Warten auf die Sporthalle in Warnemünde

Aus drei macht zwei – weil die neue Sporthalle umgeplant werden muss, kommt es zu Verzögerungen

9. Januar 2013, von
Haus des Sports in Warnemünde
Haus des Sports in Warnemünde

Ein Dankeschön wollte die Sportsenatorin Dr. Liane Melzer gestern für die Arbeit ihres Senatsbereichs und all jene, die an der Realisierung des Sportstättenkonzepts in Warnemünde beteiligt sind, von der Ortsbeiratssitzung mitnehmen. Doch der Applaus fiel noch verhalten aus.

Seitdem die Senatorin das Konzept im Dezember 2008 das erste Mal vorstellte, konnte schon einiges von der Wunschliste abgehakt werden. Über eine Million Euro hat die Stadt bereits für zwei Kunstrasenplätze ausgegeben. Der letzte wurde im Oktober fertiggestellt. Im Sommer beginnt der Bau für ein neues Vereinshaus, für das der Landessportbund die höchste Fördersumme im letzten Jahr bereitgestellt hat. 2014 soll es dann fertig sein.

Neuer Kunstrasensportplatz in Warnemünde
Neuer Kunstrasensportplatz in Warnemünde

Auf die neue Sporthalle müssen die Warnemünder aber noch warten. Die Stadt habe zwar alle Vorbereitungen getroffen, aber das Land genehmigte die nötigen Kredite nicht. Nun hat der für das Bauprojekt zuständige Kommunale Eigenbetrieb (KOE) die ursprünglich geplante Dreifeldersporthalle in eine Zweifeldersporthalle verkleinert. „Wir haben verstanden, dass eine Turnhalle den Haushalt belastet. Aber sie ist zwingend notwendig. Es geht hier auch um den pflichtigen Bereich des Schulsports. Wir haben nichts reduziert, was die Sportmöglichkeiten einschränken würde“, versichert KOE-Leiterin Sigrid Hecht.

Immer noch sei auch die umgeplante Zweifelderhalle in drei Bereiche teilbar und ist sowohl für Volley- als auch für Handball ligatauglich. In der Länge ist die Halle gleich, die Feldergröße, Duschen und Umkleideräume bleiben in ihrer Größe unangetastet. 250 Sitzplätze sind vorgesehen. Lediglich bei „allem, was zusätzlich schön gewesen wäre“ wurde verzichtet, die Garderobe und der Eingangsbereich verkleinert. 900.000 Euro sollen mit dem neuen Entwurf eingespart werden. Zusätzlich soll der Erlös aus dem Verkauf des Doktorhus in der Kurhausstraße in Warnemünde als Eigenanteil in die Finanzierung einfließen. Auch das Haus des Sports soll nach Fertigstellung des Neubaus verkauft und die Einnahmen der neuen Sportstätte zugutekommen.

Doktorhus in Warnemünde
Doktorhus in Warnemünde

Derzeit treiben die Warnemünder hier noch Sport. Es ist aber schon seit Jahren in einem desolaten Zustand. Ein Warnemünder forderte deshalb, dass so lange die neue Sporthalle noch nicht steht, auch hier die notwendigen Reparaturarbeiten nicht zu vernachlässigen.

Nun ist man guter Hoffnung, dass in diesem Jahr die Finanzierung steht, sodass im Frühjahr 2014 mit dem Bau der Sporthalle bei den Sportplätzen in der Parkstraße begonnen werden kann.

Offen ist dann noch ein Rasen- und Trainingsplatz, der 2016 gebaut werden soll.

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