Die Heubastion in den Wallanlagen wird saniert

Die Heubastion, ein Bau- und Gartendenkmal in den Rostocker Wallanlagen, wird saniert – die oberirdische Fernwärmeleitung wird verlegt, die desolate Treppenanlage ersetzt

25. April 2017
Die Visualisierung zeigt den Bereich der Heubastion nach der Sanierung (Quelle RGS/alpha3)
Die Visualisierung zeigt den Bereich der Heubastion nach der Sanierung (Quelle RGS/alpha3)

Die westlichen Wallanlagen zwischen Schwaanscher Straße und Kröpeliner Tor sind als Baudenkmal und Denkmal der Garten- und Landschaftsgestaltung geschützte Grünbereiche mitten im Rostocker Stadtzentrum. Ursprünglich als Verteidigungsanlagen erbaut, sind sie heute wichtige innerstädtische Aufenthaltsorte und bedeutende Zeugnisse der Zeitgeschichte.

Die „Heubastion“ im mittleren Bereich auf Höhe der Klosterpforte ist eines der imposanten Bauwerke dieser Befestigungsanlagen. In den letzten Jahrhunderten wurden hier ein Wasserturm und bis zum Ende des 2. Weltkrieges eine befestigte Flak-Stellung errichtet. Die oberirdischen Anlagen wurden abgerissen, die Fundamente teilweise zertrümmert oder verfüllt. Das sich in den Hohlräumen befindende Fledermausquartier ist ebenso baufällig wie die seitliche Treppenanlage und die Blendmauer zum Unterwallweg.

So sah es noch vor einiger Zeit an der Heubastion aus. Das Gehölz wurde bereits entfernt (Foto: Archiv)
So sah es noch vor einiger Zeit an der Heubastion aus. Das Gehölz wurde bereits entfernt (Foto: Archiv)

Im Zuge der Sanierung der Heubastion wird diese Mauer abgetragen und die ursprüngliche Böschungsform wiederhergestellt. Das Fledermausquartier unter dem Plateau wird durch ein größeres und naturschutzfachlich geplantes Quartier ersetzt, die desolate Treppenanlage zwischen Ober- und Unterwall abgerissen und eine neue, an die Böschungssituation angepasste Anlage errichtet. Die zurzeit oberirdische Fernwärmeleitung verläuft nach der Sanierung unterirdisch. Die Böschungen werden unter den Bäumen mit Bodendeckern und Sträuchern bepflanzt. Sitzmöglichkeiten, ein neuer Umgang und ein zentrales Schmuckbeet laden nach der Sanierung wieder zum Verweilen auf der Heubastion ein.

Die Wege im Bereich der Heubastion und der Oberwallweg bis zum Anschluss an den Eingang an der Hermannstraße erhalten einen neuen wassergebundenen Aufbau. Bis zum Abschluss der Sanierungsmaßnahmen wird es zu Einschränkungen in diesem Bereich kommen und die Fußgänger und Fahrradfahrer werden um besondere Vorsicht beim Passieren der Baustelle gebeten.

Die Sanierung des Bau- und Gartendenkmals kostet rund 1,9 Mio. Euro. Etwa die Hälfte davon wird aus den Städtebaufördermitteln des Bundes und des Landes M-V finanziert. Die andere Hälfte stammt aus Eigenmitteln der Hansestadt Rostock.

Quelle: RGS, Visualisierung: RGS/alpha3

Schlagwörter: Denkmalschutz (32)Geschichte (86)Heubastion (5)Natur (105)RGS (31)Umwelt (122)Wallanlagen (31)

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2 Kommentare

  • Helmut Jürchott sagt:

    Die Heubastion in den Wallanlagen wird saniert

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vergleicht man die Bilder, kann es sich nicht um die gleiche Situation handeln. Oder wird der Baumbestand ausgetauscht?
    Mit freundlichen Grüßen
    H. Jürchott

  • Stefanie sagt:

    Sehr geehrter Herr Jürchott,
    das Foto gibt tatsächlich eine ältere Ansicht der Heubastion wieder. Das Gehölz (bspw. links hinter der Fernwärmeleitung) wurde bereits entfernt. Wir haben die Bildunterschrift angepasst. Das Foto und die Visualisierung nehmen außerdem eine unterschiedliche Perspektive ein, jeweils von der anderen Seite des Wallgrabens.
    Mit freundlichen Grüßen
    Stefanie

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