„Farbe“ ist das Motto des Tags des offenen Denkmals 2014

Von Warnemünde bis in die Rostocker Innenstadt – am 14. September 2014, dem diesjährigen Tag des offenen Denkmals, steht an 25 Orten das Motto „Farbe“ im Vordergrund

9. September 2014, von
Das Hauptgebäude der Uni Rostock öffnet zum Tag des offenen Denkmals 2014 seine Türen - Dr. Angela Hartwig (Leiterin des Universitätsarchivs), Prof. Dr. Wolfgang Schareck (Rektor der Uni Rostock) und Uta Jahnke (Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen)
Das Hauptgebäude der Uni Rostock öffnet zum Tag des offenen Denkmals 2014 seine Türen - Dr. Angela Hartwig (Leiterin des Universitätsarchivs), Prof. Dr. Wolfgang Schareck (Rektor der Uni Rostock) und Uta Jahnke (Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen)

Nicht ohne Grund gehört die Universität Rostock zu einer der fünfzehn schönsten Universitäten der Welt. Das Hauptgebäude im Herzen der Stadt, welches 1870 im Stil der mecklenburgischen Terrakotta-Renaissance neu errichtet wurde, gehört zu einem der meist fotografierten Bauwerke der Innenstadt. Auch im Inneren hat sich bis heute viel getan. Erst seit Januar 2014 steht das Gebäude nach einer langen Sanierungszeit von fünf Jahren wieder für Professoren, Studenten und Besucher offen.

Es ist somit kein Wunder, dass die Universität das Highlight des diesjährigen Tags des offenen Denkmals darstellt. Für Neugierige ist das Gebäude am 14. September 2014 von zehn bis siebzehn Uhr geöffnet. Doch nicht nur das neu restaurierte Gebäude an sich steht zur Besichtigung bereit, auch viele Kunstschätze, die sich mit den Jahren angesammelt haben, sind im Hauptgebäude untergebracht und können bestaunt werden. Besonders Wissensbegierige haben die Möglichkeit, sich bei Gruppenführungen und kleinen Vorträgen genauer zu informieren.

In Warnemünde lädt das Heimatmuseum zum Tag des offenen Denkmals 2014 ein
In Warnemünde lädt das Heimatmuseum zum Tag des offenen Denkmals 2014 ein

In diesem Jahr steht der Tag des offenen Denkmals ganz unter dem Motto „Farbe“. Denn Farbe als unmittelbarer Sinneseindruck begleitet uns auch im Alltag sehr stark. Ob Schloss oder Fabrikanlage, Kirchenbau oder Schulgebäude, der Anstrich einer Hausfassade oder die Innengestaltung eines Gebäudes – überall ist die farbliche Gestaltung eine zentrale Ausdrucksform. Auch an historischen Denkmälern ist die Farbe ein wichtiger Bestandteil in der Wahrnehmung des Betrachters.

Bevor ein Kunstdenkmal neu restauriert werden kann, werden daher genaue Untersuchungen des Befundes vorgenommen. „Häufig werden dabei mehrere Farbfassungen festgestellt. Die Restauratoren müssen dann entscheiden, in welcher Fassung die Bauten wiederhergerichtet werden sollen“, erklärt Uta Jahnke vom Amt für Kultur, Denkmalpflege und Museen. Keine leichte Entscheidung. Der Berliner Künstler Andreas Wolff, welcher 2013 das neue Fenster der Aula gestalten durfte, hatte es da wesentlich einfacher. Da keine Aufzeichnungen zu Farben oder Details des ursprünglichen Fensters aus dem 19. Jahrhundert vorlagen, konnte er einen völlig neuen Entwurf anfertigen. Das farbig gestaltete Fenster kann ebenfalls am Tag des offenen Denkmals begutachtet werden.

Petri- und Marienkirche bieten zum Tag des offenen Denkmals 2014 in Rostock Turm- und Dachstuhlbesteigungen an
Petri- und Marienkirche bieten zum Tag des offenen Denkmals 2014 in Rostock Turm- und Dachstuhlbesteigungen an

Doch nicht nur das Universitätshauptgebäude zeigt am kommenden Sonntag seine farbenfrohen Schätze. Insgesamt 25 Denkmäler und Gebäude erwarten am Tag des offenen Denkmals in Rostock ihre Besucher. Darunter die alte Gewerbeschule, auch bekannt als „Grünes Ungeheuer“, die Marienkirche, das Kloster zum Heiligen Kreuz, das Kröpeliner Tor, das Heimatmuseum in Warnemünde und das Peter-Weiss-Haus, um nur einige zu nennen. Da man diese Gebäude auch noch an anderen Tagen besichtigen kann, steht für die Gäste dort am Sonntag ein besonderes Programm bereit. So kann man etwa in der Petrikirche eine Führung auf den Dachstuhl machen, der ansonsten nicht für Besichtigungen offen steht, oder sich in der alten Gewerbeschule bei einer Ausstellung den Expressionismus in Rostocks Architektur näher bringen lassen. Es können jedoch auch Gebäude besichtigt werden, die sonst nicht für Publikum geöffnet sind. Hierzu gehört unter anderem die ehemalige „Anker Spirituosen“ Fabrikanlage in der Doberaner Straße 144, die momentan nach einem schweren Brandschaden neu saniert wird, Speicher und Sudhaus der ehemaligen Voß’schen Brauerei und das Haus der Musik in der Wallstraße 1.

Da nicht jedes Objekt den ganzen Tag geöffnet hat, ist es empfehlenswert sich vorher nach den genauen Zeiten zu erkundigen. Bei einigen Führungen ist zudem eine Voranmeldung nötig. Eine Übersicht zu allen Angeboten und Zeiten gibt es auf folgender Website:

http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/mv/kreisfrei/10156/

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