Protest gegen Baumfällungen im Küstenwald Warnemünde

Im Warnemünder Küstenschutzwald wird gegen die geplante Fällung von 120 Bäumen für den neuen Radweg in der Parkstraße protestiert

9. Dezember 2019, von
„Wo Räder rollen, müssen Bäume weg!“ - Protest gegen Baumfällungen im Küstenwald Warnemünde
„Wo Räder rollen, müssen Bäume weg!“ - Protest gegen Baumfällungen im Küstenwald Warnemünde

„Rettet diesen Baum!“ – Mit Banderolen wird derzeit im Warnemünder Küstenschutzwald versucht zu retten, was vielleicht gerade noch zu retten ist. Für den neuen Radweg in der Parkstraße sollen über 100 Bäume im Küstenwald gefällt werden. Die Planungen der Verwaltung sind bereits weit fortgeschritten.

Stiller Protest gegen Baumfällungen im Küstenwald Warnemünde

Mit roten Punkten sind die betroffenen Bäume markiert, darüber hängen stille Protestschilder: „Platz da!! Für nachhaltiges Fahrradfahren!“, „Verwaltungshandeln muss rechtmäßig, aber nicht sinnvoll sein!“ oder „Schnell weg, bevor der Protest noch größer wird!“ ist auf diesen zu lesen.

Radweg Parkstraße – eine unendliche Geschichte

Der Radweg in der Parkstraße beschäftigt Einwohner und Planer bereits seit vielen Jahren. Stadteinwärts gibt es einen schmalen Streifen auf der Fahrbahn, stadtauswärts ist der Fußweg lediglich für Radfahrer freigegeben. Besonders eng geht es zwischen Sportplatz und Ortsausgang zu – hier sind die Radler in beiden Richtungen auf dem schmalen nördlichen Streifen unterwegs. Zusätzlich gibt es vor allem im Sommer viele Fußgänger, die den Weg von der Jugendherberge und dem Parkplatz Strand-Mitte zur Ostsee queren.

Anfang Oktober stellte Robert Fröhlich vom Amt für Verkehrsanlagen im Ortsbeirat Warnemünde die aktuelle Planung vor. Doch die dafür notwendige Fällung von mehr als 100 Bäumen im Küstenschutzwald sorgte für Empörung. Und so gab es vom Umweltausschuss die Nachfrage, ob die Baumfällungen für den neuen Radweg unbedingt notwendig sind.

Aktuelle Situation verkehrsrechtlich eigentlich nicht zulässig

Aus dem Senatsbereich Bau und Umwelt heißt es, „das Konfliktpotenzial zwischen den Verkehrsteilnehmern ist extrem.“ An Sommertagen, ganzjährig an Schönwettertagen und an Wochenenden werden über 15.000 Kfz, 6.000 Radfahrende und mehr als 10.000 Fußgänger gezählt. Die Straße wird durch die Kastanienallee auf weniger als sieben Meter eingeschränkt und auch der lediglich 2,50 Meter breite Fußweg sei verkehrsrechtlich nur noch übergangsweise für Radfahrer freigegeben, weil ein Neubau in Aussicht gestellt wurde.

Nach den Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen (RASt) seien für straßenbegleitende Gehwege sowie Zweirichtungsradwege im Regelfall jeweils 2,50 m Breite vorzusehen. Im Bereich des Küstenwaldes ist ein gepflasterter Gehweg mit zwei sowie ein asphaltierter Radweg mit drei Meter Breite geplant – dazwischen ein Sicherheitsstreifen von 30 Zentimetern.

Geringer Stammumfang? Bei den zu fällenden Bäumen handelt es sich eher um die stärksten Bäume im Küstenwaldstreifen.
Geringer Stammumfang? Bei den zu fällenden Bäumen handelt es sich eher um die stärksten Bäume im Küstenwaldstreifen.

Nur Bäume mit geringem Stammumfang?

