Wohnmobile sollen am Westende von Warnemünde parken

Caravanstellplätze auf der Rohrmannschen Koppel von Warnemünde – Wiro will Parkplatz am westlichen Ortseingang des Ostseebades für Wohmobilurlauber umbauen

9. Mai 2018, von
Auf der Rohrmannschen Koppel in Warnemünde sollen Wohnmobilstellplätze gebaut werden.
Auf der Rohrmannschen Koppel in Warnemünde sollen Wohnmobilstellplätze gebaut werden.

Im Urlaub einfach dorthin fahren, wo es schön ist, an den Strand, das Bett und die eigene Küche gleich dabei – für viele ist Caravaning der Traumurlaub schlechthin. Auch Warnemünde ist ein beliebter Zielort. Bis zu 150 Wohnmobile wurden an Spitzentagen im Ostseebad schon gezählt. Doch mittlerweile werden die Stellplätze knapp. Die Nachfrage steigt weiter, ist von der Stadtverwaltung zu erfahren. Und mit der geplanten Neugestaltung der Mittelmole dürften mittelfristig bis zu 70 attraktive Stellplätze mit Wasserblick wegfallen.

Eine Alternative soll nun auf der Rohrmannschen Koppel entstehen. Mit Strand, Küstenwald und Landschaftsschutzgebiet reizvoll gelegen wird die etwa 1,5 ha große Fläche an der Doberaner Landstraße zwischen Diedrichshagen und Warnemünde schon jetzt als Stellplatz für PKW und auch Wohnmobile gebührenpflichtig genutzt. Von einer vierstelligen Anzahl der Autos ist sogar die Rede.

Nun will die kommunale Wohnungsgesellschaft Wiro, die das Grundstück erworben hat und auch die Mittelmole bebauen will, der Rohrmannschen Koppel eine Schönheitskur verpassen. Im Ergebnis werden dann deutlich weniger Fahrzeuge Platz haben. 150 öffentliche PKW-Stellplätze sollen im westlichen Teil für die Strandbesucher eingerichtet werden. Die restlichen zwei Drittel der Fläche werden für 70 Wohnmobile vorgehalten, die dann – anders als bisher – auch ordnungsgemäß Kurabgabe zahlen sollen. Parallel zur Straße ist ein Versorgungsgebäude mit Sanitäranlagen, Verwaltungsraum und einer 50qm großen Verkaufsfläche vorgesehen.

Teil des Bebauungsplanes sind außerdem der Ausbau der Bushaltestelle sowie die Installation einer Ampel. Der Plan soll im Herbst ausgelegt werden.

So schnell wie möglich sollte der neue Caravanplatz entstehen, so der Wunsch vieler Warnemünder. „Wir brauchen einen Wohnmobilplatz in Warnemünde, auch um die Kapazitäten, die die Wohnmobile jetzt in Warnemünde wegnehmen freizubekommen.“ Für den Ortsbeiratsvorsitzenden Alexander Prechtel ist der Plan ein Schritt in die richtige Richtung.

Kritisch betrachten einige den Wegfall zahlreicher PKW-Stellplätze. Ein Gewerbetreibender aus dem Sommerweg beklagt, dass ihm dadurch ein Großteil der Kundschaft fernbleiben würde. Andere bemängeln, dass die Verringerung der Stellplatzanzahl dem Ziel die Autos aus dem Ortskern herausbekommen zuwiderlaufe. „Wenn das Areal dort angefasst wird, dann sollte dort ein ordentliches Parkhaus gebaut werden“, schlägt Mathias Ehlers vom Umweltausschuss des Ortsbeirats vor, der sich an der Konzeption im Zusammenhang mit anderen Verkehrsbaumaßnahmen stört.

Schlagwörter: Bauvorhaben (81)Warnemünde (933)WIRO (55)Wohnmobilstellplatz (4)

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1 Kommentar

  • Mario Sieg sagt:

    Dieser Parkplatz ist zu DDR Zeiten gebaut worden,Ich zitiere aus dem Schreiben der Stadt Rostock“um den ruhenden Verkehr aus Warnemünde zu leiten“.Das war der Anlass,dass die Stadt unseren Antrag, unser Gewerbe auf dem Gelände des Campingplatzes in Markgrafenheide zu bauen ablehnte und uns statt dessen in den heutigen kleinen Sommerweg verwies,mit der Absicht,den Parkplatz Rohrmannsche Koppel für Tagestouristen attraktiver zu machen.Am heutigen Tag stehen ca 450-500 Pkw und einige Wohnmobile auf dem Platz.
    Da das ebend nur Saisonbedingt so ist,heißt das für uns,wir müssen mit dem Geld was eingenommen wird auch über die Wintermonate unser Auskommen sichern.Fallen von den jetzt möglichen 800 Pkw ,650 Pkw Stellplätze weg,können wir und unsere Kollegen an diesem
    Standort nicht genug Einnahmen generieren,und es wird zu Entlassungen oder sogar zur Schliessung führen.
    Herr Tiburtius hat in der Begründung für die Abgabe des Parkplatzes an die WIRO geschrieben,dass er über die Saison zu wenig Einahmen durch den Parkplatz hatte,an dem Wahrheitsgehalt dieser Aussage darf gezweifelt werden.
    Das ist eine Verdummung der Warnemünder Einwohner,es geht Einzig und Alleine darum,die Wohnmobile von dem ehemaligen Fährhafen wegzubekommen,dass dort endlich Ihre Schicki Miki Wohnanlage gebaut werden kann.Und liebe Urwarnemünder,es werden dort keine Durchschnittsbürger wohnen.
    Ich für meinen Teil werde wohl durch die juristischen Instanzen gehen müssen,es sei denn,die Stadt findet mit uns einen Kompromiss,dass wir an diesem Standort anderweitig unsere Brötchen verdienen können.
    Nach unserem Widerspruch gegen den Verkauf jedenfalls ist keine grundlegende Aussage durch das Tiefbauamt an uns herangetragen worden

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