Rostock Seawolves unterliegen Dresden Titans mit 90:92 (39:46)

Die Basketballer der Rostock Seawolves haben das entscheidende dritte Spiel gegen die Dresden Titans verloren und den Einzug ins Viertelfinale der Playoffs in der 2. Basketball-Bundesliga ProB verpasst

3. April 2016
Rostock Seawolves unterliegen Dresden Titans im entscheidenden Playoff-Duell und verpassen Einzug ins Viertelfinale (Foto: Thomas Käckenmeister)
Rostock Seawolves unterliegen Dresden Titans im entscheidenden Playoff-Duell und verpassen Einzug ins Viertelfinale (Foto: Thomas Käckenmeister)

Die Rostock Seawolves verpassten den Einzug in das Viertelfinale der Playoffs in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. Im entscheidenden dritten Spiel unterlagen die Wölfe den Dresden Titans mit 90:92 (39:46) und verloren die Achtelfinalserie mit 1-2. Im dritten Abschnitt lagen die Rostocker vor 2.133 Zuschauern mit 16 Punkten (51:67) zurück, glichen nach einer furiosen Aufholjagd zum 85:85 (38. Min) aus. Am Ende hatte Sven Hellmann die Chance zum Ausgleich, doch sein Wurf rollte aus dem Korb. Damit endete die zweite Saison der Seawolves in der 2. Basketball-Bundesliga ProB. André Murillo und Matt Hunter erzielten jeweils 21 Punkte, Ivo Slavchev kam auf 14 Zähler.

Im entscheidenden Playoff-Spiel zwischen den Rostock Seawolves und den Dresden Titans erwischten die Hausherren vor 2.133 Zuschauern den besseren Start. Vor allem David Rivers brachte viel Energie ins Spiel und zeigte mit zwei spektakulären Blocks, drei Rebounds und vier Punkten in nur sechs Minuten, dass heute alles auf dem Spiel stand. Die Seawolves führten bis zur vierten Minute (6:5), ehe Dresden die Kontrolle langsam übernahm. Bis zum Viertelende löste Ivo Slavchev (7 Pkt, 3 Reb) seinen US-amerikanischen Teamkollegen Rivers als Energizer ab, jedoch ließen sich die Dresdner weder davon noch von der beeindruckenden Kulisse aus dem Spiel bringen. Bis zum Viertelende zogen sie auf sieben Punkte davon (16:23) und bauten ihren Vorsprung vor der Halbzeit sogar zweistellig aus (21:31, 13. Min), zumal die Titans acht von 15 Dreier einnetzten und die Seawolves mehrere einfache Würfe in Korbnähe vergaben. Zur Mitte des zweiten Abschnitts brachte Franz Winkler mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf neue Energie aufs Parkett, danach punktete André Murillo (11 Pkt) in Brettnähe, um den Vorsprung etwas einzuschmelzen. Zur Halbzeit lagen die Wölfe mit 39:46 zurück.

Auch nach dem Seitenwechsel verpassten die Wölfen in ihrem eigenen Revier weitere Chancen, um den Rückstand weiter zu verkürzen. Im Gegenteil: Dresden behielt die Spielkontrolle, traf weiterhin treffsicher von außen und baute die Führung auf bis zu 16 Zähler aus (51:67, 26. Min). Die Rückkehr von Slavchev brachte kurzfristig frische Impulse; der Bulgare steuerte sieben Punkte zur Aufholjagd bei. Bis zum Viertelende schmolz das Defizit auf sechs Zähler (66:72). Ein spannendes Schlussviertel stand bevor.

Die Titans schraubten ihre Führung zunächst auf zwölf Punkte (70:82, 33. Min) hoch, doch die Wölfe gaben sich nicht geschlagen. Mit aller Kraft stemmten sie sich gegen das drohende Saisonaus und kämpften sich Punkt um Punkt heran. Die Defensive stand nun felsenfest. Die Zuschauer brachten die Halle zum Brodeln. Ein 15:3-Lauf brachte den Wölfen 2:32 Minuten vor Schluss den Ausgleich zum 85:85. Dresden antwortete postwendend per Dreier durch Randal Holt und legte einen 7:0-Lauf zum 85:92 aufs Parkett. Nach einer Auszeit von Coach Sebastian Wild traf Sven Hellmann, fing daraufhin den Ball nach dem Einwurf ab und Matt Hunter traf einen Korbleger plus Foul. Innerhalb von 20 Sekunden waren den Wölfen sechs Zähler gelungen, 28,8 Sekunden vor Schluss stand es nur noch 90:92. Dresden kam daraufhin nicht mehr in Korbnähe, Rostock hatte hingegen den letzten Ballbesitz. Sven Hellmann nahm Maß aus der Mitteldistanz für den potenziellen Ausgleich, der Ball flog in den Ring – und drehte sich heraus. Dresden umklammerte den Ball und hielt den knappen Sieg fest.

Bei den Seawolves erzielten sowohl André Murillo als auch Matt Hunter jeweils 21 Punkte. Ivo Slavchev zeigte mit 14 Punkten und fünf Rebounds sein bestes Saisonspiel, David Rivers verbuchte sieben Zähler und elf Rebounds. Bei den Titans kam Randal Holt auf 26 Zähler und sieben Korbvorlagen. David Sturner (18 Pkt, 10 Reb), Daniel Krause (17 Pkt) und Andrew Jones (11 Pkt) punkteten außerdem zweistellig für die Dresdner, die 16 von 30 Dreier trafen und im Viertelfinale auf die BG Karlsruhe treffen werden.

„Die Enttäuschung nach dieser Niederlage ist groß. Wir haben die Saison leider gegen ein sehr starkes Team, das mit einer starken Leistung aufgewartet hat, beenden müssen. Riesenkompliment an die Kulisse, die uns das ganze Jahr über getragen und in kritischen Situationen immer wieder den entscheidenden Antrieb gegeben hat. Das war heute auch nicht anders. Das hat die Mannschaft entsprechend aufgenommen. Riesenkompliment an das Team, das am Ende die letzten Kräfte mobilisiert hat, um das Spiel nochmal zu drehen. Im Endeffekt waren die Fehler, die im gesamten Spielverlauf defensiv wie offensiv passiert sind, ausschlaggebend für die Niederlage”, resümierte Seawolves-Coach Sebastian Wild nach dem Spiel.

Viertelstände (HRO-DD):
16:23, 22:23, 27:26, 24:20

Punkteverteilung der Rostock Seawolves:
Gulley (nicht eingesetzt), Hellmann (8), Hunter (21), Lange (nicht eingesetzt), Lopez (6), Markert (4), Murillo (21), Rivers (7), Slavchev (14), Vogt (3), Winkler (6)

Quelle: Rostock Seawolves, Foto: Thomas Käckenmeister

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