Verkehrsüberwachung in Warnemünde: Stimmung kippt

Weniger Parkplätze und mehr Fahrzeuge stellen die Verkehrsüberwacher in Warnemünde vor Probleme, sagt KOD-Chef Andreas Bechmann

22. Juli 2020, von
Die Parkplatzverknappung sorgt für eine schwierige Situation in Warnemünde, sagt der KOD-Chef.
Die Parkplatzverknappung sorgt für eine schwierige Situation in Warnemünde, sagt der KOD-Chef.

„Zurzeit kippt das ein bisschen. Ich habe ganz viele Beschwerden, dass kontrolliert wird – auch aus Warnemünde, in Größenordnungen“, erklärte der Leiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) Andreas Bechmann auf der letzten Sitzung des Ortsbeirats Warnemünde/Diedrichshagen.

Auch viele Gewerbetreibende würden sich bitter beschweren, weil sie nicht wissen, wo sie ihr Auto hinstellen sollen, sagt der KOD-Chef, der gleichzeitig Leiter der Gewerbeabteilung ist. Die permanente Parkplatzverknappung bei gleichzeitiger Zunahme von Fahrzeugen ist für alle eine ganz schwierige Situation, so Bechmann. „Nur mit Sanktionen wird man das Problem nicht lösen, man braucht auch ein vernünftiges Verkehrskonzept und da sehe ich noch erheblich Luft nach oben“, sagt Bechmann und plädiert für Augenmaß bei den Kontrollen.

In diesem Jahr wurden die Mitarbeiter im Bereich der Verkehrsüberwachung für Warnemünde von vier auf acht verdoppelt, zudem wurde ein eigenes Büro in der Vogtei bezogen, um direkter Ansprechpartner für die Einwohner zu sein. Es entstehe zwar leicht der Eindruck, dass zu wenig kontrolliert werde, aber auch in Warnemünde gab es diverse Abschleppmaßnahmen. Sind die Kollegen weg, steht allerdings nach wenigen Minuten der nächste wieder da – „das ist die Realität“, so Bechmann. Allein im häufig kritisierten „Kleinen Sommerweg“ wurden über 200 Verstöße festgestellt. Der Gehweg am Küstenwald wird nach wie vor gern von Falschparkern genutzt.

Weggeschaut werde nirgends, es gibt keine rechtsfreien Räume in Warnemünde, stellt Bechmann klar. Dennoch erfolgen die Kontrollen im Seebad nach Gefahrenschwerpunkten, zu denen Rettungswege, Feuerwehrzufahrten, Kreuzungsbereiche, aber auch Bereiche vor Pflegeheimen oder die Schulwegsicherung gehören. „Bezahlparkplätze, wo ein Auto steht und rein fiskalisch ein Problem entsteht, aber keine Gefahr für Dritte, die kommen zuletzt“, so Bechmann.

Auf Nachfrage von Ortsbeiratsmitglied Franziska Raeuber (CDU/UFR), warum im Bereich der Zufahrt zum Technologiepark, die auch von der Feuerwache genutzt wird, nicht mehr kontrolliert werde, versprach Bechmann sich die Problematik anzuschauen. Man stehe jedoch ständig mit dem Brandschutz- und Rettungsamt in Kontakt, versicherte er, es gibt in Rostock nur einen ganz niedrigen Prozentsatz, bei dem Fahrzeuge einen Einsatz gestört haben. Gleichzeitig erneuerte der KOD-Chef sein Angebot an den Ortsbeirat – gern auch mit dem Fahrrad – durch den Ort zu fahren und gemeinsam Kontrollschwerpunkte festzulegen.

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