Cornelia Crombholz wird neue Schauspieldirektorin am VTR

Intendant Peter Leonard präsentierte heute im Theater im Stadthafen die Regisseurin Cornelia Crombholz – sie wird das Schauspiel am Volkstheater Rostock ab August 2013 leiten

29. Juni 2012, von
Cornelia Crombholz wird neue Schauspieldirektion am Volkstheater Rostock
Cornelia Crombholz wird neue Schauspieldirektion am Volkstheater Rostock

Cornelia Crombholz wird neue Schauspieldirektorin am Rostocker Volkstheater. Sie tritt damit die Nachfolge von Jörg Hückler an, der seinen 2013 auslaufenden Vertrag nicht verlängert hat. Zunächst nur für ein Jahr, in der Spielzeit 2013/2014, wird sie die Schauspielsparte des Theaters leiten. Dann endet auch die Intendanz von Peter Leonard, der die Regisseurin heute dem Schauspielensemble und der Presse vorstellte. Ob sie auch unter einem neuen Intendanten bleibt, ist noch offen.

„Sie hat fast in jedem wichtigen Theater inszeniert und wurde dort wiederholt eingeladen. Eine ganz intensive Zeit hatte sie als Hausregisseurin in Graz“, erklärt Peter Leonard.

„Ich bin flächendeckend unterwegs“, sagt die 45-jährige Regisseurin. Das bezieht sich nicht nur auf ihre Stationen an deutschen und internationalen Theatern, sondern auch auf die Stücke, die sie auf die Bühne bringt. „Es muss nicht immer Komödie oder Tragödie sein. Ich lass mich auf vieles ein.“ Zu ihren bisherigen Inszenierungen zählen Klassiker wie Shakespeare, Goethe und Molière, aber auch modernere Texte von Bertolt Brecht, Max Frisch und Heiner Müller.

„Natürlich auf der Höhe der Zeit und immer aus den Inhalten heraus und nicht über diese hinauszielend“, so ihr Anspruch an ihre Arbeit. Ihr Handwerk hat Cornelia Crombholz bei einem Regiestudium am Wiener Max Reinhardt Seminar gelernt. Zuvor ließ sie sich an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ in Potsdam Babelsberg zur Schauspielerin ausbilden.

Schon in den kommenden Monaten will Cornelia Crombholz, die derzeit in Berlin wohnt, sich dem Rostocker Theater nähern. Parallel zu ihren Inszenierungen in Ingolstadt, Heidelberg und Magdeburg, will sie die Rostocker Rezeptionsgeschichte studieren, möglichst alle Schauspielpremieren sehen, um das Ensemble kennenzulernen und schon am Programm für das nächste Jahr arbeiten. Die Möglichkeit der Vorbereitung sei für sie ein Argument gewesen, nach Rostock zu kommen. Ein anderes der Wunsch nach kontinuierlicher Arbeit, so die Regisseurin.

Auch die Probleme im Kampf um den Erhalt eines Mehrspartenhauses seien ihr nicht fremd. „Ich finde, dass diese Struktur erhalten werden muss. Ich freue mich ganz besonders darüber, dass das Theater im Osten ist“, bekennt die gebürtige Hallenserin.

Gemeinsames Ziel sei es nun der Region zu zeigen, dass ein Mehrspartentheater von Qualität blühende Zeiten in Rostock vor sich habe, so Peter Leonard.

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