RSAG erhält 6 Millionen Euro vom Land

Die Rostocker Straßenbahn AG will weiter in neue Fahrzeuge und Infrastruktur investieren

4. Dezember 2014, von
Verkehrsminister Christian Pegel überreicht drei Fördermittelbescheide im Wert von über 6 Millionen Euro an die RSAG.
Verkehrsminister Christian Pegel überreicht drei Fördermittelbescheide im Wert von über 6 Millionen Euro an die RSAG.

Mitte Dezember kommt die letzte von 13 neuen Straßenbahnen nach Rostock. Heute überreichte Verkehrsminister Christian Pegel noch einmal mehr als 780.000 Euro für die Investition in die neuen Triebwagen. Das Land bezuschusste die Neuanschaffung damit insgesamt mit 19 Millionen Euro.

Und es gab noch mehr Weihnachtsgeschenke. Auch 2015 fördert das Land Investitionen der Rostocker Straßenbahn AG mit mehreren Millionen Euro. 2,7 Millionen gibt es für die Wartung von Schienen und Haltestellen und 2,6 Millionen Euro für neue Fahrzeuge.

„Wir haben ja auch Busse. Jedes Jahr sortieren wir vier, fünf alte Busse aus und ersetzen sie durch neue“, erklärt der technische Vorstand Michael Schroeder. Vom Einsatz von Hybridbussen nimmt das Unternehmen jedoch wieder Abstand. 2,3 Millionen Euro hatte das Land 2011 für die Anschaffung von fünf Exemplaren zur Verfügung gestellt. Mittlerweile sind sie wieder aus dem Verkehr gezogen worden. „Sie sind noch nicht serienreif“, begründet Michael Schroeder und beurteilt das „Experiment“ als wichtige Erfahrung. Das Unternehmen ist nun wieder zu normalen Standardbussen mit neuester Abgasnorm (Euro 6) zurückgekehrt und will in einigen Jahren auf Elektrobusse setzen.

Nicht nur die Bahnen und Busse für die Fahrgäste, auch der technische Fuhrpark muss regelmäßig erneuert werden. So stehen bereits drei neue Spezialfahrzeuge in der Werkshalle, die für Reparaturen an den Oberleitungen und für die Instandhaltung der Schienen eingesetzt werden. Da koste eins auch schon beachtliche 600.000 bis 700.000 Euro, rechnet der kaufmännische Vorstand Jochen Bruhn vor und verspricht, dass die neuen Fahrzeuge, die vor allem nachts unterwegs sind, leiser als bisher arbeiten werden. Zu den jüngsten Errungenschaften zählt außerdem das Fahrleitungssystem, das komplett erneuert wurde.

75 Prozent beträgt der Anteil des Landes an den RSAG-Investitionen. Die restlichen 25 Prozent muss das Verkehrsunternehmen selbst aufbringen.

Die Fahrpreise werden durch die Neuanschaffungen jedoch nicht teurer, weist Jochen Bruhn deutlich zurück. „Durch die neuen Straßenbahnen haben wir zwar erhöhte Abschreibungen. Hier haben wir aber bewusst gesagt, dass der Verlust der RSAG höher ausfällt und der Konzern das ausgleichen muss. Es wird aber in den nächsten Jahren zu Fahrpreisänderungen kommen,“ kündigt der kaufmännische Vorstand an.

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