Zwei Alleebäume in Höhe der Kleingartenanlage und etwa 120 Bäume im Küstenwald sollen gefällt werden, „im Wesentlichen aber nur Bäume mit geringem Stammumfang“, heißt es aus der Verwaltung Die Realität sieht jedoch anders aus: Tatsächlich befinden sich am Rand zum Fußweg eher die Bäume mit dem stärksten Stammumfang im ganzen Küstenstreifen.

120 Waldbäume fällen, um wenige Alleebäume zu retten?

Alleenschutz, Probleme bei der Entwässerung und eine „wirtschaftliche Lösung“ führt das Amt als Grund an, warum die Verbreiterung in Richtung Küstenwald und nicht zur Straße als Vorzugsvariante gewählt wurde.

„Ich möchte daran erinnern, dass es hier in Warnemünde viele gibt, die es sich nicht gefallen lassen werden, dass man dort einfach so mal 120 Bäume wegnimmt“, empörte sich Mathias Ehlers vom bisherigen Warnemünder Umweltausschuss auf der letzten Ortsbeiratssitzung. „Bevor ich über 120 Bäume auf der einen Seite rede, rede ich gern lieber über sieben Bäume auf der anderen Seite – das sollten wir hier festlegen und nicht irgendein Amt“, so Ehlers. Zumal in den letzten Jahren bereits viele der Allee-Kastanien gefällt werden mussten, da diese mit dem Bakterium Pseudomonas befallen waren und dies möglichweise auch bei den verbliebenen Bäumen zum Rosskastaniensterben führt.

Rettet diesen Baum! - Müssen 120 Bäume für „nachhaltiges Fahrradfahren“ weichen?
Rettet diesen Baum! - Müssen 120 Bäume für „nachhaltiges Fahrradfahren“ weichen?

Fehlende Bürgerbeteiligung?

„Schwer im Magen“ liege ihm die Umgestaltung des Radweges in der Parkstraße, wenn dort „in Größenordnungen Bäume gefällt werden müssen“, erklärte auch der neue Ortsbeiratsvorsitzende Dr. Werner Fischer (Die Linke. Partei).

Stephan Porst (Bündnis 90/Die Grünen) stimmte dem zu: „Es ist völlig unausgewogen, sieben Bäume zu erhalten, selbst wenn es eine Allee ist und die sicher unter besonderem Schutz steht“, so der frisch gewählte 2. Stellvertreter im Ortsbeirat, „aber dann auf der anderen Seite 120 Bäume zu fällen – das steht in keinem Verhältnis, da müssen wir unbedingt noch mal ran.“ Porst forderte eine angemessene Bürgerbeteiligung und nicht, dass „das Amt für Verkehrsanlagen über die Köpfe der Einwohner hinweg entscheidet.“

Der Ortsbeirat beschloss, das Thema im Strukturausschuss der Bürgerschaft auf die Tagesordnung zu setzen, doch die Zeit wird knapp.

Ausgleichspflanzung in der Rostocker Heide statt in Warnemünde

Für zusätzliche Verstimmung sorgt unter den Warnemündern der Ort der Ausgleichspflanzung. Die sei schon abgeschlossen, erklärte Verkehrsplaner Fröhlich bereits Anfang Oktober, allerdings nicht im Seebad, sondern weit weg in der Rostocker Heide.

Kerstin Kanaa, stellvertretende Pressesprecherin der Stadt, bestätigt dies: „In der Heide ist der Ausgleich bereits erfolgt.“ Vorgenommen wurde dieser in einer Aufforstungsfläche am Rande der Rostocker Heide. Bereits 2018 wurden dort 2.330 Bäume auf einer Fläche von 4.600 Quadratmetern als Ausgleichsmaßnahme aufgeforstet. Die Artenwahl für die Bepflanzung erfolgte entsprechend den Vorgaben des Stadtforstamtes. „Hintergrund ist die geplante Vergrößerung der Heide, die in den Randflächen aufgeforstet werden soll“, so Kanaa.

Nur für die beiden Alleebäume soll der Ausgleich im Seebad erfolgen.

