Unimedizin Rostock legt Jahresabschluss 2020 vor

11,2 Mio. Euro beträgt das Defizit der Universitätsmedizin Rostock 2020 in der Krankenversorgung, insgesamt ergab sich ein negatives Ergebnis von 4,9 Mio. Euro – deutlich weniger als im Vorjahr

29. September 2021
Unimedizin Rostock legt Jahresabschluss 2020 vor (Foto: Archiv)
Unimedizin Rostock legt Jahresabschluss 2020 vor (Foto: Archiv)

Die Universitätsmedizin Rostock (UMR) weist für das Jahr 2020 in Krankenversorgung sowie Forschung und Lehre insgesamt ein negatives Ergebnis von 4,9 Millionen Euro aus. Im Jahr 2019 lag das Defizit noch bei minus 28,3 Mio. EUR. In der Krankenversorgung wurde das vergangene Jahr mit einem Defizit von 11,2 Mio. Euro abgeschlossen. Dieses Ergebnis wurde in einer aktuellen Sitzung des Aufsichtsrates festgestellt.

„Mit einem Minus von annähernd elf Millionen Euro in der Krankenhausversorgung können wir vor dem Hintergrund der Covid-19-Pandemie zufrieden sein“, sagt Christian Petersen, Kaufmännischer Vorstand der Unimedizin. „Der große Dank gilt all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die bei ihrem hervorragenden täglichen Einsatz in allen Bereichen unsere Patienten stets in den Mittelpunkt gestellt haben. Der große Neubau für Zentrale Medizinische Funktionen für fast 200 Mio. Euro Baukosten gibt einen guten Ausblick auf die medizinische Entwicklung am Standort Rostock. Das ist ein weiterer Schritt in Richtung Zentralcampusstrategie der UMR.“ Die Universitätsmedizin Rostock setzte ihren Modernisierungskurs fort und investierte im letzten und diesem Jahr umfassend in Medizintechnik, Diagnostik-Ausstattung und bauliche Sanierungsmaßnahmen.

„Das Jahr 2020 ist für die Unimedizin maßgeblich von der Covid-19-Pandemie geprägt gewesen“, so Prof. Emil Reisinger, Dekan und Stellvertretender Vorstandsvorsitzender. Als Maximalversorger hat die größte medizinische Einrichtung des Landes jederzeit die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt. Trotz der deutlichen Mehrbelastung für die Mitarbeiter konnte ein Normalbetrieb weitestgehend aufrechterhalten werden. „Das spricht für unsere Universitätsmedizin Rostock und die Menschen, die für sie arbeiten“, sagt Reisinger. Neben der Versorgung von Covid-19-Patienten aus ganz MV wurden Corona-Erkrankte aus anderen Bundesländern übernommen. Darüber hinaus erfüllte die Unimedizin die Aufgabe als Covid-19-Clustermanager und koordinierte überregional die Intensiv- und Beatmungsmedizin. Das Corona-Testzentrum ist seit März 2020 täglich für die Menschen der Region und darüber hinaus geöffnet und ist damit ein zuverlässiger Baustein in der Gesundheitsvorsorge.

Auch in der Lehre übernahm die Universitätsmedizin Rostock eine Vorreiterrolle. So konnten die Medizinstudenten schon vor Beginn des regulären Semesters ab April 2020 mit ihrer Online-Lehre starten. Der praktische Unterricht am Krankenbett wurde unter Einhaltung von strengen Schutzmaßnahmen ermöglicht. „Unsere Studierenden haben keine wichtige Studienzeit verloren, denn eine Verzögerung ihrer Ausbildung hätte den Ärztemangel im Land noch verschärft“, so Dekan Reisinger. Die Universitätsmedizin nehme ihre Verantwortung für die Ausbildung des Nachwuchses sehr ernst.

Quelle: Universitätsmedizin Rostock

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