Heinkel-Mauer nicht mehr standsicher - Gerüst soll Wand sichern

Die denkmalgeschützte Heinkelwand auf dem Werftdreieck ist laut neuem Gutachten nicht mehr standsicher und muss durch ein spezielles Gerüst auf der Rückseite gesichert werden

8. Juni 2016
Heinkel-Mauer nicht mehr standsicher - Gerüst soll Wand sichern
Heinkel-Mauer nicht mehr standsicher - Gerüst soll Wand sichern

Die denkmalgeschützte Heinkelwand auf dem Werftdreieck ist bei stürmischem Wind nicht mehr standsicher. Im schlimmsten Fall könnten Teilbereiche einstürzen, mit möglichen schweren Folgen für den unmittelbar vor der Wand entlangführenden Straßenbahn- und Straßenverkehr. Das ergaben jetzt ergänzende Untersuchungen, die das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege gefordert hatte. In den vergangenen Wochen wurden von der Rostocker Firma Inros Lackner SE die Gründung und die Standsicherheit der Mauerwerkswand analysiert.

„In dem Gutachten wurde unmissverständlich herausgearbeitet, dass die Standsicherheit der Heinkelwand im gegenwärtigen Zustand nicht mehr gewährleistet ist“, so Dr. Michaela Selling, Leiterin des Amtes für Kultur, Denkmalpflege und Museen der Hansestadt Rostock. Nach § 16 Denkmalschutzgesetz hat die untere Denkmalschutzbehörde deshalb zur Gefahrenabwehr unverzügliche Sicherungsmaßnahmen durch den Eigentümer angeordnet. Dr. Michaela Selling: „Um zu verhindern, dass bei stürmischem Wind größere Mauerwerksteile herabstürzen können, muss die Heinkelwand durch ein spezielles Gerüst auf der Rückseite gesichert werden. Außerdem wird das Hallentor ausgebaut, um die Windbelastung zu reduzieren. Die Entscheidung über den weiteren Umgang mit der Heinkelwand bleibt von diesen Arbeiten unberührt.“

Vom 9. Juni an wird das umfangreiche Gerüst-System aufgebaut. Die Arbeiten sind in etwa zwei Wochen abgeschlossen. Danach steht die Wand zunächst wieder sicher, so die Gutachter. Die Gerüstbauarbeiten haben nach jetziger Planung keine Auswirkungen auf die vorbeiführende Straßenbahntrasse, den Radweg und die Lübecker Straße.

Hintergrund:
Die Gestaltung des Werftdreiecks zum Wohnviertel mit mehreren hundert Wohnungen ist das größte Zukunftsprojekt der Wiro. Nach intensiver Bürgerbeteiligung wurde im März der Siegerentwurf des städtebaulichen Wettbewerbs präsentiert. Derzeit wird vom Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Wirtschaft der Hansestadt Rostock der Bebauungsplan erarbeitet. Er soll im kommenden Frühjahr der Bürgerschaft zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Quelle: WIRO Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH

Schlagwörter: Heinkel-Mauer (2)Werftdreieck (11)WIRO (51)

Das könnte dich auch interessieren:

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.