Baumfällungen im ersten Quartal 2020

Die Baumfällungen werden voraussichtlich im ersten Quartal 2020 erfolgen, heißt es von der Stadtverwaltung. Hierfür wurde schon ein externes Unternehmen vom Amt für Verkehrsanlagen beauftragt. Die Ausführungsplanung ist abgeschlossen, demnächst soll die Ausschreibung der Bauleistung erfolgen.

Schlagwörter: Bauvorhaben (88)Fahrrad (133)Küstenschutzwald (5)Parkstraße (16)Warnemünde (966)

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11 Kommentare

  • Michael Gemballa sagt:

    RADFAHRER ! Wenn auch nur ein Baum gefäii wird , BOYKOTTIERT DIESEN FAHRRADWEG !
    Die Bäüme müssen in der Stadt bleiben und nicht in der Rostocker Heide !

  • Gudrun Berkholz sagt:

    Der Weg in der Parkstrasse wirdvon Fussgängern und Radfahrern gemeinsam ohne Regeln kreuz und quer genutzt..Besonders während der Urlaubssaison ist das Radfahren und Laufen, bzw. Gehen auf diesem viel zu schmalem Weg gefährlich.Deutschlandweit wurden breite lange Baumreihen und Waldstreifen an Autobahnen gefällt, um den Vekkehr wegen umstürzender Bäume zu schützen.Ich habe keinen lauten Protest dagegen gehört. Straßen werden weiterhin neu gebaut oder verbreitert.Die Radwege in MV sind oft unwegsam und zu schmal.Autos können durch den Warnowtunnel fahren,Radfahrer nur mit dem Bus.Mich interessiert sehr,wer von den Baumprotestlern ein Auto besitzt,bzw. wer keines besitzt.Immer wieder hat das Auto Vorrang und freie glatte Fahrt. ich werde keinen Radweg boykottieren .Ich bin der Überzeugung ,dass mehr Bäume wegen Autos als Fahrrädern gefällt werden.Ich besitze kein Auto, aber mehr als ein Fahrrad.

  • Brucken sagt:

    Es geht hier nicht ums Autofahren sondern um den Küstenwald von Warnemünde, der in seinem Bestand zum Schutz der Küste und dem Hinterland dient. Bemerkenswert dabei ist, das die ganze Welteinschließlich Rostock-Warnemünde von CO2 Vernichtung bzw. Entsorgung und Einsparung spricht, aber hier wird ein kleiner Teil Entsorgungskapazität vernichtet. Fahrradfahrer und Fußgänger haben diesen Weg mehrere Jahre gemeinschaftlich genutzt. Hinter- und vor diesem Wegabschnitt bleiben die bestehenden Wege bestehen. Hier müssen sich die Fahrradfahrer und Fußgänger weiterhin die Wege teilen. Und hinzu kommt, dass die Fahrradfahrer mal endlich die Fahrradfahren die richtige Straßenseite zum Fahrradfahren benutzen. Die aus dem Senatsbereich Bau und Umwelt gemachte Äußerung,
    “ das das Konfliktpotenzial zwischen den Verkehrsteilnehmern ist extrem.“ , ist absolut übertrieben. Es stellt sich die Frage was hinter dieser Maßnahme steckt. Sind hier auch wie anderswo Lobbyisten tätig?

  • Hans-Ulrich Kalweit sagt:

    Hier zeigt sich einmal mehr das anachronistische und kontraproduktive Vorgehen der Rostocker Stadtverwaltung. Wenn es in diesem Bereich „Konfliktpotentiale“ gibt zwischen Fußgängern und Radfahrern, dann muss man einfach mal:
    1. sich nicht verkehrsgerechte Radfahrer massiv zur Verantwortung ziehen (bin selber Radfahrer, aber weiß mich zu benehmen, unter anderem auch verkehrsgerecht)
    und
    2. für querende Fußgänger sichere Übergänge schaffen, welche unter Umständen auch ein Anhalten der Radfahrer zwingend notwendig machen.

