Zivilstreife bei Gelb angehupt und dann bei Rot gefahren

Erstaunliches haben die Beamten festgestellt, die am Wochenende in zivilen Fahrzeugen auf Kontrollfahrt waren

5. März 2012
Telefonierend, ohne Führerschein oder hupend bei Rot über die Ampel - die Polizei hat am Wochenende Erstaunliches festgestellt
Telefonierend, ohne Führerschein oder hupend bei Rot über die Ampel - die Polizei hat am Wochenende Erstaunliches festgestellt

Angehupt wurden die Beamten in Zivil, als sie bei „Gelb“ an einer Ampel in der Rostocker Innenstadt stoppten. Der Fahrer eines Transporters hatte es augenscheinlich sehr eilig. Er umfuhr das haltende Zivilfahrzeug und passierte den Kreuzungsbereich bei nunmehr angezeigtem Rotlicht. Bei der Kontrolle zeigte sich der Fahrer dann aber nicht nur überrascht, sondern war auch voller Reue. Ein Bußgeldverfahren wurde trotz allem gegen ihn eingeleitet.

Der Fahrer eines Hyundai befuhr telefonierend ein Tankstellengelände im Stadtteil Brinckmansdorf. Von den Zivilbeamten angesprochen, gab der Mann an, gar nicht gefahren sondern aufs Tankstellengelände gerollt zu sein. Der Mitarbeiter eines Autohauses konnte zudem weder Führer- noch Fahrzeugschein vorweisen. Ihm wurden ein Bußgeld wegen Nutzung eines Funktelefons und ein Kontrollbericht wegen Nichtmitführens von Führer- und Fahrzeugschein ausgestellt.

Ebenfalls in Brinkmannsdorf, unmittelbar neben dem Zivilfahrzeug, fuhr ein Honda Civic aus dem Landkreis Rostock. Die Fahrerin telefonierte eifrig und trug zudem den vorgeschriebenen Sicherheitsgurt nicht. Die anschließende Kontrolle ergab, dass die Frau, die zwei kleine Kinder auf der Rücksitzbank hatte, nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis war. Das Auto hatte sie sich von einer Nachbarin geborgt, um ihre Kinder aus der Kita abzuholen. Die Frau erzählte den Beamten, dass sie bereits versucht hatte, einen Führerschein zu erwerben. Nach einem Verkehrsunfall hatte sie jedoch die Ausbildung abgebrochen. Der geborgte Honda Civic verblieb am Kontrollort. Ein Funkstreifenwagen brachte die kleine Familie nach Hause. Gegen die junge Mutter wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

In ganz Rostock haben am vergangenen Wochenende Beamte an verschiedenen Standorten Verkehrskontrollen durchgeführt. Bei 59 der 138 kontrollierten Verkehrsteilnehmer stellten die Beamten Unregelmäßigkeiten fest.

Sechs Fahrer waren unter Alkoholeinfluss unterwegs. Einen 44-jährigen Rostocker, dem man bereits im Jahr 2010 den Führerschein entzogen hatte, stoppten die Beamten am 03.03.2012 gegen 11:20 Uhr in der Langen Straße. Der Mann hatte 2,2 Promille Atemalkohol.

Ein 29-jähriger VW-Fahrer geriet am 03.03.2012 kurz vor Mitternacht im Stadtteil Dierkow in eine Polizeikontrolle. Nach einem positiven Drogentest wurde gegen den Berliner ebenfalls ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Weiterhin waren 27 Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs, 26 Fahrer fuhren unangeschnallt bzw. mit Handy am Ohr. Neun Verkehrsteilnehmer hatten den Fahrzeug- bzw. Führerschein nicht dabei und müssen beides nun innerhalb einer Woche bei einer Polizeidienststelle vorlegen.

Quelle: Polizeiinspektion Rostock

Schlagwörter: Alkohol (270)Führerschein (3)Polizei (3534)Verkehr (390)

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