ZK 10 Segelkutter vor Markgrafenheide gekentert

Seenotfall vor Markgrafenheide – gemeinsame Rettungsaktion von Wasserschutzpolizei und DGzRS

9. Juli 2012
ZK 10 Segelkutter vor Markgrafenheide gekentert
ZK 10 Segelkutter vor Markgrafenheide gekentert

Heute, am 09.07.2012, wurde um 14.20 Uhr über 110 mitgeteilt, dass vor Markgrafenheide ein Boot gekentert ist und zwei Personen auf dem gekenterten Boot sitzen und in Richtung Strand treiben. Das gerade in Warnemünde befindliche Schlauchboot des Küstenstreifenbootes „Hoben“ fuhr sofort in Richtung Markgrafenheide und erreichte das in Höhe Torfbrücke kieloben treibende Boot ca. 10 min später. Die beiden Personen wurden vom Schlauchboot abgeborgen und das Boot gegen ein weiteres Vertreiben gesichert. Wenig später traf das Beiboot „Casper“ des Seenotrettungskreuzers „Stoltera“ ein und übernahm vorerst die beiden Schiffbrüchigen. Von 14.30 Uhr bis 19.30 Uhr dauerte das Schleppen des schließlich aufgerichteten Bootes bis zum Yachthafen Hohe Düne. An der Schleppaktion waren das WSP-Schlauchboot, das KSB „Hoben“, der SNRK „Stoltera“ und das Beiboot „Casper“ beteiligt. Nach Ankunft in Hohe Düne wurde das Boot durch die DGzRS leer gepumpt. Der Bootskörper selbst blieb nahezu unversehrt, abgesehen von fehlenden Bodenbretter, Inventar und Ruder. Das Rigg ist aber Totalschaden. Die beiden abgeborgenen Personen wurden während der Schleppaktion auf dem Küstenstreifenboot „Hoben“ mit trockenen Decken sowie Kaffee und Erdbeertorte verwöhnt.

Bei dem Boot handelt es sich um einen Segelkutter ZK 10 aus DDR Zeiten, Länge 8,50 m, Breite 2,0 m und 2 Masten. Ein Motor befand sich nicht an Bord.

Die beiden Personen, 28 und 32 Jahre alt, wollten das Boot nach Stralsund überführen. In Höhe Torfbrücke fiel unerwartet eine Böe ein, das Boot machte einen sogenannten Sonnenschuss, kränkte stark und übernahm so viel Wasser, dass das Boot schließlich kenterte. Die beiden konnten sich auf den Kiel retten und dann per Handy einen Notruf absetzen. Beide hatten eine Feststoffweste an, an Bord befanden sich GPS und Handfunkgerät. Zum Zeitpunkt des Unfalls wehte der Wind aus südwestlicher Richtung in der Stärke 5 – 6. Durch den DWD war schon am Morgen eine Windwarnung herausgegeben worden. Beide hatten sich vorher bei Windfinder über das Wetter informiert und dort wurden angeblich nur 4 Windstärken angegeben. Beide sind als durchaus erfahrene Segler zu bezeichnen.

Quelle: LWSPA M-V

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