    Leider nimmt die Stadtverwaltung ihre Verantwortung für die sich inzwischen anerkannter Weise verändernden Lebensbedingungen der Menschen nur unzureichend wahr. Weitere Beispiele dafür sind die Planungen zur Fällung von knapp 100(?) Bäumen auf dem Uni-Campus Ulmenstraße für über ehrgeizige Bauvorhaben der Universität Rostock; und, allen voran, das völlig aus der Zeit gefallene Vorhaben zum Bau einer Klärschlamm-Mono-Verbrennungsanlage in Rostock Bramow. Dort steppt richtig der Bär. Angesichts des Vorhandenseins anderer Technologien (ohne Emission von Klimagasen) kommt dieses Vorhaben einfach nur gespenstisch daher. Und, wir tun ….nichts. Nicht „Rostock for Future“ und nicht die Medien, die die Verpflichtung haben die Bürger sachgerecht und nicht einseitig zu informieren. Hier entsteht die Frage, wie es möglich ist so viele Maulkörbe umzuhängen.
    Zu den Ausgleichsplanzungen: es gehört zur gängigen Praxis der Rostocker Ausgleichspflanzungen irgendwo im „no where“ vorzunehmen. Wenn in der Stadt gehackt wird ist in der Stadt auszugleichen. Das Argument, es wäre in der Stadt kein Platz für Baumpflanzungen mehr (so wird gesprochen) ist einfach nur gruselig. Vielleicht macht es zukünftig Sinn Rostocker Ausgleichspflanzungen im tropischen Regenwald-Gürtel vorzunehmen.

  • Chris sagt:

    Schöner Bericht, der beide Seiten zu Wort kommen läßt.

    Die Kommentare im Empörungs- und Schnappatmungsmodus verströmen das übliche Nimby-Flair. (Nimby = not in my back yard, vor allem in Verbindung mit Bagatell-Belastungen. So in der Art von „Die geplanten Windräder da ganz hinten am Horizont? ENTSÄÄÄTZLICH!! WIR SIND RUINIIIERT!).

    Dem Klima ist es nämlich egal, ob die Bäume der Ausgleichsmaßnahme in Rostock oder in Rußland wachsen. 2.330 neue Bäume für 120 alte Bäume und ein weiterer Baustein für ein fahrradfreundliches Warnemünde, das ist ein ziemlich guter Deal, da kann man eigentlich nicht dagegen sein.

    Es ist auch ganz schön Nimby, gegen die Klärschlamm-Verbrennungsanlage zu sein. Die Abgasreinigungstechnik ist inzwischen so ausgereift, daß hier weder mit Geruch noch mit Giften zu rechnen ist, und das CO2 aus dem verbrennenden Klärschlamm haben wir sowieso. Wir sparen nur die LKW-Transporte, wenn das Zeug lokal verbrannt wird.

    Also entspannt Euch, nicht alles was neu ist, ist immer schlecht.

  • Andreas Krich sagt:

