Sicherheitsgefühl bei Radfahrern im Straßenverkehr gesunken

Nur jeder dritte Rostocker hat das Gefühl, sicher mit dem Fahrrad im Straßenverkehr unterwegs zu sein, ergab eine Bürgerumfrage zu den Themen Umwelt und Verkehr

25. Oktober 2021
67,8 Prozent der Rostocker bewerten das „Sicherheitsgefühl mit dem Rad im Verkehr“ als „schlecht“ bis „sehr schlecht“ (Foto: Archiv)
67,8 Prozent der Rostocker bewerten das „Sicherheitsgefühl mit dem Rad im Verkehr“ als „schlecht“ bis „sehr schlecht“ (Foto: Archiv)

Im Frühjahr 2021 wurde durch die Statistikstelle der Hanse- und Universitätsstadt Rostock die Kommunale Bürgerinnen- und Bürgerumfrage mit den Themenschwerpunkten „Umwelt und Verkehr“ durchgeführt. Nun ist der Bericht erschienen.

Rund die Hälfte der Hansestädterinnen und Hansestädter sieht den Gewässerschutz als vorrangige Aufgabe des Umweltschutzes. Es folgen Klimaschutz und Abfallentsorgung. Beim Bodenschutz ist den Befragten vor allem der „Schutz unbebauter Flächen“ wichtig, gefolgt vom „Rückbau versiegelter Flächen“.

Positiv fällt auf: Die Sauberkeit der Luft im Wohnumfeld wird von den Rostockerinnen und Rostockern größtenteils als „gut“ bis „sehr gut“ bewertet. Am besten bewerten die Luftsauberkeit die Bewohner des Stadtbereiches Gartenstadt/Stadtweide: Über 95 Prozent gaben an, die Luftsauberkeit sei „sehr gut“ oder „gut“.

Lärmbelästigung hingegen stellt lokal ein Problem dar. Zwei Stadtbereiche stechen besonders hervor: Fast jede zweite Bewohnerin und jeder zweite Bewohner der Kröpeliner-Tor-Vorstadt fühlt sich durch Straßenverkehr „stark“ oder sogar „sehr stark“ beeinträchtigt.

Ähnlich verhält es sich in Stadtmitte: Über 40 % gaben eine „starke“ bis „sehr starke“ Beeinträchtigung durch Straßenlärm an. Auch Baustellen sind vor allem in Stadtmitte und der Kröpeliner-Tor-Vorstadt ein Problem. Rund jede vierte Einwohnerin und jeder vierte Einwohner benannte Baustellen als eine (sehr) starke Beeinträchtigung im Wohnumfeld.

Mit dem Fahrrad im Straßenverkehr sicher unterwegs zu sein – dieses Gefühl hat nur jede dritte Rostockerin bzw. nur jeder dritte Rostocker. Der Anteil derjenigen, die das „Sicherheitsgefühl mit dem Rad im Verkehr“ als „schlecht“ bis „sehr schlecht“ bewerteten, hat sich von 2016 zu 2021 sogar erhöht (2021: 67,8 %; 2016: 60 %).

Auch die generelle Fahrradfreundlichkeit in der Hanse- und Universitätsstadt Rostock schätzten die Einwohnerinnen und Einwohner negativer ein: 2016 bewerteten noch 64% die Fahrradfreundlichkeit mit „sehr gut“ bis „gut“. 2021 sind die positiven Bewertungen um über zehn Prozentpunkte auf rund 53 % zurückgegangen.

Zum ersten Mal wurde 2021 auch nach der Zufriedenheit mit den Abstellmöglichkeiten von Rädern an Haltestellen gefragt. 69 % werten diese als „schlecht“ oder sogar „sehr schlecht“. So verwundert es nicht, dass bei der Frage nach ausbaufähigen Mobilitätsangeboten der Punkt „Fahrradabstellmöglichkeiten an Haltestellen“ den meisten Zuspruch erhielt.

Bei der Umfrage wurden 10.000 per Zufallsstichprobe ausgewählte Einwohnerinnen und Einwohner der Hanse- und Universitätsstadt Rostock angeschrieben. Über 3.800 Rostockerinnen und Rostocker nahmen an dieser freiwilligen Befragung teil – weitaus mehr als bei den letzten kommunalen Umfragen. Es bestand die Möglichkeit, den Fragebogen auch online auszufüllen. 23 Prozent der Antwortenden nutzten diese Beteiligungsoption. Die Kommunale Statistikstelle dankt allen Rostockerinnen und Rostockern, die an dieser Befragung 2021 teilgenommen haben.

Quelle: Hanse- und Universitätsstadt Rostock, Pressestelle

Schlagwörter: Fahrrad (156)Statistik (31)Umwelt (129)Verkehr (452)

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