Verlage vor Ort - Bücher aus Mecklenburg-Vorpommern

Ausstellung regionaler Verlage in der Universitätsbuchhandlung Weiland

2. März 2011, von
Florian Ostrop vom Hinstorff Verlag bei Weiland
Florian Ostrop vom Hinstorff Verlag bei Weiland

Märchen, Rosa, aber nicht doof – so lautet ein Ansatz, den der Hinstorff Verlag mit seinen Kinderbüchern verfolgt. Und der Erfolg gibt ihm recht. „Das Märchen von der Prinzessin, die unbedingt in einem Märchen vorkommen wollte“ entspricht diesen drei Kategorien und ist im letzten Herbst erschienen. Inzwischen erfreut es sich bei den Lesern einiger Beliebtheit und ist zu einem regelrechten Bestseller für den Verlag avanciert.

Hohe Verkaufszahlen sind für einen Verlag natürlich wünschenswert, aber nicht das einzige Ziel. „So ein Buch traut sich nicht jeder“, sagt Dr. Florian Ostrop vom Hinstorff Verlag und öffnet ein Bilderbuch von Jens Thiele. In „Wenn auf den grünen Hügeln“ geht es um Gefühle. Das Besondere daran sind die ausdrucksstarken Collagen, die für viele wohl etwas ungewohnt aussehen dürften. Aber auch schon bei der Ausgabe von „Hänsel und Gretel“ kamen Zweifel über die Kindertauglichkeit der Aufmachung auf. Doch Florian Ostrop, der selbst zwei Kinder hat, winkt ab: „Es funktioniert.“ Das dachten sich auch die Juroren des Deutschen Jugendliteraturpreises und zeichneten es als bestes Bilderbuch 2008 aus.

Aber nicht nur mit künstlerischen Kinderbüchern erreicht der traditionsreiche Rostocker Verlag überregionale und nationale Aufmerksamkeit. Bildbände und niederdeutsche Literatur gehören ebenfalls zu dessen Spezialitäten.

Weiland Verlagsausstellung
Weiland Verlagsausstellung

Eine Auswahl von Hinstorff-Klassikern und Neuheiten wird jetzt in der Universitätsbuchhandlung Weiland ausgestellt. Unter dem Motto „Verlage vor Ort“ präsentieren sich im Erdgeschoss des Hauses in der Kröpeliner Straße noch weitere Buchhersteller wie der Rostocker Verlag Redieck und Schade, der Steffen Verlag aus Friedland, der Demmler Verlag aus Ribnitz-Damgarten, der Stralsunder Mückenschwein Verlag oder der Klatschmohn Verlag, der in Bentwisch ansässig ist.

Die Leipziger Buchmesse steht kurz bevor. Damit könne man zwar nicht konkurrieren, sagt Weiland-Filialleiter Florian Rieger mit einem Augenzwinkern, dennoch „wollen wir die Verlage, mit denen wir regelmäßig zusammenarbeiten, die Möglichkeit geben, sich zu präsentieren.“ Es gebe eben mehr als Gefäßstützen und Windräder, die in Mecklenburg-Vorpommern hergestellt werden. Dazu gehören auch „schöne, ästhetische Sachen“ wie Bücher, möchte der Buchhändler nicht vergessen wissen.

Angelika Bruhn vom BS-Verlag
Angelika Bruhn vom BS-Verlag

Der Hinstorff-Verlag dürfte wohl zu den größten und bekanntesten Verlagen unseres Bundeslandes zählen. Von nur einer Frau und einer „kleinen Hilfskraft“ hingegen wird der BS-Verlag gestemmt. Angelika Bruhn hat seit 2000 460 Titel verlegt. Vor allem regionale Bücher, historische Romane, Seefahrerbücher und plattdeutsche Literatur zählen zu ihren Spezialitäten. In diesem Jahr wird sie 45 neue Titel auf der Leipziger Buchmesse vorstellen. Dann gibt es bestimmt auch ein Wiedersehen mit ihren Kollegen der anderen Verlage aus Mecklenburg-Vorpommern.

Die Ausstellung bei Weiland wird noch bis zum 30. Juni zu sehen sein. Am 27. Mai bei der Langen Nacht der Bücher werden sich noch einmal Vertreter aller Verlage zu einem Podiumsgespräch zusammenfinden.

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2 Kommentare

  • Astrid Gavini sagt:

    Sehr geehrte Damen / Herren,
    zurzeit schreibe ich an einem historischen Roman, der 1707 – 1711 in Wismar spielt, also zur Schwedenzeit. Wären Sie evtl. an einem solchen Manuskript interessiert?
    Für Ihre Antwort bedanke ich mich in Voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Astrid Gavini

  • Hanns Rainer Perten sagt:

    Ich habe einen Roman bzw. eine Erzählung geschrieben (ca 350 Seiten) unter dem Titel DER BESUCH EINES ALTEN HERRN.
    Der Bürgermeister der fiktiven Stadt Zwillitzsch bekommt am 24. Dezember 1959 ein Fernschreiben, in dem vom Staatssekretariat des Präsidenten mitgeteilt wird, dass der Präsident der Stadt am 30. Jul 1960 einen Besuch abstatten will, um am Grabe der Eltern ein Gebinde abzulegen und die Eingabe einer Bürgerin des Ortes verwirklicht wissen will, dass die Stadt wieder ein Lichtspieltheater bekommt. Das Grab existiert nicht mehr, für den Besuch und den Bau des Lichtspieltheaters fehlen die materiellen Voraussetzungen, Potemkinsche Dörfer müssen her usw. Eine Liebesaffäre, eine Republikflucht, die Stasi u.a. mehr erschweren die Vorbereitungen. des Besuchs.

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