Polizei schnappt zwei Drogenkuriere und einen Dealer

Vater-Sohn-Duo aus Berlin belieferte Rostocker Drogendealer mit Marihuana und Haschisch – alle drei sitzen jetzt in Untersuchungshaft

16. Oktober 2012, von
Fahndungserfolg in der Rauschgiftkriminalität
Fahndungserfolg in der Rauschgiftkriminalität

Fahndungserfolg in der Rauschgiftkriminalität: Die Polizei hat zwei Drogenkuriere und einen Dealer festgenommen. In Zusammenarbeit mit dem Landeskriminalamt (LKA MV) konnte die Kriminalpolizeiinspektion Rostock vor einigen Tagen 13 Kilogramm Marihuana und Haschisch sowie Anabolika und Schlagwaffen sicherstellen. Es ist die größte Menge illegaler Betäubungsmittel, die die Rostocker Polizei in diesem Jahr beschlagnahmen konnte.

Gefunden wurde das Rauschgift bei zwei Drogenkurieren aus Berlin, die einen Rostocker Dealer damit beliefern wollten. Schon seit Mai ermittelte das Fachkommissariat für organisierte Kriminalität gegen den 30-jährigen Drogenhändler aus Rostock. „Wir haben schnell festgestellt, dass er hier Handel mit Betäubungsmitteln im Kilobereich betrieben hat“, berichtet Polizeihauptkommissar Jörg Schönfeld.

Als am 5. Oktober eine weitere Kurierfahrt von Berlin nach Rostock stattfand, griffen Spezialkräfte des LKA MV in der Nähe des Warnowtunnels zu. Die beiden Berliner – ein Vater-Sohn-Duo von 30 und 49 Jahren – wurden festgenommen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs wurden sechs Kilogramm Marihuana und ein Kilogramm Haschisch in Reisetaschen gefunden. Im Rahmen von acht weiteren Durchsuchungen bei mehreren Beschuldigten in Rostock und Berlin konnten weitere Rauschgiftmengen und Beweismaterial sichergestellt werden.

Der Rostocker Drogendealer konnte zunächst flüchten. Doch wenige Tage später stellte er sich mit seinem Rechtsanwalt der Polizei.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand haben die drei Drogenhändler in den letzten vier Wochen 13 Kilogramm Marihuana im Wert von über 70.000 Euro nach Rostock gebracht und hier gewinnbringend an Unterdealer verteilt und weiterverkauft.

Derzeit sitzen sie in Untersuchungshaft und müssen bei einer Verurteilung mit einer mehrjährigen Haftstrafe rechnen. Während der Rostocker Drogendealer in der Vergangenheit mehrmals der Polizei aufgefallen war, sind die beiden Berliner bisher noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten.

„Diese Menge ist nicht ungewöhnlich“, bewertet der Leiter der Kriminaldirektion Peter Mainka den Drogenfund: „Ungewöhnlich ist nur, dass es uns gelingt, so viel bei den Leuten auch zu finden.“ Meistens werde bei überführten Tätern nur rechnerisch nachgewiesen, welche Größenordnungen sie verkauft haben. Ein Zuwachs des illegalen Drogenkonsums in Rostock sei für die Polizei nicht erkennbar, nicht zuletzt, weil die Beteiligten ungern darüber Auskunft geben.

Schlagwörter: Drogen (118)Polizei (3864)

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