Moby Dick lockt in Karls 14. Eiswelt

Winterhighlight in Rövershagen: Die 14. Eiszeit, Europas größte Eiskulpturenausstellung, kann bis zum 29. Oktober 2017 in Karls Eiswerk besucht werden

18. Dezember 2016, von
Karls 14. Eiswelt zeigt Eisskulpturen zum Roman Moby Dick
Karls 14. Eiswelt zeigt Eisskulpturen zum Roman Moby Dick


Einem Wal den Buckel runterrutschen können Kinder in Karls Eiswelt. Es handelt sich dabei nicht um irgendeinen Wal, sondern um den aus Eisblöcken und Schnee nachgebildeten legendären Moby Dick. 40 Meter lang liegt der weiße Pottwal aus dem Roman von Herman Melville im Eiswerk in Rövershagen, inmitten von elf großen Szenen, die die Abenteuer des Matrosen Ismael bei konstanten zehn Grad unter Null auf einer Ausstellungsfläche von 2000 Quadratmetern nacherzählen.

Empfangen wird der Besucher in der alten Hafenstadt New Bedford, dem Zentrum des Walfangs im 19. Jahrhundert an der amerikanischen Ostküste. Im Hafen sind riesige Tranfässer gelagert und auch das Walfängerschiff Pequod wartet auf seine Abreise. Neun Audiostationen wurden erstmals für Kinder integriert, mit denen sie die Geschichte nachverfolgen können. Sie hören von dem blindwütigen Kapitän Ahab, der besessen davon ist Moby Dick zu jagen. Gleich mehrfach haben die Künstler ein Porträt der zentralen Romanfigur in Eis und Schnee gehauen.

22 Eisbildhauer aus acht Ländern haben mit 30 Helfern in den letzten Wochen die Eiswelt Moby Dick verwirklicht. Darunter auch mehrfache Gewinner der World Ice Art Championships, dem weltweit größten Eisskulpturenwettbewerb, die Russen Sergey Tselebrovskii und Sergey Zaplatin sowie Junichi Nakamura aus Japan. Während das japanische Team ausschließlich mit Eis gearbeitet und so ein funktionstüchtiges Eiskarussell, ein Aquarium und die Wodka-Eisbar geschaffen hat, benutzten die anderen Eisschnitzer überwiegend Schnee. Und das ist eine Besonderheit in diesem Jahr betont Karls Marketingleiterin Nadja Schriever. „Das Arbeiten mit Schnee ist bedeutend schwieriger. Weil er weicher ist, ist genaue Maßarbeit erforderlich.“ 90 Prozent der Darstellungen sind aus Schnee, also etwa 1300 Kubikmeter. 100 Tonnen Eis wurden in zauberhafte Figuren verwandelt. Das Eis stammt aus einer polnischen Eisfabrik. Wie es hergestellt wird, ist auch beispielhaft in der Eiswelt zu sehen. Der Schnee wurde aus dem Alpincenter in Wittenburg geliefert. Aber auch alter Schnee aus der letzten Eiswelt „Orient Express“, die noch vor sechs Wochen zu sehen war, wurde recycelt. Mit 150.000 verkauften Tickets sei sie die bisher erfolgreichste Eisschau in Rövershagen gewesen, berichtet Nadja Schriever und möchte nun gern die 200.000-Marke knacken.

Der Eiskoloss „Moby Dick“, in den die Besucher auch hineingehen können, ist dafür wohl eine der imposantesten Attraktionen. Ein Team aus Lettland hat daran noch bis kurz vor Ausstellungseröffnung geschnitzt und gemeißelt. „Wir haben uns von verschiedenen Moby-Dick-Verfilmungen und einem Besuch im Ozeaneum inspirieren lassen“, erzählt Agnese Rudzite-Kyrilova, unter deren Händen die riesigen Zähne entstanden und die zum Schluss noch ein paar Möwen für die Szene anfertigte.

Bis zum 29. Oktober 2017 kann die Eisausstellung „Moby Dick“ in Karls Eiswerk besucht werden. Sie ist täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet und kostet für Erwachsene 8,50 Euro, für Kinder über 90 cm Körpergröße 6,50 Euro. Für Kleinere ist der Eintritt frei. Es handelt sich dabei um eine Dauerkarte, mit der man auch die Schlittschuhbahn benutzen und Karls Eisskulpturenausstellung in Elstal bei Berlin besuchen kann.

Fotos von Karls 14. Eiswelt „Moby Dick“ 2016/2017 in Rövershagen:

Schlagwörter: Eis (15)Karls Eiszeit (8)

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