Status Quo und The Hooters begeistern in Rostock

Rockin all over The World mit 2500 Fans in der Stadthalle Rostock

25. Oktober 2011, von
Status Quo Frontmänner Rick Parfiit und Francis Rossi
Status Quo Frontmänner Rick Parfiit und Francis Rossi

„Die wissen wenigstens noch, wie man eine Gitarre in der Hand hält“, wird gestern Abend so mancher beim Konzert der altgedienten Herren in der Stadthalle Rostock gedacht haben. Mit bis zu vier Gitarren (inkl. Bass) zelebrierten Status Quo auf und unzählige Luftgitarristen vor der Bühne den guten alten Rock’n’Roll. Dass es da auch kein Zurückhalten beim Headbangen gab, versteht sich von selbst, auch wenn die Haare bei den Fans mit der Zeit etwas schütterer geworden sind.

Francis Rossi
Francis Rossi

Während Francis Rossis Zopf bereits seit einiger Zeit ab ist, weht bei Rick Parfitt immer noch die blonde Mähne zu den treibenden Gitarrenriffs. Und auch sonst ist beim Erscheinungsbild der Band, zu der auch der Bassist John Edwards, Keyboarder Andy Bown und seit 2000 Drummer Matt Letley gehören, vieles beim alten geblieben, Status Quo eben. Leger in engen Jeans und weißen Turnschuhen – Rossi wie immer in weißem Hemd und schwarzer Weste – bewegten sich die immerhin über 60-jährigen Musiker energiegeladen über die Bühne.

Rick Parfitt
Rick Parfitt

Zur Bewunderung der über 2500 Fans in der Stadthalle, von denen sich doch einige gern einen Sitzplatz für das über zweistündige Konzert ihrer Idole aus der Jugendzeit gewünscht hätten.

Bereits in den Sechzigern startete die Karriere der britischen Band. Seither haben sie über 30 Alben veröffentlicht und sind unermüdlich auf Tour.

Mit der schlichten Melodie ihres ersten Hits, dem psychedelischem Pictures Of Matchstick Men, begann das gestrige Konzert, bevor die Band auf die Rostocker Bühne trat und für Caroline die Gitarrensaiten vibrieren ließ. Es folgten Hits wie Mean Girl, Down Down, What Your‘re Proposing oder Whatever You Want. „Das ist Musik!“, begeisterten sich Fans.

Status Quo in der Stadthalle Rostock
Status Quo in der Stadthalle Rostock

Auch von dem neuesten Album Quid pro Quo, das im Mai erschien und der aktuellen Tour ihrem Namen gab, wurden Stücke wie Rock’n’Roll’n’You oder Two Way Traffic vorgestellt. Das alte Kennerherz erfreuten seltener gehörte Klassiker wie Gerdundula . Ein Titel, zu dem die Band von einem Pärchen aus Deutschland inspiriert wurde, erzählt Francis Rossi dem Publikum. Der Sänger hielt sich ansonsten jedoch mit Ansagen zurück. Die Titel flossen vielmehr in Medleys ineinander über, das Tempo dabei nur leicht variiert und fast immer hochtourig.

Bei einem ihrer größten Erfolge In The Army Now wurde eine Entspannungspause gewährt. Inbrünstig und mit ausgestreckten Armen grölte das Publikum das „Oohohoo“ mit.

Status Quo
Status Quo

Rockin’ All Over The World bildete schließlich den krönenden Abschluss, bevor Status Quo ihre Fans mit zwei Zugaben vom Rock’n’Roll Godfather Chuck Berry nach Hause schickten.

Robert und Ingolf Kutschke, Herwig Schwanz und Martin Müller
Robert und Ingolf Kutschke, Herwig Schwanz und Martin Müller

„Wie immer gut“, beurteilte Martin Müller, der regelmäßig Quo-Konzerte besucht, anschließend. Der 49-Jährige zählt sich seit 1976 zur Status Quo-Fangemeinde. Er hat alle Platten und besaß sogar schon eine handsignierte Gitarre. Mit seinen Kumpels Herwig Schwanz, Ingolf Kutschke und dessen Sohn Robert ist er extra von Usedom nach Rostock gekommen. Gemeinsam fachsimpeln sie über die Anfangsjahre der Band und die besten Titel. Ganz klar, dass bei soviel Auswahl die Entscheidung nicht eindeutig ausfällt. Einig waren sie sich jedoch, dass auch die Vorband „sehr gut“ war.

The Hooters
The Hooters

„Ich hab noch nie so eine gute Vorband gesehen“, staunte auch die 37-jährige Melanie Quast. Die US-amerikanische Band The Hooters hatte die Stadthalle mit ihren folkigem Pop-Rock zuvor eingeheizt. Von ihren Songs, darunter Johnny B. und All you Zombies, mit denen sie in den Achtzigern bekannt wurden, begeisterte das Publikum so, dass sie sogar Zugaben forderten.

„And I like it, I like it, I like it, I like it, I Lalalalike it … ” wird nach diesem Konzertabend wohl bei vielen noch als Ohrwurm nachgewirkt haben.

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