Rosengarten - Freiflächengestaltung vorgestellt

Im Rostocker Rosengarten sollen die Freiflächen neugestaltet werden – Lücken in der Allee sollen geschlossen, aber auch 26 Bäume gefällt werden

9. September 2021, von
Rosengarten Rostock - Freiflächengestaltung vorgestellt
Rosengarten Rostock - Freiflächengestaltung vorgestellt

Die Freiflächen im Rostocker Rosengarten sollen neugestaltet werden. Landschaftsarchitekt Hannes Hamann stellte am Mittwochabend die aktuellen Pläne im Ortsbeirat Stadtmitte vor.

Zentraler Bereich soll im historischen Zustand bleiben

Ziel ist, die Flächen im zentralen Bereich entsprechend der denkmalpflegerischen Zielstellung aus dem Jahr 2008 wiederherzustellen, so Hamann. Die Rosenbeete sollen erneuert und die Wege in einen vernünftigen Zustand gebracht werden. Der zentrale Brunnen erhält unterirdisch eine komplett neue Technik, über die künftig auch die automatische Bewässerung erfolgt.

Im Bereich der Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus am Steintor soll vor allem das Umfeld wieder hergerichtet werden. Die Pflasterung wird erneuert, das Denkmal in den Originalzustand zurückversetzt, so Hamann. In Richtung Rosengarten werden die Hochbeete zurückgebaut. In Richtung Steinstraße bleibt das Hochbeet erhalten, die Umrandung soll als Sitzgelegenheit dienen.

26 Bäume sollen gefällt werden – 32 Nachpflanzungen sind geplant

Um den Zustand des bestehenden Baumbestandes zu bewerten, wurde ein Baumgutachten erstellt. Von den 155 untersuchten Bäumen sind 84 leicht und 71 stärker geschädigt. Elf Bäume haben keine Reststandzeit mehr, für sie wird eine Fällung empfohlen. Zehn dieser Bäume befinden sich im südwestlichen Bereich an der Ecke Hermannstraße/August-Bebel-Straße.

Der Brunnen im Rosengarten soll eine komplett neue Technik bekommen
Der Brunnen im Rosengarten soll eine komplett neue Technik bekommen

An der Nordseite – entlang der Wallstraße – gibt es eine doppelte Baumreihe. Die straßenseitige Reihe weist jedoch bereits große Lücken auf, in den vergangenen Jahren waren hier viele Bäume abgängig. Jetzt soll sie wieder vervollständigt werden, dafür müssen allerdings fünf Linden aus der Nordreihe entnommen werden, erläutert Hannes Hamann. Neue Bäume in einer historisch gewachsenen Allee zu ergänzen, sei schwierig und gelinge nur, wenn man genug Platz, Wurzelraum und Licht hat, begründet der Landschaftsplaner die Eingriffe. In dem Zusammenhang werden auch die Bäume in der zweiten Reihe eingekürzt, ergänzt Stefan Patzer, Sachgebietsleiter Planung beim Amt für Stadtgrün. Der Verjüngungsschnitt soll einerseits die Bäume revitalisieren, andererseits Licht für die Nachpflanzungen schaffen. Da es sich um ein Gartendenkmal handelt, gelten formell andere Spielregeln, so Patzer. Weder Baumschutzsatzung noch der spezielle Alleenschutz würden greifen, da es bereits seit 2018 ein Einvernehmen mit Denkmal- und Naturschutzbehörde gibt.

Insgesamt sind 26 Fällungen geplant, die meisten im südwestlichen Bereich. Die Zahl klingt hoch, teilweise handelt es sich aber nur um Wildwuchs, etwa Hainbuchen, die aus der Hecke zur Baumqualität mit dem entsprechenden Stammdurchmesser herangewachsen sind, versucht Patzer zu beruhigen. „Die sollten entnommen werden, damit sich die restlichen, verbleibenden Gehölze vernünftig entwickeln können, um eine Heckenstruktur wiederherzustellen.“

Auch in der Baumreihe auf der Südseite – vor der neuen Wohnbebauung – sollen zwei größere Lücken wieder geschlossen werden. 32 Bäume werden insgesamt neu gepflanzt.

Die Gesamtkosten betragen 2,3 Millionen Euro, Städtebaufördermittel sollen beantragt werden. 2022 könnten die Arbeiten starten.

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