Entlaufenes Zirkus-Zebra erschossen

Ein aus einem Zirkus entlaufenes Zebra wurde heute nach einem größeren Polizeieinsatz, einem Verkehrsunfall und mehrfachen Sachschäden im Bereich Thelkow (LK Rostock) erschossen

2. Oktober 2019
Entlaufenes Zirkus-Zebra erschossen
Entlaufenes Zirkus-Zebra erschossen

Zwei entlaufende Zebras haben im Bereich um Tessin (LK Rostock) einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst. Während eines der beiden Zirkustiere gegen 04:45 Uhr in der Ortslage Vilz unversehrt eingefangen werden konnte, blieb das zweite Zebra stundenlang verschwunden. Nach einem Verkehrsunfall, mehreren Sachschäden und etlichen, erfolglosen Einfangversuchen wurde das Tier in der Ortschaft Thelkow durch einen Schuss erschossen.

Gegen 08:00 Uhr war das freilaufende Zebra auf der A 20, in Höhe der Anschlussstelle Tessin gesichtet worden, wo es in der Folge zu einem Verkehrsunfall zwischen zwei parallel fahrenden Fahrzeugen kam.

Verletzt wurde dabei niemand, auch das Zebra blieb zunächst unversehrt. Daraufhin wurde die Autobahn vorübergehend gesperrt. Die Versuche der Beamten, das Tier unter Kontrolle zu bringen und einzufangen, blieben aber erfolglos. Ein Polizist verletzte sich dabei leicht, war aber weiter dienstfähig. Das Tier flüchtete von der A 20 und beschädigte dabei einen PKW durch Überlaufen der Motorhaube. Auch ein Funkstreifenwagen wurde beschädigt.

Später konnte das Zebra auf einer Ackerfläche zwischen Kowalz und Thelkow gesichtet werden. Der für das Tier verantwortliche Zirkusdompteur versuchte dann ebenfalls vergeblich das Zebra unter Kontrolle zu bringen. Die Tiernotrettung der Feuerwehr Rostock wurde um Amtshilfe gebeten. Letztendlich kam es im Bereich Thelkow zu einer Schussabgabe, in deren Folge das Zebra vor Ort verendete. Die genauen Umstände dazu werden derzeit noch geklärt.

Quelle: Polizeipräsidium Rostock

Schlagwörter: Autobahn (104)Polizei (3623)Unfall (596)

Das könnte dich auch interessieren:

1 Kommentar

  • Jan Wern sagt:

    Es ist schon nicht zu verstehen, dass ein Zirkus nicht in der Lage ist, zu verhindern, dass zwei Zebras ausbrechen. Eindeutig das der Zirkus mit den Tieren total überfordert ist und sie nicht halten kann, es sind eben Wildtiere. Auch wenn es beim Transport und Entladung zu Problemen gekommen ist, das Wohl der Tiere und die Sicherheit der Tier muss doch wohl an erster Stelle stehen.
    Weiterhin ist es eine Katastrophe, dass die Tierrettung das Tier erschossen hat. Hier waren offensichtlich Menschen total überfordert, die Situation unter Kontrolle zu bringen und haben sich der einfachsten Maßnahme bedient, das Problem aus der Welt zu schaffen und es zu erlegen.
    Die Reaktion und Stellungnahme des Zirkus zeigt dann endgültig, wie mit Tieren umgegangen wird. Die Stellungnahme des Zirkus: Dass am Freitag die Premiere in Tessin trotzdem stattfinden werde. „Es muss ja weitergehen.“ Das sei eben das Zirkusleben. Und es werde in der Manege auch wieder gelacht.
    Es handelt sich hier eben nur um eine Sache, nicht um ein fühlendes, empfindendes Lebeswesen. Die Zirkusse, die noch mit Tieren arbeiten, nutzen die Tiere ausschließlich zu kommerziellen Zwecken, Geld verdienen ist der Sinn der Tierhaltung, leider. Das wir es in Deutschland nicht schaffen, ein Wildtierverbot für Zirkusse einzuführen, zeigt an diesem Beispiel eindeutig, wie unfähig unsere Regierung ist und wie wir mit Tieren umgehen. Ich würde mir wünschen, dass die Zuschauer dem Zirkus fern bleiben und das Zirkus endlich versteht, dass Wildtiere in die Wildnis gehören und dort unterstützt werden müssen und nicht zu kommerziellen Zwecken ausgebeutet werden dürfen.

Hinterlasse einen öffentlichen Kommentar

Hiermit stimme ich der Veröffentlichung meines Kommentars sowie der Speicherung und Verarbeitung meiner Daten incl. meiner IP-Adresse gemäß der Datenschutzerklärung zu.