„Stopp dem Diebstahl!“ – Aktion gegen Autoknacker

Polizei und Hansestadt Rostock gehen neue Wege im Kampf gegen Diebstähle aus Kraftfahrzeugen

6. Juli 2011, von
Stopp dem Diebstahl - Aktion gegen Diebstähle aus Kraftfahrzeugen
Stopp dem Diebstahl - Aktion gegen Diebstähle aus Kraftfahrzeugen

My car is my castle! Wer ein gepanzertes Fahrzeug fährt, muss sich kaum Gedanken machen, wenn Handtasche oder Kamera einmal versehentlich auf dem Sitz liegen bleiben.

Für Otto Normalbürger sieht es da schon schlechter aus: Seit Jahresbeginn sind die Diebstahlsdelikte aus Kraftfahrzeugen in der Hansestadt deutlich angestiegen. Wurden im Vorjahreszeitraum noch 201 Fälle registriert, so gab es im ersten Quartal 2011 insgesamt 308 Fahrzeugaufbrüche – eine Steigerung um gut 50 Prozent. 27 Fahrzeuge brachen Autoknacker allein am Pfingstwochenende auf.

Entwendet wurden dabei Gepäck, Handtaschen, Kameras oder Navigationsgeräte. „Alles, was ein wenig wertintensiver erscheint, lockt die Diebe an“, erklärt Yvonne Hanske, Pressesprecherin der Rostocker Polizei. Teilweise würden Fahrzeuge sogar aufgebrochen, wenn von außen lediglich die Halterung der Navis erkennbar ist.

Stopp dem Diebstahl - Polizeioberrat Michael Ebert und OB Roland Methling montieren das erste Schild
Stopp dem Diebstahl - Polizeioberrat Michael Ebert und OB Roland Methling montieren das erste Schild

Dieser Entwicklung wollen Polizei und Hansestadt jetzt entgegen wirken. An 22 besonders betroffenen Parkplätzen im Bereich Warnemünde, Markgrafenheide, Hohe Düne sowie in der Rostocker Innenstadt werden insgesamt 50 Schilder aufgestellt. Sie sollen die Insassen daran erinnern, keine Wertsachen im Auto zu lassen und ihr Fahrzeug zu verschließen.

Zusammen mit Polizeioberrat Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock, gab Oberbürgermeister Roland Methling heute den symbolischen Startschuss für die neue Präventionsaktion. Auf dem Parkplatz neben dem Speicher im Stadthafen montierten sie gemeinsam die erste Hinweistafel.

Insgesamt 1.200 Euro investiert die Hansestadt in die Aktion. „Die Urlauber sollen positive Eindrücke aus Rostock mitnehmen und nicht mit kaputten Fahrzeugen und der Erinnerung an geklaute Wertgegenstände nach Hause fahren“, so Methling.

Polizeioberrat Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock
Polizeioberrat Michael Ebert, Leiter der Polizeiinspektion Rostock

„Der Parkplatz im Stadthafen ist einer der Schwerpunkte, was die Diebstähle aus Kraftfahrzeugen betrifft“, erklärt Polizeihauptkommissarin Hanske. Die großen Stellflächen in Warnemünde gehören ebenfalls dazu, Spitzenreiter in negativer Hinsicht ist der Parkplatz am Güterbahnhof in der Alten Bahnhofstraße. „Aber auch hier in der Innenstadt haben wir leider gut zu tun“, so Hanske.

Erfahrungsgemäß werden vor allem Fahrzeuge aufgebrochen, in denen Taschen, Navigationsgeräte oder Handys sichtbar zurückgelassen werden. Zimperlich gehen die Diebe dabei kaum vor. „Meist wird ein Nothammer oder ein Stein verwendet, um die Scheiben einzuschlagen“, erklärt Polizeichef Ebert. Zum Verlust der Wertgegenstände kommt somit meist noch ein erheblicher Schaden am Fahrzeug hinzu.

„Wenn Wertgegenstände überhaupt im Fahrzeug bleiben, dann im Kofferraum, nicht sichtbar im Fahrzeug“, betont Ebert und rät dazu, „nicht erst auf dem Parkplatz umzuladen.“ Jeder kann im eigenen Interesse etwas zur Vermeidung von Straftaten beitragen – dafür soll die Aktion sowohl Gäste als auch Bewohner sensibilisieren, so Ebert.

Schlagwörter: Fahrzeugaufbruch (37)Polizei (3484)Roland Methling (53)Verkehr (387)

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