013, von
Michael Ebert veröffentlicht den ersten Tweet der Polizeiinspektion Rostock auf Twitter
Michael Ebert veröffentlicht den ersten Tweet der Polizeiinspektion Rostock auf Twitter

„Ab heute twittert die #RostockerPolizei Infos zu ihren Einsätzen. Los geht’s zum nächsten Spiel des FCH. Wir freuen uns auf viele Follower.“ Das war der erste Beitrag, den die Rostocker Polizeiinspektion heute Nachmittag beim Microblogging-Dienst Twitter veröffentlichte.

Nachdem bereits im letzten August anlässlich der Veranstaltungen zu „20 Jahre Lichtenhagen“ ein kurzes Versuchsprojekt gelaufen war, will die Polizei nun regelmäßig zu Veranstaltungen wie der Hanse Sail, Fußballspielen des FC Hansa Rostock oder anderen größeren Polizeieinsätzen twittern.

„Wir haben erkannt, dass wir bestimmte Zielgruppen über die Presse und andere althergebrachten Medien nur noch bedingt erreichen“, begründet der Leiter der Polizeiinspektion Michael Ebert diesen Schritt ins soziale Online-Netzwerk. Nach der Polizei in Kaiserslautern und der Landespolizei in Baden-Württemberg gehört die Rostocker Polizei zu den ersten, die sich dieses Kommunikationsmittels bedienen.

Transparenter, schneller und interaktiver sollen die Mitteilungen über polizeiliche Einsätze die Veranstaltungsbesucher und andere interessierte Follower erreichen. Informationen zu Verkehrseinschränkungen, aber auch Suchmaßnahmen sollen auf diesem zusätzlichen Weg verbreitet werden.

Personenbezogene Daten (beispielsweise von vermissten Personen) werden durch den Twitter-Dienst nicht veröffentlicht. Diese sind nur auf eigene Seiten zu finden, zu denen verlinkt wird. Auch Strafanzeigen, Zeugenhinweise und Notrufe werden aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht über Twitter entgegengenommen. Hier verweist die Polizei auf die Notrufnummer 110 und die Internetwache www.polizei.mvnet.de.

Wichtiger als Schnelligkeit ist für die Beamten jedoch die Validität der Informationen. Gerade bei größeren Einsätzen kann es eine Weile dauern, bis zuverlässige Auskünfte möglich sind, erklärt Michael Ebert. Aber auch bei brisanten Situationen wie bei Auseinandersetzungen, die noch andauern, wird sich die Polizei vorbehalten, erst im Nachgang darüber zu informieren, um nicht weitere konfliktbereite Menschen anzulocken.

Auch wenn die Polizei in ihren Tweets einen vergleichsweise lockeren Umgangston anschlägt und ihre Follower duzt, legt sie Wert auf ein faires Miteinander ohne Beleidigungen oder Diskriminierungen. „Das Internet ist kein rechtsfreier Raum“, betont Michael Ebert. „Strafrechtlich relevantes Verhalten werden wir auch im Internet konsequent verfolgen.“

Die Leiter der Polizeiinspektion betont: „Das ist auch für uns ein Lernprozess.“ Herkömmliches Behördendeutsch mit seinen für Laien rätselhaften Abkürzungen in 140 Zeichen verständlich zu formulieren, daran müssen sich die Mitarbeiter in der Einsatzorganisation erst noch herantasten.

Am Samstag, den 18. Mai kommuniziert die Rostocker Polizei erstmalig Einsatz begleitend zum Fußballspiel von Hansa Rostock gegen den FC Rot-Weiß Erfurt via Twitter.

Zu finden ist die Polizei Rostock bei Twitter unter dem Usernamen: @Polizei_Rostock oder direkt über den Link www.twitter.com/polizei_rostock.

Schlagwörter: Internet (32)Polizei (2994)

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1 Kommentar

  • Susanne Ebert sagt:

    Schön, nun bin ich auch bei Twitter

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