    Was sich hier zeigt ist der Umstand, dass hier zwei für sich genommen gute Standpunkte gegeneinander ausgespielt werden ohne zu betrachten was unter dem Strich das Optimum für Mensch und Umwelt darstellt.
    Jede Erweiterung der Fahrradinfrastruktur zieht auch mehr Menschen auf das Fahrrad. Mehr Fahrradfahrer bewirken direkt einen reduzierten Ausstoß an CO2. Selbstverständlich sind Bäume ein Speicher für CO2. Jedoch ist deren Fähigkeit CO2 zu speichern irgendwann ausgereizt. Dann werden Autos aber weiter fleißig CO2 ausstoßen. Daher ist die Rechnung bzgl. Speicherpotential nicht stichhaltig. Ausser wir lassen das Baum-Speicherpotential kontinuierlich wachsen um den CO2-Ausstoß auszugleichen. So typisch dieser Gedanke ist so ist er in gleichem Maße unsinnig. Denn wie so meist bekämpft dieser nicht die Ursache eines Problems sondern beschränkt sich auf Brandbekämpfung.
    Mit nur wenigen von Auto zum Fahrrad übertragenen km ist die vermeidet der Radweg mehr CO2 als die Bäume aufnehmen würden. Hinzu kommt das die Ausgleichspflichtigen zeitlich verzögert den CO2 Speicher wieder auf das ursprüngliche Niveau heben.
    Lediglich den Umstand das diese Ausgleichspflanzungen nicht in Warnemünde erfolgten ist zu kritisieren. Auch über die Quote der Ausgleichspflanzungen darf gerne nachgedacht werden. Da kann sicherlich noch mehr gemacht werden.
    Wer sich jetzt gegen den Radweg mit Argumenten des Klimaschutzes stellt hat es nicht zu Ende gedacht oder versucht eine Säule des Klimaschutzes gegen die andere auszuspielen.
    Es gibt viel zu viele Wege an denen Fahrradfahrer gezwungen sind auf der Straße mit den Autos zu fahren oder sich den Gehweg mit Fußgängern zu teilen. In beiden Varianten entstehen Konfliktpotentiale durch die Fortbewegung mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Das Nachsehen hat meist der schwächere. Das kann nur durch eine konsequente Trennung der Verkehrsteilnehmer erfolgen.

    Fazit: Radweg ist die bessere Wahl. Ausgleichspflanzungen sollten lieber vor Ort erfolgen.

  • Mia sagt:

    Das Fahrrad ist nicht die Lösung der Verkehrs- oder gar Umweltprobleme, auch wenn sich das ein paar einbilden oder wohl eher einreden.

    Das ist aber auch völlig unerheblich. Den höchsten Schutz verdient das schwächste Glied in der Kette und das ist der Fußgänger. Sind wir übrigens alle immer mal – ob Radfahrer, Autofahrer oder ÖPNV-Nutzer.

    Hier steht die JH, hier halten die RSAG-Busse, hier halten Fernbusse, hier parken Pkw und Wohnmobile (in den Ortskern sollen sie ja zum Glück nicht). Über die Straße komme ich dank Ampel/Zebrastreifen gut. Gefährlich wird es erst auf dem Weg dahinter – durch rücksichtslose Radfahrer! Wird der Weg ausgebaut, fahren die noch schneller! Da sollten erstmal Ampel/Zebrastreifen so verlängert werden, dass Radfahrer genauso wie die Autos anzuhalten haben und ich als Fußgänger sicher vom Bus zum Strand komme!

    Was die Bäume betrifft, nein es ist nicht egal, wo diese stehen oder nachgepflanzt werden. Es geht auch nicht nur um CO2! Schon mal etwas von Mikroklima gehört? Hitzesommer schon wieder vergessen? Jeder einzelne *Stadt*baum ist extrem wichtig! Und dann soll auch mal wieder versiegelt werden – asphaltiert und gepflastert. Regenfälle von 2010 auch schon wieder vergessen, als die KGA in Warnemünde unter Wasser standen? Auf dem Fußweg hier stand das Wasser auch schön häufiger.

    Radweg? Gern! Aber nicht, wenn dafür so viele Bäume gefällt werden müssen! Und hier muss die oberste Priorität ganz klar auf die Fußgänger gerichtet werden, die sicher die Straße und den – was auch immer für einen – Weg dahinter überqueren möchten. Ja, da müssen auch Radfahrer mal anhalten oder absteigen! Das vermisse ich bei der ganzen Planung komplett!

