Darwineum sorgt für hohe Besucherzahlen im Rostocker Zoo

Zoo beendet erfolgreiches Jahr mit einer neuen Tierpatenschaft der Rostocker Marine

19. Dezember 2012, von
Udo Nagel nimmt den Patenscheck von Vizeadmiral Axel Schimpf entgegen
Udo Nagel nimmt den Patenscheck von Vizeadmiral Axel Schimpf entgegen

„Mit dem Darwineum sind wir in diesem Jahr an unsere Grenzen gegangen, doch es hat sich mehr als gelohnt“, verkündet Zoodirektor Udo Nagel beim letzten Freilufttermin für dieses Jahr. Allein in den ersten drei Monaten nach der Eröffnung strömten 120.000 Gäste in den Zoo, das sind doppelt so viele wie im vergangenen Jahr. „In Gesprächen haben wir erfahren, dass viele Besucher auch mehrfach kommen, weil ihnen der neue Teil einfach so gut gefällt“, so Nagel.

Alphatier Ron zeigt seine Zähne
Alphatier Ron zeigt seine Zähne

Und auch für das nächste Jahr sehen die Vorzeichen bereits sehr gut aus. So wurden schon über 15.000 Jahreskarten für 2013 verkauft, ein neuer Rekord. Außerdem steht dem Darwineum die erste Hauptsaison mit vielen, auch internationalen, Touristen bevor. Bis dahin sollen dann auch die letzten Arbeiten und Schönheitskorrekturen am neuen Aushängeschild des Zoos abgeschlossen sein. Außerdem ergänzt Udo Nagel mit einem Augenzwinkern: „Irgendwann soll es ja auch bei den Affen mal Nachwuchs geben.“

Mit einer neuen Tierpatenschaft wurde das erfolgreiche Jahr heute abgerundet. Als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk überreichte Vizeadmiral Axel Schimpf, Inspekteur der Marine, die seit vergangenem Jahr ihre Hauptstelle in Rostock hat, dem Zoodirektor einen Scheck in Höhe von 1500 Euro. Und welches Tier wäre für eine solche Patenschaft besser geeignet, als der Seebär, eine Bezeichnung, die nicht selten für die Männer auf dem Meer verwendet wird.

Korvettenkapitän Torben Jürgensen, Vizeadmiral Axel Schimpf und Tierpfleger Lars Purbst bei der Fütterung der Seebären
Korvettenkapitän Torben Jürgensen, Vizeadmiral Axel Schimpf und Tierpfleger Lars Purbst bei der Fütterung der Seebären

„Seebären halten zusammen und sie lieben das Wasser. Damit passen sie genau zu uns“, sagte Axel Schimpf über die Tiere. Seit 1985 gehört die Robbenart zum Tierbestand des Zoos. Platzhirsch ist Ron, der im nächsten Jahr 20 Jahre alt wird. Er teilt sich das Becken mit den drei Weibchen Angra, Daisy und Egoli und zwei Jungtieren (Pepe und Shanti), die in diesem Jahr geboren wurden. Und auch für das nächste Jahr ist neuer Nachwuchs sehr wahrscheinlich, weshalb die 1500 Euro gut gebraucht werden können.

Den Seebären ist es auch im Winter nicht zu kalt für ein Bad
Den Seebären ist es auch im Winter nicht zu kalt für ein Bad

Schließlich wollen die Robben auch versorgt werden. Von dem Heißhunger konnten sich auch Axel Schimpf und sein Adjutant, Korvettenkapitän Torben Jürgensen, bei der Fütterung mit Pfleger Lars Purbst überzeugen. Zwischen 30 und 50 Kilo Fisch verzehrt die sechsköpfige Familie am Tag. „Es ist schön, seine neuen Tierpaten persönlich kennenzulernen. Die Tiere sind wirklich lieb und zutraulich“, zeigt sich der Vizeadmiral begeistert.

Schon in den vergangenen Jahren bewies die Marine, dass sie ein Herz für Tiere hat. So sind sie bereits seit zehn Jahren die Paten der Maras, einer südamerikanischen Hasenart. „Vor der großen Reform wurde unser Marineamt noch Mara abgekürzt, da hat es einfach gepasst“, erklärt Axel Schimpf.

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2 Kommentare

  • Michael M. sagt:

    Besucherzahlen? Zweckoptimismus? Das böse Erwachen wird für die Rostocker kommen, wenn der Zoo mal wieder zusätzliche Finanzen anfordert, weil er sich mit diesem Ding ganz einfach verhoben hat.

  • Frank sagt:

    Wenn ein Fußballverein um Geld jammert,obwohl er kaum noch eine Lichtgestalt unserer Stadt ist oder das Theater,ein Millionengrab,weiterhin Geld kassiert ,egal.Aber wehe der Zoo,der jedes Jahr weniger Zuschuß erhält,dann geht das gemecker los.

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