Verkehrsunfallstatistik 2013 des Polizeipräsidiums Rostock

28.835 Verkehrsunfälle, 3.777 Verletzte und 48 Verkehrstote – während die Anzahl der Unfälle 2013 leicht sank, stieg der der Anteil der Getöteten und Verletzten an

16. April 2014
Verkehrsunfallstatistik 2013 des Polizeipräsidiums Rostock
Verkehrsunfallstatistik 2013 des Polizeipräsidiums Rostock

Das Polizeipräsidium Rostock ist im Bereich der Straßenverkehrsunfälle zuständig für die Stadtbereiche Rostock und Schwerin sowie für die Landkreise Rostock, Nordwestmecklenburg und Ludwigslust-Parchim. Im Zuständigkeitsbereich des PP Rostock wohnen ca. 55 Prozent aller Einwohner von Mecklenburg-Vorpommern.

Zahl der Verkehrsunfälle leicht gesunken!

Die Anzahl der durch die Polizei aufgenommenen Verkehrsunfälle betrug im Jahr 2013 28.835, 2012 sind 28.907 VU aufgenommen worden. Dies ist ein Rückgang um 0,25 Prozent. Dabei ist jedoch festzustellen, dass der Anteil der Getöteten und Verletzten nach Verkehrsunfällen leicht gestiegen ist. Die Zahl der verunglückten Personen nach VU im Bereich des PP Rostock im vorletzten Jahr betrug 3.607. Im letzten Jahr waren es 3.777 Personen. Damit stieg im Jahr 2013 die Verletztenrate um 4,7 Prozent. Mögliche Ursachen könnten der Anstieg der Verkehrsunfälle nach fehlerhaftem Überholen bzw. wegen nicht angepasster Geschwindigkeit sein.

Zahl der Getöteten nach Verkehrsunfällen bleibt auf gleichem Niveau wie 2012!

Die Zahl der Getöteten stieg 2013 auf 48; 2012 wurden 46 Personen im Straßenverkehr getötet.

„Promille produzieren (immer noch) Probleme!“

Besonders in den Landkreisen sank die Anzahl der durch alkoholisierte und drogenbeeinflusste Fahrer verursachten Verkehrsunfälle gegenüber 2012 um ca. 7 Prozent. Dies deutet auf eine erfolgreiche Kontrolltätigkeit der dortigen Polizeibeamtinnen und -beamten hin. Trotzdem mussten im gesamten Bereich des PP Rostock .117 Strafanzeigen aufgrund Rauschmitteleinflusses und Trunkenheit im Verkehr gem. § 316 StGB aufgenommen werden. In diesen Fällen entzogen die PVB die Fahrerlaubnis der Beschuldigten vorläufig.

Hohe Sachschäden bei Verkehrsunfällen

Die Unfälle mit schwerem Sachschaden sind seit den letzten Jahren zunehmend. Bei den Unfällen mit schwerem Sachschaden war 2012 eine Steigerung von 4,1 Prozent zu verzeichnen, im Jahr 2013 ein leichtes Absinken von ca. 0,8 Prozent. Folgen eines jeden Verkehrsunfalles mit Sach- und Personenschäden sind persönliche, materielle und volkswirtschaftliche Einbußen.

Falsches Überholen ist ein Sicherheitsrisiko

Hauptunfallursachen sind wie schon seit mehreren Jahren die nicht angepasste Geschwindigkeit und das fehlerhafte Überholen sowie Vorfahrt- und Vorrangfehler. Gerade die Verkehrsunfälle mit der Ursache Überholen sind 2013 gegenüber 2012 um 24,8 Prozent angestiegen.

Das PP Rostock nutzt den „Sicherheitsblitz“

Im Jahr 2013 führten die Polizeibeamtinnen und -beamten des PP Rostock 18.260 Verkehrskontrollen durch. Dabei wurden 1.819.280 Fahrzeuge überprüft bzw. deren Geschwindigkeit ermittelt. Die PVB stellten 179.964 Ordnungswidrigkeiten fest, darunter 103.539 Geschwindigkeitsverstöße. Dies sind ca. 8 Prozent mehr Ordnungswidrigkeiten als 2012 und ca. 13 Prozent mehr Geschwindigkeitsverstöße. Aufgrund aller durch die Polizei ermittelten Ordnungswidrigkeiten wurden von den zuständigen Verkehrsbehörden 3.172 Fahrverbote ausgesprochen.

„Junge Fahrer und Senioren“

Der Anteil von Senioren ist, bedingt durch demografische Entwicklungen, jährlich ansteigend. Somit steigt auch der Anteil der an Verkehrsunfällen beteiligten Senioren an, da diese noch aktiv und mobil sind. Im Jahr 2013 waren bei Verkehrsunfällen 35,4 Prozent aller Getöteten über 55 Jahre. Der Anteil der jungen Fahrzeugführer an Verkehrsunfällen ist, bezogen auf den Bevölkerungsanteil dieser Altersgruppe, ebenfalls überdurchschnittlich hoch. Im PP Rostock betrug der Anteil junger Fahrer bis 25 Jahre bei den Unfällen mit Getöteten 22,9 Prozent, obwohl der Gesamtbevölkerungsanteil unter 10 Prozent liegt.

Vorschläge für sicheres Verhalten im Straßenverkehr als Fahrzeugführer:

  • Passen Sie Ihre Geschwindigkeit an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit, an die Witterungs- Sicht- und Verkehrsverhältnisse an!
  • Überholen Sie nur, wenn Sie den Straßenverlauf komplett einsehen können und das Überholen erlaubt ist!
  • Denken Sie vor jeder Erhöhung der Geschwindigkeit bzw. jedem Überholvorgang daran, welchen Zeitgewinn Ihnen dieses Verkehrsverhalten bringt und welche Gefahrensituation entstehen würde!
  • Bleiben Sie gelassen, auch wenn jemand vor Ihnen langsamer fährt!

Quelle: Polizeipräsidium Rostock

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