Protest der Landwirte – Verkehrsbehinderungen in Rostock

Durch die für Montag, 8. Januar 2024, vom Bauernverband angemeldeten Protestaktionen muss in Rostock mit erheblichen Verkehrseinschränkungen gerechnet werden.

5. Januar 2024, von
Landesweite Demo der Bauern am 8. Januar 2024 - erhebliche Verkehrseinschränkungen in Rostock erwartet (Foto: Archiv)
Landesweite Demo der Bauern am 8. Januar 2024 - erhebliche Verkehrseinschränkungen in Rostock erwartet (Foto: Archiv)

Der Bauernverband hat für nächste Woche bundesweit zu Protesten gegen den Wegfall der Steuerbefreiung sowie der Agrardieselbeihilfe und für einen Bürokratieabbau aufgerufen. In Mecklenburg-Vorpommern sind am Montag, den 8. Januar 2024, umfangreiche Protestaktionen geplant.

Im Ergebnis von Kooperationsgesprächen wurde sich darauf verständigt, die Proteste der Landwirte an den Autobahnen auf ein Zeitfenster von 6 bis 9 Uhr und lediglich auf die Autobahnauffahrten zu beschränken, wie das Innenministerium als oberste Versammlungsbehörde heute Nachmittag mitgeteilt hat. Insbesondere am Montagvormittag muss jedoch mit erheblichen Verkehrseinschränkungen gerechnet werden.

Blockaden an den Autobahnen A19 und A20

Die landesweiten Proteste der Landwirte an den Anschlussstellen der Autobahnen sollen sich am Montag auf die Zeit von 6 bis 9 Uhr beschränken. Versammlungen sind auf die Auffahrten beschränkt, die Ausfahrten müssen frei bleiben, Rettungswege sind freizuhalten

In Rostock sind voraussichtlich die Autobahnauffahrten der A19 Rostock-Süd (Tessiner Straße) und Rostock-Ost (Rövershäger Chaussee) sowie die Auffahrten zur A20 Rostock-Südstadt und Rostock-West betroffen. An den Anschlussstellen der BAB 19 Rostock-Nord (Hinrichsdorfer Straße) sowie zur B 105 (Warnowtunnel) sind Versammlungen durch das Innenministerium MV untersagt worden.

Alle Autobahnkreuze im Land sollen passierbar bleiben, im Raum Rostock gilt dies für das Kreuz A19/A20.

Verkehrsbehinderungen im Rostocker Stadtverkehr durch Fahrzeugkorso

Auch abseits der Bauernproteste an den Autobahnen muss am Montag in Rostock mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, wie die Stadtverwaltung mitteilt.

Die private Initiative „Unternehmeraufstand MV“, die nichts mit den Unternehmensverbänden in MV zu tun hat, ruft in mehreren Städten des Landes zu Autokorsos auf. In Rostock soll um 6 Uhr ein Fahrzeugkorso auf der Headgehalbinsel starten und dort gegen 10:30 wieder enden. Es ist geplant, die folgende Strecke mindestens zweimal zu befahren: Haedgehalbinsel – Am Strande – Warnowufer – Lübecker Straße – Karl-Marx-Straße – Dethardingstraße – Parkstraße – Saarplatz – Arnold-Bernhard-Straße – August-Bebel-Straße – Ernst-Barlach-Straße – Mühlendamm – Tessiner Straße – Verbindungsweg – Rövershäger Chaussee – Am Strande.

Nach einer Zwischenkundgebung soll der Autokorso gegen 12:30 Uhr erneut von der Haedgehalbinsel aus starten. Der geplante Streckenverlauf sieht wie folgt aus: Am Strande – Warnowufer – Lübecker Straße – Hamburger Straße – Stadtautobahn/B103 – Barnstorfer Ring – Rennbahnallee – Satower Straße – Parkstraße – Saarplatz – Arnold-Bernhard-Straße – August-Bebel-Straße – Ernst-Barlach-Straße – Mühlendamm – Tessiner Straße – Verbindungsweg – Rövershäger Chaussee – Am Strande. Gegen 16 Uhr soll der Fahrzeugkorso auf der Headgehalbinsel enden.

Für die Innenstadt, die Kröpeliner-Tor-Vorstadt und die Südstadt sind weitere Versammlungen angemeldet.

Regelungen für den Schul- und Unterrichtsbetrieb

Die Schulen sollen am Montag den Unterricht oder eine Betreuung für Schüler aller Jahrgangsstufen absichern. Eltern, Erziehungs- bzw. Sorgeberechtigte entscheiden eigenverantwortlich, ob sich Kinder und Jugendliche auf den Schulweg machen, so das Bildungsministerium. Wer während der Proteste nicht am Unterricht teilnimmt, gilt als entschuldigt.

Bei der Beförderung für Schüler mit Handicap kann es am Montag zu erheblichen Verspätungen kommen. Für Schüler, die das Überregionale Förderzentrum „Sehen“ in Neukloster oder das Landesförderzentrum „Hören“ in Güstrow besuchen, wird der Fahrdienst ausgesetzt.

Keine Abfallentsorgung am Montag

Am Montag, dem 8. Januar 2024, findet in Rostock keine Abfallentsorgung für Haushalte statt. Die gesamte Entsorgung verschiebt sich nächste Woche um einen Tag nach hinten, teilt die Stadtentsorgung Rostock mit.

Dies betrifft Restmüll, Bioabfall, Papier und die Gelben Tonne ebenso wie Sperrmüll, E-Schrott und die Weihnachtsbaumabfuhr. Die Recyclinghöfe in Lütten Klein, Dierkow, Reutershagen und der Südstadt öffnen regulär.

Winterdienst und Straßenreinigung sind nicht betroffen. Sie sollen so gut wie möglich durchgeführt werden.

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