Ein Eisbär auf dem Hochhaus in der Südstadt

Die Künstlerin Ina Wilken hat die Fassade des Wiro-Hochhauses in der Ziolkowskistraße 9 mit einem riesigen Eisbärengemälde gestaltet

16. Dezember 2016, von
Außen die beiden Wiro-Geschäftsführer Christian Urban und Ralf Zimlich, in der Mitte Zoodirektor Udo Nagel und Künstlerin Ina Wilken vor dem riesigen Eisbärengemälde in der Südstadt
Außen die beiden Wiro-Geschäftsführer Christian Urban und Ralf Zimlich, in der Mitte Zoodirektor Udo Nagel und Künstlerin Ina Wilken vor dem riesigen Eisbärengemälde in der Südstadt


Ist es Fiete? Nein, Churchill ist es nicht. Zoodirektor Udo Nagel rätselt, wem der überlebensgroße Eisbär ähnelt, der seit heute auf der Fassade der Ziolkowskistraße 9 zu sehen ist. Ina Wilken klärt auf, dass es kein Porträt eines Eisbären aus dem Rostocker Zoo sei, sondern sie sich ein Fotomotiv ihrer Vorstellung entsprechend als Vorlage gesucht habe.

Die Künstlerin hatte von Anfang September bis letzte Woche an diesem riesigen Kunstwerk gearbeitet und das Wandgemälde Stück für Stück auf die über acht Meter breite und 20 Meter hohe Fläche gebracht. „Wie beim Schachspiel orientiert man sich dabei an Quadrate. So habe ich die Vorlage in 50 Zentimeter große Raster übertragen“, erläutert sie ihre Vorgehensweise. Bis zu 40 Meter ist sie dafür in der Höhe geklettert. Nun, da die Plane weg ist und das Gerüst von dem frischsanierten 14-geschossigen Hochhaus entfernt wurde, sieht auch sie das Gesamtbild zum ersten Mal in voller Größe.

Der König der Arktis prangt in voller Pracht an der Hauswand. Sein Blick ist zum Zoo gerichtet, wo bald die Abrissbirnen der alten Bärenburg dem Bau einer neuen Eisbärenanlage, dem „Polarium“ Platz machen. „Rostock hat jetzt ein Eisbären-Haus, für den Zoo ist es schon ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk für unser 120-jähriges Jubiläum 2019. Das Bild tröstet mich über unsere eisbärenfreie Zeit hinweg“, lobt Zoodirektor Udo Nagel die Arbeit von Ina Wilken, die auch im Zoo selbst schon Wände gestaltet hat. Auch in der Stadt finden sich ihre Kunstwerke. Das erste Wandbild aus dem Jahr 1997 ist immer noch am Mühlendamm zu sehen.

Das Bild in der Ziolkowskistraße 9 ist auf ihre Idee hin entstanden. „Immer wenn ich durch den Südring fuhr, fiel mir das Hochhaus ins Auge“, erzählt die Malerin. Der Wiro, der Eigentümerin des Gebäudes, gefiel die Idee ebenfalls. Der Zeitpunkt war günstig: Der kommunale Vermieter und Partner des Zoos hatte eine Fassadensanierung geplant und überließ der Künstlerin die Fläche. „Die Ziolkowskistraße 9 ist nicht länger nur ein Hochhaus – sondern große Kunst“, freut sich der Wiro-Geschäftsführungsvorsitzende Ralf Zimlich.

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