Tief „Daisy“ – Schulfrei in Rostock

Wie man dem Unwetter noch Nutzen abgewinnen kann

10. Januar 2010, von

Schneebedeckte Sträucher Wer kürzlich noch von Tauwetter und dem bevorstehenden Frühling geträumt hat, wird in diesen Tagen wohl bitter enttäuscht. Seit der Nacht zu Sonntag hat das Winterwetter einen erneuten Höhepunkt erreicht, als das gefürchtete Tief „Daisy“ auch in Norddeutschland angekommen ist und in Mecklenburg-Vorpommern ganz besonders zugeschlagen hat.

Heftiger Schneefall und orkanartige Böen haben dafür gesorgt, dass auf einer Autobahn nahe Greifswald mehrere Lastwagen ins Schleudern kamen, die Fahrbahn blockierten und so einen 8 Kilometer langen Stau verursachten. Die Polizei empfiehlt deshalb ausdrücklich, das Auto bis zur Entspannung der Wetterlage stehen zu lassen. Im Kreis Ostvorpommern wurde sogar der Katastrophenalarm ausgerufen, da die Verkehrssicherheit wegen der extremen Witterungsbedingungen stark eingeschränkt sei.

Schnee auf einem Tannenzweig Haben wir im Dezember noch um eine weiße Weihnacht gezittert, so dürften wir der Schneemassen langsam überdrüssig werden. Jeder, der einen romantischen Winterspaziergang machen oder einen Schneemann bauen wollte, hat dies mit Sicherheit längst getan. Die Abdeckplane vom Auto kommt aus ihren Nachtschichten gar nicht mehr raus, auch der Schneeschieber findet seinen täglichen Einsatz und langsam wissen wir nicht mehr, wohin mit dem ganzen Schnee. Radfahren ist zum Balanceakt geworden, auf den meist ungeräumten Wegen kommt man als Fußgänger so schlecht voran wie im Sommer im Strandsand.

Einen Vorteil hat „Daisy“ allerdings doch – zumindest für alle Schüler und Schülerinnen, für die morgen in ganz Mecklenburg-Vorpommern dank des Unwetters den ganzen Tag die Schule ausfällt. Bei vielen steht momentan eine Klausur nach der anderen an, da kommt ein verlängertes Wochenende doch gerade recht – wenn es auch nicht unbedingt zum Lernen genutzt wird.

Innenstadt im Schneegestöber Stattdessen bietet sich der Montagmorgen, normalerweise der schlimmste Morgen der ganzen Woche, doch hervorragend zum Ausschlafen an. Wenn es draußen dunkel ist, macht das Aufstehen ohnehin noch viel weniger Spaß als sonst, also warum nicht gleich liegen bleiben?! Ein weiterer Vorteil ist außerdem, dass man im Idealfall ganz allein zu Hause ist und es höchstens noch mit seinen ebenfalls schulpflichtigen Geschwistern teilen muss. Die Eltern müssen schließlich trotzdem arbeiten.

Okay, Mittag kochen gehört sicherlich nicht zu euren Lieblingsbeschäftigungen, aber die Mahlzeit kann man ja auch in einen der Fastfoodläden in der Innenstadt verlegen. Das lässt sich nämlich gleich mit einigen anderen angenehmen Dingen verbinden. Zum Beispiel kann man sich dort mit Freunden verabreden – entweder zum gemeinsamen Rodeln in den Wallanlagen oder zum Einlösen der vielen Geschenkgutscheine, die es zu Weihnachten gab. So lässt sich das Unwetter jenseits von trockener Schullektüre und Klausurenstress doch ganz gut aushalten, oder nicht?

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