Flachbau in Lütten Klein wird zu grüner Oase

Die Wiro möchte den freigezogenen DDR-Flachbau in der Ahlbecker Straße in Rostock-Lütten Klein abreißen und das Grundstück zu einer grünen Oase umgestalten

30. Oktober 2020, von
Flachbau in Lütten Klein wird zu grüner Oase
Flachbau in Lütten Klein wird zu grüner Oase

Türen und Fernster sind mit Sperrholzplatten vernagelt – das Haus mit dem Charme aus längst vergangenen DDR-Zeiten wirkt ein wenig grau und trist. Seit zum Jahreswechsel die letzten Mieter ausgezogen sind, steht der Flachbau in der Ahlbecker Straße 7 in Rostock-Lütten Klein leer. Im nächsten Frühjahr soll das Gebäude abgerissen werden, wie die Wiro Wohnen in Rostock Wohnungsgesellschaft mbH auf Anfrage mitteilt.

Das Grundstück wird jedoch nicht wieder bebaut, erklärt Wiro-Pressesprecher Carsten Klehn. Stattdessen möchte das kommunale Wohnungsunternehmen die Fläche entsiegeln und zu einer „grünen Oase“ umgestalten. Wie der Bereich künftig genau aussehen wird, steht noch nicht fest. Detaillierte Planungen sollen im Winter vorliegen, so Klehn.

Gegenüber, auf der nördlichen Straßenseite, gibt es vor dem ‚Windmühlen‘-Hochhaus bereits einen kleinen Spielpatz, an dem die Wiro 2001 den Springbrunnen „Pusteblume“ aufstellen ließ. Das von der Bildhauerin Leoni Wirth in den 1970er Jahren erschaffene Wasserspiel stand früher vor der benachbarten Kaufhalle, war dort jedoch ohne Funktion. Westlich grenzt ein Pflegeheim an das Grundstück, im Osten stehen hinter den Straßenbahngleisen eine Grundschule sowie das Stadtteil- und Begegnungszentrum (Mehrgenerationenhaus).

Zuletzt fanden sich in dem Gebäude neben einem Friseur vor allem medizinische Angebote. Apotheke, Arztpraxis und Physiotherapie sind inzwischen in die benachbarte Riga-Passage umgezogen.

Zu DDR-Zeiten dürfte der Flachbau wohl jedem Lütten Kleiner gut bekannt gewesen sein. Neben Post, Reinigung und Fotostudio war hier auch die Mütterberatung untergebracht. Nicht zu vergessen die Annahmestelle der Sekundär-Rohstofferfassung „Sero“: Hierher brachten Schüler die in den benachbarten Hochhäusern gesammelten Flaschen und Zeitungen – 30 Pfennig gab es damals für jedes Kilo Altpapier.

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