  • Hans-Ulrich Kalweit sagt:

    Zum Kommentar von Chris vom 17.01.2020:
    1.Bäume haben weitere Aufgaben neben der Speicherung von CO2, und deshalb sind sie gerade, wie später auch in einem Kommentar richtig dargestellt wurde, für das Mikroklima in der Stadt sehr wichtig…..und daher noch einmal: wenn in der Stadt gehackt wird, muss in der Stadt ausgeglichen werden und zwar in einer Zahl, welche die unterschiedlichen ökologischen Leistungen eines Jung-und Altbaumes berücksichtigt. Dass man woanders auch Bäume pflanzen muss ist selbsterklärend…und auch unsere Forstwirtschaft braucht Umdenken wie man Deutschland weit immer wieder an notwendigen Auseinandersetzungen über gängige Praxis und nachhaltigem Umgang mit dem Wald erkennen kann.
    Um den Fahrradverkehr in Warnemünde (auch bei steigender Tendenz) zukünftig abzusichern, muss einfach der Fremd-Autoverkehr vor der Tür gelassen werden. Weiter muss für nicht zu umgehenden „Eigenverkehr“ das Tempo minimiert werden; und jegliche Verstöße gegen die Straßen Verkehrsordnung schmerzhaft geahndet werden.
    Wir werden nicht umhin kommen zukünftig noch viel härtere Einschnitte ohne Mullen und Knullen wegzustecken.
    2. Klärschlamm-Mono-Verbrennungsanlage: Verbrennung ist nicht „Stand der Technik“ wie uns weisgemacht wird. Neue (und alte) Technologien (Pyrolyse und Karbonisierung hier nur als Beispiele) arbeiten ohne Freisetzung von Klimagasen. Und Filter für Geruchs-und andere Belastungen bei der Verbrennung – ojeh, das wird auf die Zeit gerechnet richtig teuer, denn diese brauchen Regenerierung. Und gesetzlich verbindliche Phosphat-Rückgewinnung: im Rostocker Verbrennungs-Projekt überhaupt noch nicht eingepreist (Asche wird erst mal zwischengelagert bis zu einer späteren Lösung, die auch teuer wird, weil ausgelagert, fremdvergeben). Bei den anderen Technologien kann man die entstandenen Vergasungs – Rückstände direkt auf den Acker tragen – als Dünger.

  • Franzinger sagt:

    Es hat den Anschein, das die Lobby der Urlaubswohnungsbesitzer der Wohnhäuser zwischen Parkplatz und Sportplatz hier auch mitwirken. Es wird durch die Baumfällung freie Sicht auf die Ostsee geschaffen. Und wenn die Stadt schonmal bei Wegeverbreiterung ist, dann sollte auch der Rad- / Fußweg zwischen Warnemünde und Lichtenhagen ebenfalls verbreitert werden. Auch hier besteht erhebliches Konfliktpotential zwischen Fußgänger und Fahrradfahrer. Unfälle sind hier schon mehrere passiert. Auch hier benutzen die Fahrradfahrer die falsche Seite der Stadtautobahn um nach Warnemünde zu kommen. Siehe auch Kommentar Brucken, vom 18.12.2019.

  • Hans-Ulrich Kalweit sagt:

    Ich glaube, dass Franzinger, am 19.1. ziemlich recht hat und hier das System hinter der Attacke vermutet….mit Sicherheit ist es jedenfalls nicht unbeteiligt. Dem Franzinger herzlichen Glückwunsch zu seiner Erkenntnis und dem Mut, dies auch zu sagen.
    Im Übrigen gibt es wirklich tausendfaches Konfliktpotential zwischen Fußgänger und Radfahrer in Rostock; und tausendfache Gefährdung des Radfahrers durch stehenden (auch falsch stehenden) und laufenden Autoverkehr……..warum dann dafür Bäume fällen in Warnemünde, wo das Konfliktpotential vergleichsweise gering ist!….womit wir wieder beim Franzinger sind!!

  • Björni sagt:

    Ach, na und, es werden doch ohnehin sämtliche Grünflächen in Rostock zugebaut. Vielleicht geht es schnell genug, sodass dann schnell keine Grünflächen mehr vorhanden sind, dann brauchen wir uns nicht mehr über dieses Thema aufregen. Mal ernst, Grünflächen haben ihren Nutzen, gerade auch in einer Stadt. Rostock wird von Jahr zu Jahr hässlicher und die Wohnqualität in der Stadt sink stetig weiter. Dabei sind die Radwege und Straßen in MV wirklich gut ausgebaut

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