Betonruine vor Hohe Düne wird abgerissen

Reste der früheren Landungsbrücke sind zur Gefahr geworden

25. Mai 2013, von
Betonpfeiler einer alten Landungsbrücke in der Ostsee vor Hohe Düne werden abgerissen
Betonpfeiler einer alten Landungsbrücke in der Ostsee vor Hohe Düne werden abgerissen

Viel ist nicht mehr zu sehen. Bagger reißen von einem Ponton aus die letzten Betonpfeiler aus dem Meeresboden vor Hohe Düne. Einst stand hier eine Landungsbrücke für Wasserflugzeuge des Flugzeugbauers Heinkel. Schon lange jedoch ragten nur noch die Stegreste als Ruine aus dem Wasser und wurden zunehmend zur Gefahr für Bader und Boote.

Nach jahrelanger Kritik reagiert nun das Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund (WSA) als Verkehrsbehörde und Eigentümer und lässt die Pfeiler entfernen. Bis zum Beginn der Badesaison soll alles beseitigt sein.

Bei einer regelmäßigen Kontrollfahrt im März 2013 hatte die Behörde festgestellt, dass inzwischen aufgrund des schlechten baulichen Zustandes dringender Handlungsbedarf besteht. Wellen und Eis in Verbindung mit der zunehmenden Verlandung der Bucht von Hohe Düne hätten zu einem schnell und stark fortschreitenden Verfall des Stahlbetonbauwerks geführt. „Der Zustand des Bauwerks hatte sich in den letzten Monaten dramatisch verschlechtert, ehemals mit Beton verkleidete Stahlreste treten wie Spieße offen zutage und stellen nun eine erhebliche Gefährdung der Sicherheit und Ordnung dar, sodass wir als zuständige Behörde hier unverzüglich reagieren werden“, erklärt Holger Brydda, Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Stralsund.

„Der bloße störende Anblick der Ruine war unter dem Vorzeichen sparsamen Umgangs mit öffentlichen Mitteln hingegen bislang keine ausreichende Begründung zur Beseitigung“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Rostocks Senator für Bau und Umwelt Holger Matthäus begrüßt das Eingreifen der WSA: „Die Stegreste standen immer unter sorgsamer Beobachtung unserer Behörden, die in regelmäßiger Abstimmung über den Zustand des Bauwerks standen. Die Entscheidung über die schnelle Beseitigung ist eine frohe Botschaft für alle.“

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1 Kommentar

  • Lutz-Peter sagt:

    Hallo,

    sind Sie sicher, dass es sich um eine Landungsbrücke handelte?
    Wasserflugzeuge landen sehr gut auf dem Wasser. Schwieriger ist der Start, wegen des höheren Widerstands. Meiner Meinung nach handelte es sich um eine Katapult-Startanlage, die in ähnlicher Form auf Kriegschiffen aufgebaut wurde, um den Start von Wasserflugzeugen zu ermöglichen. Schließlich wurden in Warnemünde solche Flugzeuge gebaut und getestet.

    Ich kann mich natürlichauch irren, dann entschuldigen Sie den Einwand.

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