Die „Stephan Jantzen“ ist zurück im Rostocker Stadthafen

Der ehemalige Eisbrecher „Stephan Jantzen“ liegt seit heute wieder an seinem alten Liegeplatz 83 im Stadthafen Rostock

16. September 2014, von
Der Eisbrechen Stephan Jantzen ist zurück im Rostocker Stadthafen
Der Eisbrechen Stephan Jantzen ist zurück im Rostocker Stadthafen

Die „Stephan Jantzen“ ist zurück im Rostocker Stadthafen. Heute machte der Ende der 1960er erbaute Eisbrecher an seinem alten Liegeplatz 83 im Rostocker Stadthafen fest. Bis zur Wende war Rostock Heimathafen des mehr als 2.000 PS starken Eisbrechers, anschließend war er bis zu seiner Außerdienststellung 2005 in Stralsund stationiert.

Nach ihrem Verkauf 2006 lag die Jantzen seit der Hanse Sail 2009 im Rostocker Stadthafen, konnte besichtigt und für Veranstaltungen gebucht werden. Am 5. Juli 2013 wurde das Schiff nach Streitigkeiten über die Eigentumsfrage in den Rostocker Überseehafen geschleppt. „Sicherheitshalber, wegen Vandalismusschäden“, wie Hafen-Kapitän Gisbert Ruhnke erklärt. Zurück im Stadthafen „soll das Schiff nun längere Zeit dort verbleiben“, so Ruhnke. Sicherheitsbedenken gibt es keine mehr. „Das ist mit der Kriminalpolizei abgeklärt, der Wachdienst wird von der Societät übernommen“, sagt der Hafenkapitän.

Jochen Pfeiffer, Vorsitzender der Societät Rostock maritim e.V., bestätigt: „Sie bleibt im Stadthafen, außer wenn wieder einer verrücktspielt.“ „Wir wollen eine maritime Meile im Stadthafen. Ohne Schiffe ist das nichts“, erläutert Pfeiffer seine Motivation.

Besichtigt werden kann der Eisbrecher allerdings noch nicht. Die Societät, die sich bereits im Industriehafen um das Schiff gekümmert hat, wird es vorerst nur bewachen. „Ehrenamtlich“, erklärt Pfeiffer, „wir wuppen das mit dem Verein.“ Die Stadt will im Gegenzug auf Liegeplatzgebühren verzichten.

Die Eigentumsfrage ist indes weiter ungeklärt. Neben dem amerikanischen Geschäftsmann Paolo Zampolli, der das Schiff 2006 erwarb, erhebt auch der Kapitän Kai Gunther Lehmann Ansprüche. Das Gerichtsverfahren läuft, mit einer Entscheidung ist nicht vor Jahresende zu rechnen. „Wenn der Gerichtstermin vorbei ist, muss man sich mit dem Eigentümer verständigen“, erklärt Jochen Pfeiffer und lässt keinen Zweifel daran, dass seine Societät den ehemaligen Eisbrecher im Stadthafen gern weiter betreiben und wieder für Besucher zugänglich machen möchte.

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