Gesprengte Fahrscheinautomaten - Polizei ermittelt Tatverdächtige
Nach der Sprengung von sieben Fahrscheinautomaten der RSAG konnte die Polizei eine sechsköpfige Tätergruppe ermitteln – die 16 bis 21 Jahre alten Rostocker wollten Drogenschulden begleichen
6. Februar 2018
In der Zeit vom 16. November 2017 bis zum 5. Januar dieses Jahres kam es – überwiegend im Nordwesten der Hansestadt Rostock – zu mehreren Automatensprengungen. Insgesamt sieben Fahrscheinautomaten der Rostocker Straßenbahn AG (RSAG), ein Parkschein- sowie ein Zigarettenautomat wurden dabei mittels Pyrotechnik zerstört. Der Gesamtschaden (Sach- und Stehlschaden) beläuft sich bisher auf 300.000,00 Euro.
Eine extra in der Kriminalpolizeiinspektion Rostock gegründete Einsatzgruppe konnte nun eine sechsköpfige Tätergruppe ermitteln, die wechselseitig und mit unterschiedlicher Tatbeteiligung diese Serie von Automatensprengungen begangen haben soll. Einzig das Tatmotiv der 16 bis 21 Jahre alten Rostocker war das gleiche: ihre Schulden durch Drogenkäufe sollten beglichen werden.
Mit Hilfe von Pyrotechnik sollen die Beschuldigten die Automaten gesprengt haben, um so an das Bargeld bzw. die Zigaretten zu gelangen.
Nach Durchsuchungen in der vergangenen Woche erhärteten sich die Tatvorwürfe gegen die sechs Beschuldigten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Rostock wurden am vergangenen Freitag zu den Haupttätern drei Haftbefehle durch das zuständige Amtsgericht Rostock erwirkt.
Bei einem der Tatverdächtigen konnten bei der Durchsuchung zudem 400 Gramm Betäubungsmittel festgestellt werden, sodass eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz aufgenommen wurde. Die Ermittlungen zu den Beschuldigten werden weitergeführt. Es wird insbesondere geprüft, ob die Beschuldigten für weitere Straftaten im Stadtgebiet verantwortlich sind.
Quelle: Polizeipräsidium & Staatsanwaltschaft Rostock
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