Luftgüte-Messstation in Rostock - Hohe Düne nimmt Betrieb auf

Der Einfluss der Kreuzfahrtschiffe auf die Luftqualität in Warnemünde und Hohe Düne steht im Fokus der neuen Messstation am Rostocker Seekanal

27. April 2015
Messstation für Feinstaub (PM10), Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid in Hohe Düne
Messstation für Feinstaub (PM10), Stickstoffmonoxid, Stickstoffdioxid und Schwefeldioxid in Hohe Düne

Das Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern (LUNG) betreibt zur Beurteilung der Luftqualität entsprechend europäischer und nationaler Verpflichtungen ein Messnetz an bisher 13 Stellen im Land.

Nach mehrmonatigem Testbetrieb ging heute nun die Messstation Hohe Düne im gleichnamigen Ortsteil der Hansestadt Rostock in den Regelbetrieb. Sie erweitert das Messprogramm hinsichtlich der Beurteilung des Einflusses des Schiffsverkehrs auf die Luftqualität. Im Fokus stehen dabei insbesondere die Emissionen der Fahrgastschiffe am Kreuzfahrtterminal, aber auch des Schiffverkehrs von und zu den Rostocker Häfen.

Untersuchungen zum Einfluss des Schiffverkehrs auf die Luftqualität in Warnemünde und Hohe Düne wurden 2009 und erneut 2014 auf Basis der vom LUNG beauftragten Luftschadstoffgutachten veröffentlicht. Diese Untersuchungen haben die Einhaltung aller gesetzlichen Grenzwerte ergeben. Dennoch werden regelmäßig Sorgen der Anwohnenden hinsichtlich der Luftqualität an die Hansestadt Rostock und an das LUNG herangetragen.

Die Luftgüte-Messstation in Rostock-Hohe Düne steht auf dem Gelände der Verkehrszentrale Warnemünde
Die Luftgüte-Messstation in Rostock-Hohe Düne steht auf dem Gelände der Verkehrszentrale Warnemünde

Aufgrund der sich entwickelnden Kreuzschifffahrt, wegen der diesbezüglichen Besorgnisse der Anwohnenden und intensiver fachlicher Diskussion mit dem Senatsbereich Bau und Umwelt hat sich das LUNG für die Aufstellung einer ortsfesten Messstelle im Einflussbereich der Schiffsabgase entschieden. Die Station wurde im Bereich der höchsten Belastung nach der Ausbreitungsrechnung der Schadstoffgutachten aufgestellt. Es werden nun kontinuierlich die Schadstoffe Schwefeldioxid, Stickstoffoxide und Feinstaub gemessen.

Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt, zeigt sich zufrieden und betont: „Damit bringen nun objektive Messwerte die notwendige Sachlichkeit in die Diskussion. Die Einhaltung von Grenzwerten und damit die Sicherung gesunder Lebensverhältnisse der Menschen hat höchste Priorität.“

Die Messergebnisse der Station Hohe Düne sind im Internet auf der Website des LUNG und im Videotext des NDR auf der Tafel 677 für alle Interessenten abrufbar.

Quelle: Hansestadt Rostock, Pressestelle

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